Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie

Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

 
Ehemalige Professur:

Tierzucht/Tierhygiene (bis 8/2024)

  • Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin
  • Fachtierarzt für Rinder
  • Zusatzbezeichnung Tiergesundheits- und Tierseuchenmanagement
  • Zusatzbezeichnung Tierärztliche Bestandsbetreuung Rind und Qualitätssicherung im Erzeugerbetrieb
  • Zulassung zur tierärztlichen Betreuung von Zucht- und Nutzschweinebeständen (§ 7 Abs. 2 SchHaltHygV)

Lehrveranstaltungen

  • Anatomie/Physiologie der Nutztiere
  • Biotechnik/Biostatistik
  • Tiergesundheitslehre/Tierhygiene
  • Grundlagen der Züchtung - Tierzucht
  • Spezielle Tierzucht Rind/Schwein (WP)
  • Extensive und ökologische Tierhaltung und Tierzucht (WP)
  • Geflügelhaltung und Geflügelzucht (WP)
  • Tiergesundheitsmanagement (WP)
  • Erhaltung tiergenetischer Ressourcen (Studiengang Umweltmonitoring)
  • Bestäubungsökologie/Bienenkunde (Studium integrale)

Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

Martin-Luther-Universität Halle

Lehrstuhl für Nachhaltige Nutztierhaltung und Tiergesundheitsmanagement

Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

Forschungsprojekte

Entzündungs- und Nekrosesydrom (SINS) in sächsischen Schweinehaltungen – Vorkommen, Auswirkung und Einflussfaktoren (SINS-Sachsen)

Drittmittelprojekt an der HTW Dresden

Projektleiter:  Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

Mitarbeiter: Dipl.-Ing. agr. Andrea Friebe

Operationelle Gruppe:        

  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden)
  • Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Sachsen e.V. (IGS e.V)
  • Sächsische Tierseuchenkasse (TSK)
  • Blum Agrar GmbH
  • Schweineproduktion Burkersdorf GmbH

Kooperationspartner: Praxisbetriebe (Schweinehalter)

Fördermittelgeber:

Sächsisches Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie (LfULG) –EIP Agri (Identifikationsnummer: 332019017401LWC)

Laufzeit:  07/2020 – 12/2022

Abschlussbericht:                Zum Download in der EIP-Projekt-Datenbank

 

Problemstellung

Durch Schwanzbeißen verursachte Schwanzläsionen beim Schwein stehen derzeit im Fokus des Interesses von Tierhaltern, Tierärzten und der Gesellschaft aufgrund ihrer negativen Bedeutung für das Tierwohl, die Wirtschaftlichkeit der Tierhaltung und der Bestrebungen in der EU, zukünftig auf das routinemäßige Schwänzekupieren beim Saugferkel zu verzichten (VO 2008/120/EC). In Deutschland und somit auch in Sachsen setzt der „Aktionsplan zur Einhaltung der Rechtsvorschriften in Bezug auf das Schwänzekupieren beim Schwein“ ab 2019 neue Maßstäbe (Erlass des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz vom 11. April 2019).

Bezüglich Schwanzverletzungen beim Schwein werden drei Kausalitäten unterschieden: 1) Schwanzbeißen als Verhaltensstörung (primäres Schwanzbeißen) (Taylor et al. (2010), 2) sekundäres Schwanzbeißen an vorgeschädigten Schwänzen und 3) Schwanznekrosen ohne Zutun anderer Tiere (EFSA, 2007; D´Eath et al., 2014). Bei den auftretenden Schwanzverletzungen in den Herden der Praxisbetriebe ist eine Zuordnung der relevanten Kausalität(en) regelmäßig nicht eindeutig möglich, was das Einleiten geeigneter Gegenmaßnahmen erheblich erschwert.

Zum Schwanzbeißen als Verhaltensstörung existieren zahlreiche Forschungsarbeiten, in denen Einflüsse der Haltung (Wettbewerb um Futter und Raum), des Stallklimas, der Ernährung, des Vorhandenseins einer Umweltanreicherung in Form von Beschäftigungsmaterial und der Tiergesundheit in einem multifaktoriellen Geschehen identifiziert werden konnten. Zusammengefasst wurden diese Faktoren in einer Checkliste des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Meyer, 2019), die den Schweine haltenden Betrieben zur Verfügung steht und deren Anwendung in Sachsen etabliert ist. Das im Freistaat Thüringen 2018 abgeschlossene EIP-Agri-Projekt „Thüringer Beratungs- und Managementsystem Caudophagie“ identifizierte in gleicher Weise die Tiergesundheitssituation in den Beständen, eine frühzeitige Erkennung von Tiersignalen, das Aufdecken von Fehlversorgungen bezüglich Futter und Tränkwasser, die Vermeidung von Hitzestress, die Schaffung von Temperaturzonen sowie die Schulung des Personals als wesentliche Ansätze zur Reduktion des Schwanzbeißens, kommt aber zu dem Schluss, dass noch weiterer Forschungsbedarf besteht, bevor routinemäßig auf das Kupieren verzichtet werden kann (Große-Vorspohl und Müller, 2019).

Neben dem Auftreten von Schwanz- und Ohrverletzungen im Zuge von antagonistischen Verhaltensweisen ist in den letzten Jahren ein Entzündungs- und Nekrosesyndrom beim Schwein (Swine Inflammation and Necrosis Syndrome, SINS) in den Fokus des Interesses gerückt. Die dabei zu beobachtenden Läsionen können außer im Schwanz- und Ohrenbereich auch an Kronsaum, Ballen, Sohlen, Gesäuge, Nabel und Gesicht beobachtet werden. Sie treten ohne das Zutun anderer Schweine auf und können nicht allein durch Technopathien erklärt werden (Reiner, 2019). Es wurde gezeigt, dass Ferkel bereits mit SINS geboren werden können. So ergab eine Studie aus Thüringen, in der 4700 Saugferkel aus 19 Herden in der ersten Lebenswoche untersucht wurden, eine Prävalenz von 80 % bezüglich Entzündungs- und Nekrosesymptomen im Bereich der Ballen bzw. 50 % im Kronsaumbereich und 20 % an der Schwanzbasis. Die Prävalenzen wurden beeinflusst von der Genetik und dem Alter der Ferkel. Darüber hinaus konnte eine Korrelation zwischen dem Schwänzekupieren (Länge des Stumpfes) und dem Auftreten von Schwanznekrosen nachgewiesen werden (Reiner et al., 2019). Unter Prüfstationsbedingungen wurden Ferkel mit geringen und solche mit starken SINS-assoziierten Veränderungen aufgezogen und gemästet. Dabei zeigte sich eine Assoziation mit der Leistung und mit Stoffwechselparametern (Reiner, 2019). Als mögliche Ursache für SINS wird die Wirkung bakterieller Abbauprodukte wie z.B. Lipopolysaccharid (LPS) diskutiert (Reiner, 2019; Reiner et al., 2019). Unphysiologisch hohe Anflutungen im Blutkreislauf der Schweine können bei starker Keimvermehrung im Darm, Darmerkrankungen, hohem Protein/Rohfaser-Verhältnis und Störungen der Blut-Darm-Schranke beobachtet werden (Klein et al., 1988).

Erfahrungsberichte von Schweinehaltern und Tierärzten weisen darauf hin, dass auch in Sachsen SINS auftritt. Ein flächendeckendes Problembewusstsein bei den Tierhaltern, Daten zur Prävalenz bei Saugferkeln und zu möglichen Folgen in der Aufzucht und Mast bezüglich Schwanz- und Ohrverletzungen sowie zu fütterungsbedingten Einflüssen existieren derzeit allerdings nicht.

Zielstellung und Projektinhalt

Die sächsischen Schweine haltenden Betriebe sollen bei der Etablierung des „Aktionsplanes Kupierverzicht“ in der Praxis unterstützt und fachlich begleitet werden. Dies umfasst u.a. die Erfassung der Prävalenz von Schwanz- und Ohrverletzungen in Aufzucht und Mast sowie möglicher Einflussfaktoren im Rahmen von Risikoanalysen unter Verwendung der Checkliste des LfULG. Darüber hinaus sollen die Prävalenzen von SINS-assoziierten Veränderungen in verschiedenen Körperregionen bei neugeborenen Ferkeln ermittelt und ein bildgebendes Verfahren zur (teil)automatisierten Erfassung entwickelt werden, das später als objektives Werkzeug von Tierhaltern zur betrieblichen Eigenkontrolle tierbezogener Tierschutzindikatioren (Tierschutzgesetz, 2014) sowie von Tierärzten und Beratern genutzt werden kann. Ein weiteres Ziel ist es, Effekte früher SINS-Veränderungen (Saugferkel) bezüglich Schwanz- und Ohrverletzungen in Aufzucht und Mast durch Verlaufsuntersuchungen an ausgewählten Tieren darzustellen. Durch erweiterte Futtermittelanalysen (Vollanalysen Mischfuttermittel, Partikelgröße, Analyse physiologisch bedeutsamer Faserfraktionen, Mykotoxine) bei Sauen, Aufzuchtferkeln und Mastschweinen sowie Blutuntersuchungen (ausgewählte Entzündungsparameter, Endotoxine) bei Sauen (Blutproben aus PRRS-Programm der Sächsischen Tierseuchenkasse) sollen Einflussfaktoren auf das Auftreten von SINS ermittelt werden.

Folgende innovative Fragestellungen sollen daher im Projekt bearbeitet werden:

  1. Wie hoch ist die Prävalenz von SINS-assoziierten Veränderungen in verschiedenen Körperregionen bei Saugferkeln in sächsischen Betrieben? Gibt es Einflüsse des Betriebes, der Genetik und der Sauenfütterung?
  2. Kann mittels bildgebender Technik ein (teil-)automatisiertes System zur Detektion von SINS beim Saugferkel entwickelt werden, das Untersucher unabhängige, objektive Ergebnisse liefert?
  3. Spielen beim Saugferkel beobachtete SINS-assoziierte Veränderungen eine Rolle bezüglich des späteren Auftretens von Schwanz- und Ohrverletzungen in Aufzucht und Mast und hinsichtlich der Lebenstagszunahmen?
  4. Welchen Einfluss haben die Futterzusammensetzung (Fokus: Faserfraktionen, Partikelgrößen, Mykotoxine) im Sauenfutter, die Kotkonsistenz der Sauen (als Tiersignal für die Fütterung einer geeigneten Faserfraktion) und die Endotoxinkonzentration im Blut der Sauen auf das Auftreten von SINS beim Neonaten und die Kolostrumqualität?
  5. Welchen Einfluss hat die Futterzusammensetzung beim Absetzen und in der Mast auf das Auftreten von SINS bzw. Schwanz- und Ohrverletzungen in diesen Haltungsabschnitten?  Wie sicher gelingt die Differenzierung von Veränderungen infolge von SINS zu Verletzungen infolge von Verhaltensstörungen bzw. Mischformen aus beiden?

Nach der Prüfung der genannten Fragestellungen unter Praxisbedingungen sollen die erhobenen Daten die Basis für ein Beratungskonzept im Hinblick auf SINS liefern, welches die Schweinehalter verstärkt für die SINS-Problematik sensibilisiert, den Transfer der gewonnenen Erkenntnisse in die sächsischen Schweinehaltungen sicherstellt (Schulungen der Betriebsleiter und Mitarbeiter) und möglicherwiese die Checkliste des LfULG zum Schwanzbeißen um die Thematik SINS erweitern kann.

Etablierung und Erprobung einer tierärztlichen Imkereifachberatung zum Bienenmanagement und zur Bienengesundheit im Freistaat Sachsen (ImBieSax)

Projektleiter:            Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

Ansprechpartner:   Dr. med. vet. Julia Dittes

Team:                         Denise Heidl, Caroline Zeidler 

Operationelle Gruppe: 

Fördermittelgeber: 

Die Förderung erfolgt nach dem Maßnahmenkatalog des Freistaates Sachsen zum Erhalt und zur Zucht von gesunden und resistenten Bienenvölkern vom 03.02.2023 (REVOSax Landesrecht Sachsen - Maßnahmekatalog Bienen). Die Finanzierung des Projektes erfolgt zu 50 % aus Mitteln der Europäischen Union.

Laufzeit: 07/2023 – 12/2024

Weiterentwicklung einer maßgeschneiderten tierärztlichen Imkereifachberatung im Freistaat Sachsen

ACHTUNG! Die Fortführung des Projektes erfolgt an der Martin-Luther-Universität Halle

Projektleiter:            Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

Ansprechpartner:    Dr. med. vet. Julia Dittes (julia.dittes(at)landw.uni-halle.de)

                                     Denise Heidl (denise.heidl(at)landw.uni-halle.de)

Laufzeit:                    03/2025 – 12/2026

Problemstellung

Die Honigbiene Apis mellifera L. ist eines der drei wichtigsten Nutztiere in Deutschland, was auf insbesondere auf ihre Bestäubungsleistung zurückzuführen ist. Ähnlich wie die anderen Nutztiere, hat auch die Honigbiene mit verschiedenen Pathogenen zu kämpfen. Dazu zählen verschiedene Viren wie Deformierte-Flügel-Virus oder Akute- und Chronische Bienenparalyse, bakterielle Erkrankungen wie die Amerikanische Faulbrut, Pilze, die bei Kalk- und Steinbrut eine Rolle spielen und nicht zuletzt Parasiten wie die Varroamilbe, die das größte Problem der Imkerschaft in unseren Breiten darstellt. Während in anderen Nutztierbeständen bestandsbetreuende Tierärzte die Gesunderhaltung der Herden sichern, sind die Imkernden mit der Bienengesundheit auf sich allein gestellt. Im Umgang mit Krankheitserregern kann jedoch der Blickwinkel des Tierarztes von entscheidendem Vorteil sein – und Bienenkrankheiten sind ein Fach nach der Tierärztlichen Approbationsverordnung.

Zielstellung und Vorgehen

Im Rahmen dieses Projektes soll eine tierärztliche Imkereifachberatung in Sachsen etabliert und erprobt werden. Dabei soll diese allen Imkernden mit Wohnsitz und Bienenhaltung in Sachsen kostenfrei zur Verfügung stehen. Für die Teilnahme ist eine Anforderung der Beratung sowie die Unterzeichnung einer Teilnahmeerklärung (s.u.) notwendig. Die Schwerpunkte der Beratung liegen auf dem Management von Bienenvölkern und der Verbesserung der Bienengesundheit. Imkerliches Wissen soll aufgebaut, verbessert und verbreitet werden.

Eine Beratung kann nach individueller Absprache mindestens einen tierärztlichen Besuch am Bienenstand, die Entnahme und Einsendung von Proben für labordiagnostische Untersuchungen auf verschiedene Erkrankungen, ein Varroa- und Nosema-Monitoring etc. beinhalten.

Aus dem Projekt soll schließlich ein Beratungskonzept und der Bedarf einer dauerhaften tierärztlichen Beratung abgeleitet werden.

Drittmittelprojekt 

Projektleiter:  Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

Operationelle Gruppe:

  • HTW Dresden
  • Sächsische Tierseuchenkasse
  • Sächsische Gestütsverwaltung
  • Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e.V.

Fördermittelgeber:

Sächsisches Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie – EIP-Agri (Identifikationsnummer 332021015001LWC)

Laufzeit:  10/2021 – 03/2023

 

Problemstellung

Die Polysaccharid-Speichermyopathie Typ 1 (PSSM1) ist eine bei verschiedenen Pferderassen verbreite Erbkrankheit, bei welcher sich Kohlenhydrate in der Muskulatur anreichern. Dies betrifft sowohl Glykogen als auch anormale Polysaccharide. Es kann zu klinischen Symptomen kommen, welche „kreuzverschlagsähnlich" sind und die gesamte Bandbreite von Bewegungsunlust, Tremor, Muskelsteifheit, Schwitzen, wechselnden Lahmheiten, Ausstrecken der Hintergliedmaßen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit umfassen. Bei ausgeprägter Symptomatik kann es zur Myoglobinurie und daraus resultierendem Nierenversagen kommen. Es wird vermutet, dass Trägertiere häufiger an den oben genannten Symptomen leiden, jedoch konnte bisher keine unabdingbare Beziehung zwischen Genotyp und Phänotyp dokumentiert werden. Bei pferdegerechter Haltung und Arbeit der betroffenen Tiere ist es möglich, dass zeitlebens keine klinischen Symptome gezeigt werden beziehungsweise durch Anpassung von Fütterung und Haltung ist es möglich, dass Tiere sich gänzlich gesund präsentieren. Der Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e.V. führt deutschlandweit die größte Zuchtpopulation der Rasse Rheinisch-Deutsches Kaltblut, wobei der Hauptanteil im Zuchtgebiet Sachsen registriert ist. Die Rasse ist ein lebendes Kulturgut im Freistaat Sachsen, wird aber aufgrund der nur noch geringen Populationszahl als gefährdet eingestuft. Ein Ausschluss von Trägertieren aus der Zucht wurde einen bedeutenden Einschnitt in die genetische Diversität darstellen, worin sich die Dringlichkeit dieser Untersuchung begründet.

Zielstellung und Projektinhalt

Ziele sind die Untersuchung der Trägerfrequenz der für PSSM1 ursächlichen Genmutation beim Rheinisch-Deutschen Kaltblut in Sachsen sowie eine Analyse der Effekte auf Leistungsparameter (Leistungsprüfungsdaten) und Gesundheit (Klinik) dieser Pferde. Um eine fundierte Empfehlung zum Zuchteinsatz von Trägertieren zu treffen und Züchtern optimierte Anpaarungsentscheidungen zu ermöglichen, soll die aktive Zuchtpopulation umfassend genotypisiert werden.

Das Thema unterstützt die Zuchtarbeit für das Rheinisch-Deutsche Kaltblut im Zuchtgebiet Sachsen. Die Ergebnisse ermöglichen dem Pferdezuchtverband fundierte Entscheidungen in zuchtleitenden Tätigkeiten und der Betreuung der Population. Für Züchter leisten die Ergebnisse wertvolle Hilfestellung bei der Anpaarungsentscheidung und der Tierhaltung und ‑versorgung im Falle von betroffenen Tieren. Für die Sächsische Gestütsverwaltung leisten die Erkenntnisse eine Entscheidungshilfe für die Bestandsremontierung. Die Kenntnis von Inzuchtkoeffizienten, effektiver Populationsgröße und Einfluss des Genotyps (PSSM1-Trägerschaft) auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit werden in der Tierauswahl für die nationalen Genbank Anwendung finden. Es sollen Empfehlungen zum Populationsmanagement aufgestellt und ein Anpaarungsplaner entwickelt werden, der neben der Abstammung bzw. dem Verwandtschaftskoeffizienten der Elterntiere auch den Genotyp (ggf. zwecks Gesundheit / Risikoreduktion) berücksichtigt.

Forschungsprojekte

Akademischer Werdegang

  • 1999 - 2005: Studium der Veterinärmedizin an der Universität Leipzig
  • 2004 - 2006: Promotion am Institut für Virologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig bei Prof. Dr. Hermann Müller, Thema der Dissertation: „Eine virologische Studie zur Ätiologie der Jungtaubenkrankheit (Young Pigeon Disease Syndrome)“
  • 2017 - 2024: W2-Professor für Tierhygiene/Tierzucht an der HTW Dresden
  • seit 2024: W3-Professor für Nachhaltige Nutztierhaltung und Tiergesundheitsmanagement an der Martin-Luther-Universität Halle

Berufstätigkeit

  • 2005: Approbation als Tierarzt
  • 2005 - 2006: angestellter Tierarzt bei der Sächsischen Tierseuchenkasse, Tätigkeit im Schweinegesundheitsdienst
  • seit 2006: Niederlassung als praktizierender Tierarzt und veterinärmedizinischer Leiter bei der AGRO-Agrarprodukte GmbH Zettlitz OT Methau

Ehrenamtliche Tätigkeiten

 

Weiterbildungen

  • 2005: Kurs zur Erlangung des besonderen Fachwissens nach § 7 Abs. 2 der Schweinehaltungshygieneverordnung
  • 2006 - 2011: Weiterbildung zum Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin
  • 2011 - 2015: Weiterbildung zum Fachtierarzt für Rinder
  • 2015 - 2017: Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Tiergesundheits- und Tierseuchenmanagement
  • 2021: Zuerkennung der Zusatzbezeichung Tierärztliche Bestandsbetreuung Rind und Qualitätssicherung im Erzeugerbetrieb

Publikationen (Auswahl)