): Eine Studierende hält den Flyer der Landesgartenschau 2027 in der Hand. Darauf ist das Motto „Vom Wismutschacht zur Blütenpracht“ zu lesen
Leonie C. Kirchner
Vom Wismutschacht zur Blütenpracht – die Landesgartenschau 2027 macht sichtbar, wie aus Industriegeschichte ein lebendiger Erlebnisraum wird
Erstellt von Pressestelle |

Vom Entwurf zum Erlebnisort: Studierende gestalten Ideengarten für die Landesgartenschau 2027

Studierende der HTWD entwerfen in einem interdisziplinären Semesterprojekt einen Garten, der Klimaanpassung erlebbar macht und Lehre mit Praxis verbindet

Wie wird aus einer Idee ein Ort, den Menschen erleben, nutzen und mitgestalten können? Damit beschäftigen sich in einem Semesterprojekt Studierende der Studienrichtung Landschaftsbau (im Studiengang Gartenbau) und des Studienganges Design im Zuge der Vorbereitung der Sächsischen Landesgartenschau 2027 in Aue-Bad Schlema. 

Unter dem Motto „Von der Halde zum Heilgarten“ entsteht dort ein Ideengarten des GaLaBau-Verbands Sachsen. Die Grundlage dafür legten bereits im Sommersemester 2025 Studierende der HTW Dresden des Landschaftsbaus im Rahmen eines Wettbewerbs. Ihr Entwurf macht erfahrbar, welche Bedeutung Grün- und Wasserflächen für klimaangepasste Städte haben und wie vielseitig diese Räume genutzt werden können.

Der Ideengarten wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung „Projekt GaLaBau“ im siebten Semester des Bachelorstudiengangs Gartenbau entwickelt (Newsmeldung HTWD). Verantwortlich für den Entwurf sind die Studierenden Luise Leefmann, Tashina Remus und Andre Ulbricht. Aktuell wird ihr Konzept von Fachbetrieben des GaLaBau-Verbands in die Praxis umgesetzt. Damit verlässt die Idee den Seminarraum und nimmt im öffentlichen Raum konkrete Gestalt an.

Wie aus Ideen konkrete Räume werden

Im laufenden Sommersemester wird das Projekt interdisziplinär weitergeführt. Studierende des Landschaftsbaus arbeiten gemeinsam mit Studierenden der Fakultät Design an der nächsten Entwicklungsstufe. Die angehenden Landschaftsbauerinnen und Landschaftsbauer erstellen Ausführungsplanung, Ausschreibung und Kostenkalkulation. Parallel dazu entwickeln Designstudierende im Rahmen eines Ideenwettbewerbs Konzepte für interaktive und kommunikative Elemente. Ziel ist es, den Garten als multisensorischen Lern- und Erlebnisort für unterschiedliche Zielgruppen zu stärken. Die besten Entwürfe werden zum Semesterende ausgezeichnet und in der Werkschau präsentiert. Ein Entwurf soll dann umgesetzt werden. 

Den Auftakt bildete eine gemeinsame Begehung des Gartenschaugeländes. Vor Ort erhielten die Studierenden Einblicke in Bauprozesse und Rahmenbedingungen. Fachliche Impulse aus der Landesgartenschaugesellschaft (Bernd Birkigt), dem GaLaBau-Verband Sachsen (Axel Keul) sowie einem regionalen Natursteinunternehmen (Bauzentrum Schuster) ergänzten die Eindrücke. So konnten Materialien, Konstruktionen und Umsetzungswege direkt im Kontext diskutiert werden.

„Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Transfer an der HTW Dresden gelebt wird. Wissen wird nicht nur vermittelt, sondern im kooperativen Austausch mit Partnerinnen und Partnern aus Praxis und Region weiterentwickelt und sichtbar gemacht. Zugleich entsteht ein Lernraum, in dem Studierende Verantwortung übernehmen und ihre Arbeit in einem realen Kontext erleben. Zur Eröffnung der Landesgartenschau 2027 wird ein Garten zu sehen sein, an dem mehrere Jahrgänge und Fachrichtungen mitgewirkt haben. Ein Ort, der zugleich Ergebnis eines Lehrprojekts und Beitrag zur regionalen Entwicklung ist“, sagt Prof. Diana Simon.

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Kontakt

Prof. Dipl.-Des. Diana Simon

Professorin für Kommunikationsgestaltung und Auslandsbeauftragte

Prof. Dipl.-Des. Diana Simon