Porträt Marlon und Anton
Epic Escape
Die Gründer von Epic Escape Anton Ludewig und Marlon Würffel
Erstellt von Pressestelle |

„Wir bringen Ideen zum Fliegen“

Die Gründungsschmiede der HTW Dresden begleitet junge Gründer und Gründerinnen von der ersten Idee bis zum eigenen Unternehmen. So entwickelte sich das Startup Epic Escape mit seinen Sightseeing-Touren im Escape-Room Format zur Erfolgsgeschichte.

Eine tolle Idee, aber kein Startkapital und wenig Know-how für eine Unternehmensgründung: so kamen die beiden Gründer Anton Ludewig und Marlon Würffel zum Startup-Service der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD), der sie bei der Entwicklung ihres Unternehmens begleitete. Ende 2025 stand Epic Escape vor dem nächsten großen Schritt: der Umzug in die ersten eigenen Büros. Nun beginnt ein neuer Abschnitt mit mehr unternehmerischer Eigenständigkeit und Raum für weiteres Wachstum.

Abenteuerspielplatz Stadt

Epic Escape verwandelt Städtetouren in Abenteuer. Dabei werden Teams auf Schnitzeljagd geschickt, um mit Tablet und Rätselkoffer eine Stadt spielerisch zu entdecken. Junggesellenabschiede, Teambuilding-Events oder private Veranstaltungen mit Familie und Freunden – die Touren sprechen ein breites Publikum an.

Anton und Marlon, die Erfinder des Spiels, sind Freunde aus dem Kindergarten. Jahre später treffen sie sich in Dresden wieder, Anton ist im Studium an der HTWD und Marlon schon im Job. Erfahrungen, die sie damals mit einer eher drögen Stadtführung machten, waren der Auslöser für die Idee, Städte anders erlebbar zu machen – locker und auf innovative Art. Beide rätselten als Kinder gern, und so entstand der Gedanke, das Sightseeing in eine Geschichte einzubinden und als kniffelige Outdoor-Tour zu organisieren.

Gründungsunterstützung an der Hochschule

Neben Studium und Job tüftelten die Beiden bis spät in die Nacht an ihrem Konzept. „Das hat unglaublich viel Spaß gemacht“, erinnert sich Marlon Würffel. „Wirtschaftliches Interesse spielte da zuerst gar keine Rolle.“ Die ersten Touren waren ein voller Erfolg und für die beiden stellte sich die Frage, ob und wie ihre Geschäftsidee weiterwachsen kann. 

„Die Berater der Gründungsschmiede hatten gleich ein offenes Ohr für unsere Idee“, sagt Marlon Würffel. „Sie gaben uns wertvolles Feedback und unterstützten uns dabei, das Konzept weiter auszufeilen, Ausrichtung und Zielgruppe zu definieren sowie die Preise zu kalkulieren.“ Auch als Arbeitsort nutzten die beiden die Gründungsschmiede. 

Als Inkubator für innovative Geschäftsideen unterstützt die Gründungsschmiede Studierende wie Anton sowie Forschende und Mitarbeitende der Hochschule mit einem breiten Beratungs-und Workshopangebot und begleitet junge Startups durch den Gründungsprozess. Menschen mit Gründungsabsicht finden hier den Partner, mit dem sie gemeinsam ihre Idee zum Fliegen bringen. Hilfestellung gibt es zu allen Themen rund um Unternehmensgründung und berufliche Selbständigkeit – von der Entwicklung oder Bewertung einer Geschäftsidee bis hin zu Finanzierungsmöglichkeiten. In Büros und Co-Working Spaces arbeiten Teams Tür an Tür. 

Anfang 2020 wurde ihr Startup-Projekt durch Corona jäh ausgebremst. „So bitter die Nachricht von den Kontaktbeschränkungen auch war, durch die Pandemie haben sich für uns echte Chancen aufgetan. Wir haben unser Angebot digitalisiert, die Tour auf ein Tablet gebracht und dazu noch ein ganz neues Spiel entwickelt“, sagt Marlon Würffel. 

„Besonders wichtig waren uns damals auch die Beratungen zu Finanzierungsformen und Kapitalbeschaffung. Trotz gesicherter Finanzierung haben wir erste Gewinne immer wieder reinvestiert, so auch in die Weiterentwicklung unserer Spiele“. Diese als ‚Bootstrapping‘ bezeichnete Variante mindert langfristig die Abhängigkeit vom Fremdkapitalgebern.

Epic Escape entwickelte sich in Dresden schnell zu einem gefragten Team-Event. Die Expansion in andere deutsche Städte war der nächste logische Schritt. Wieder ergaben sich Fragen. Eigene Niederlassungen gründen? Lizenzen vergeben oder ein Franchisesystem aufbauen? Die Entscheidung fiel auf die Zusammenarbeit mit einem Netzwerk aus Partnern, meist Cafés und Restaurants, die sich vor Ort um die Tour-Teilnehmer kümmern. Inzwischen ist Epic Escape an 19 Standorten vertreten.

Neben Marlon und Anton sind heute weitere sieben Angestellte im Unternehmen beschäftigt, unter anderem für die Grafik, die Spiele- und Softwareentwicklung. Mit dem Umzug in ein eigenes Büro in Dresden steht die Firma nun auf eigenen Füßen.  

Von der Idee bis zum tragfähigen Geschäftsmodell

„Die Gründungsschmiede hat uns von Anfang an Sicherheit gegeben. Wir erhielten entscheidende Tipps zum Start und haben bei der Markteinführung und beim Wachstum unserer Firma sehr vom Wissen und der Erfahrung des Teams profitiert“, so Marlon Würffel. „Unser Berater hat uns begleitet und war für all unsere Fragen jederzeit ansprechbar. Ohne die Unterstützung wären wir nie so weit gekommen, wahrscheinlich würde es uns als Epic Escape gar nicht geben.“ 

„Wir freuen uns, dass sich Epic Escape so erfolgreich entwickelt hat, denn es klappt nicht immer, eine wirtschaftlich profitable Firma aus dem Nichts zu gründen“, sagt Prof. Dr. Torsten Gonschorek, Fachlicher Leiter der Gründungsschmiede. „Natürlich liegt uns sehr daran, dass alle, die uns ‚verlassen‘, am Markt erfolgreich sind und weiter wachsen.“

Gründungsschmiede

Die Gründungsschmiede der HTW Dresden ist eigenständiger Partner im Verbund von dresden|exists – dem Startup-Service der Dresdner Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Beratungsteams aus acht Wissenschaftseinrichtungen in Dresden und Ostsachsen arbeiten eng zusammen, sodass Gründungswillige je nach Fachrichtung immer die passende Unterstützung finden.

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Weitere Dokumente/ Antragsformulare finden Sie hier: https://www.htw-dresden.de/news

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Kontakt

Dipl.-Kffr. (FH) Susann Bladwell

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