Schüler stehen mit Messgeräten neben einem Forscher im Wald
HTWD / Saxony5
Prof. Henning Günther erklärt den Schülerinnen und Schülern, welche Bedeutung natürliche Gewässer für Biodiversität, Klimaanpassung und die Lebensqualität haben
Erstellt von Forschungskommunikation |

Ökologische Gewässerentwicklung erleben: Schülerinnen und Schüler entdecken Forschung der HTWD

Wie können Flüsse und Bäche in Städten wieder zu wertvollen Lebensräumen werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Dresdner Kreuzgymnasiums auf zwei Exkursionen

Die Veranstaltungen wurden durch das Team der Ökologischen Gewässerentwicklung des Transferverbunds Saxony⁵ organisiert. Sie zeigen, wie aktuelle Forschung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) in die Gesellschaft getragen werden kann.

Den Auftakt bildete ein Besuch auf dem Versuchsgelände in Dresden-Pillnitz. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Forschungsarbeiten der HTWD zu schwimmenden Vegetationsbeständen. Projektmitarbeiter Lars Baldauf erläuterte, wie diese naturnahen Habitatstrukturen dazu beitragen, die ökologische Qualität stark beanspruchter Gewässer zu verbessern. Bei einem Rundgang über das Versuchsfeld wurde deutlich, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Lösungen für den Gewässerschutz umgesetzt werden.

Junge Menschen für Umwelt- und Wasserforschung begeistern

Wenige Wochen später folgte die zweite Exkursion an den Dresdner Kaitzbach. Vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie sich naturnahe Gewässerentwicklung im urbanen Raum konkret auswirkt. Am Beispiel des teilweise renaturierten Baches erklärte Prof. Henning Günther, welche Bedeutung natürliche Gewässer für Biodiversität, Klimaanpassung und die Lebensqualität in Städten besitzen. Die Exkursion knüpfte unmittelbar an die zuvor vermittelten Inhalte an und zeigte, wie sich wissenschaftliche Konzepte in realen Landschaften wiederfinden.

Saxony⁵ Teilprojekt Ökologische Gewässerentwicklung

Die Exkursionen sind Teil des Saxony⁵-Teilprojekts Ökologische Gewässerentwicklung, das an der HTWD bearbeitet wird. Ziel des Projekts ist es, innovative und nachhaltige Lösungen für die Entwicklung urbaner und naturnaher Gewässer zu erforschen und gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und Gesellschaft in die Praxis zu überführen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem schwimmende Vegetationssysteme als naturnahe Habitatstrukturen, ein an der HTWD entwickeltes Verfahren zum Monitoring von Mikroplastik sowie die ökobilanzielle Bewertung nachhaltiger Materialien. Diese interdisziplinären Forschungsansätze leisten einen Beitrag zur Verbesserung des ökologischen Zustands von Gewässern und unterstützen die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Über Saxony⁵ als Transferverbund

Die beiden Exkursionen mit dem Kreuzgymnasium sind verbinden Umweltbildung mit aktueller Forschung und ermöglichen jungen Menschen einen direkten Einblick in die Arbeit der HTWD. So wird deutlich, wie Hochschulen durch Transferprojekte wie Saxony⁵ wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit regionalen Partnerinnen und Partnern in die Gesellschaft tragen und nachhaltige Entwicklungen aktiv mitgestalten. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist der Wissenstransfer. Deshalb werden nicht nur Forschungsergebnisse entwickelt, sondern auch Formate geschaffen, die Wissenschaft für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar machen. Die schwimmenden Vegetationsbestände wurden letztes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Designteam von Prof. Diana Simon auf ein multisensorisches Exponat übertragen, das die Forschung rund um Gewässerentwicklung veranschaulicht und für verschiedenen Zielgruppen geeignet ist.

Erstellt von Forschungskommunikation |