• Marktorientierte Ausbildung in der Wasserwirtschaft in Ägypten

    26.07.2019
    Bauingenieurwesen Pressestelle

    Mit zunehmender Bevölkerung steigt auch der Bedarf an Trinkwasser. Die Wasserwerke am Nil reichen kaum noch aus und die Grundwasserressourcen sind begrenzt. Um die Wasserversorgung in Kairo zukünftig zu sichern, könnten Erfahrungen zur Uferfiltration aus Dresden genutzt werden. Dazu startete im Juli das Projekt „Enhancement of postgraduate, market-oriented education in the water sector“ (MEDUWAT). Das Projekt fördert die Zusammenarbeit der Ain Shams University Cairo (ASU) und der HTW Dresden im Bereich Wasserwirtschaft. In den kommenden fünf Monaten werden Mitarbeiter der HTW Dresden die ASU Cairo bei der Einrichtung eines Postgraduiertenstudiums unterstützen, das die Zusammenarbeit mit den örtlichen Versorgungsunternehmen ausbauen soll. Weitere Schwerpunkte sind der Austausch von Ideen über die Beteiligung der Industrie und die Entwicklung von Zentren für angewandte Forschung an den Universitäten, die Modernisierung der Laborinfrastruktur (insbesondere des Wasserbaulabors), die Verbesserung der Master- und Doktorandenausbildung im Wassersektor durch die Lehrplangestaltung sowie die Nutzung moderner Messtechnik (z.B. Druck-Datenlogger zur Überwachung von Uferfiltratbrunnen). Vergangene Woche reisten der Projektleiter Professor Thomas Grischek, Cristina Sandhu und Burkhard Adam (Standortmanager Saxony 5 ) zum Kick-off nach Kairo, um den Kollegen in Kairo den aktuellen Forschungsstand zum Thema Uferfiltration, die Forschungsschwerpunkt der Hochschule sowie den sächsischen Transferverbund Saxony 5 vorzustellen. Im September werden jeweils vier Studierende und Doktoranden sowie Dozenten aus Kairo die HTW Dresden besuchen. Das Projekt läuft bis 30. November 2019 und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert.

    Besichtigung des Wasserbaulabors der Fakultät Bauingenieurwesen der ASU Cairo.
    HTW Dresden/Adam
  • Bergbau in Sachsen: 3. CEMEREM Sommerschule für Studierende aus Kenia

    15.07.2019
    Pressestelle

    Die Studierenden erwartet ein umfangreiches Programm aus Vorträgen und Exkursionen. Dabei erfahren sie, wie in Deutschland Rohstoffe gewonnen, verarbeitet und verwendet werden. Im Mittelpunkt stehen zum einen die wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte. Es wird aber auch diskutiert, welche Strategien es gibt, die gesellschaftliche Akzeptanz von Bergbau zu steigern. Bei einer Ganztagsexkursion ins Lausitzer Bergbaugebiet zeigen die Mitarbeiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft den Teilnehmern verschiedene Maßnahmen der Grundwasserentnahme, -reinigung und -verwendung. Außerdem werden Projekte vorgestellt, die nach Ende des Bergbaus die Landschaft wieder rekultivieren. Eine Einfahrt in das Forschungs- und Lehrbergwerk Reiche Zeche in Freiberg gibt einen Einblick in das breite Forschungsfeld zum Thema Bergbau. Am Ende der Woche stellen die Studierenden und Mitarbeiter ihre eigenen Forschungsarbeiten in einer Postersession vor. Begleitet werden die jungen Wissenschaftler auf ihrer einwöchigen Bergbaurundreise von Dr. Ulrike Feistel, Professorin für Ingenieurhydrologie an von der HTW Dresden und CEMEREM-Projektleiterin, sowie von Dr. Jan C. Bongaerts, Professor für Umwelt- und Ressourcenmanagement an der Bergakademie Freiberg. Die drei Partnerinstitutionen kooperieren bereits seit April 2016 bei der Errichtung und dem Ausbau des African Centre of Excellence for Mining, Environmental Engineering and Resource Management - CEMEREM. Das Projekt wird über den Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD durch das Auswärtige Amt gefördert.

    Der Prorektor für Forschung und Entwicklung Prof. Knut Schmidtke begrüßte die Teilnehmenden der CEMEREM Sommerschule am Montagmorgen an der HTW Dresden.
    HTW Dresden/Peter Sebb
  • HTW-Studenten auf Exkursion bei der WTK-Elektronik

    11.07.2019
    Elektrotechnik

    20 Studenten der Fakultät Elektrotechnik starteten bei sommerlichen Temperaturen am 5. Juni 2019 unter Leitung von Prof. Bauer zur WTK Elektronik in Neustadt / Sachsen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Pia Schwaar, Leiterin Corporate Marketing und Dr. Matthias Pallmer, Leiter Entwicklung gab es eine informative Unternehmensvorstellung von den Wurzeln der WTK- Elektronik bis zu Gegenwart und Zukunft des wachsenden und international gut aufgestellten Unternehmens, das seit 2017 als ein Unternehmen von Trimble weltweit im Bereich Systemlösungen für Mobile Maschinen an innovativen Elektronik-Entwicklungen arbeitet. Automatisierte Feldbearbeitung ressourcenschonende, nachhaltige Agrar-Elektronik-Lösungen rücken in Zeiten steigender Weltbevölkerung und extremer werdender Witterungsverhältnisse in den Focus. Smart connected farming Lösungen, Digitalisierung in der Landwirtschaft… fordern auch die Mitarbeiter des Bereiches Hard- und Software-Entwicklung bei WTK täglich aufs Neue, den Wünschen zahlreicher OEM-Hersteller nach kundenspezifischen Steuerungslösungen nachzukommen. Ein spannendes Entwicklungsfeld, dem sich das gesamte Team bei WTK-Elektronik gern stellt - vom innovativen Bereich der Erzeugnis-Entwicklung über Produktion bis zum Praxistest -. Begleitet von Dr. Matthias Pallmer, Pia Schwaar sowie den einzelnen Leitern der verschiedenen Produktionsbereiche – beispielsweise Thomas Ritz in der Flachbaugruppenfertigung, erhielten die Studenten einen ersten Einblick in Fertigungstechnologien bei Flachbaugruppen, die Entwicklung zukunftsweisender Automatisierungslösungen im Bereich mobiler Arbeitsmaschinen in der Hard- und Software-Entwicklung… Die Zukunft der Agrarelektronik wird spannend! WTK- arbeitet in zahlreichen Forschungsprojekten mit. Dafür sind gut ausgebildete Hard- und Software- Entwickler herzlich willkommen, die diesen Prozess jetzt und in Zukunft engagiert vorantreiben wollen. Als OEM-Systemanbieter verfügt WTK über das notwendige Know-how und hohe Entwicklungs-Kompetenz. Global gut aufgestellt innerhalb der weltweit agierenden Trimble-Gruppe will das Unternehmen Landtechnik- Geschichte mitschreiben. Die 20 Studenten erhielten einen Einblick in die Erzeugnis-Entwicklung und Produktion (mit Flachbaugruppen- Bestückung, Elektronischem Gerätebau, Kabelkonfektionierung und Kabelbaumfertigung) bis hin zum Test. Modulare Produktplattformen in Hard- und Software ermöglichen es dem Elektronik-Spezialisten kundenspezifische Produktlösungen in kurzer Zeit umzusetzen. Der Firmenbesuch endete traditionell auch in diesem Jahr wieder mit einer abschließenden Gesprächsrunde in der Cafeteria der neuen Elektronik-Manufaktur. Hier konnten sich die Studenten über Praktika, Diplom-Arbeitsthemen und über berufliche Perspektiven bei WTK-Elektronik informieren. An Frau Schwaar und Dr. Pallmer geht ein herzlicher Dank für die perfekte Organisation der Exkursion einschließlich des Bus-Transfers.

    Exkursion
  • Bestehende Bauwerke erhalten und nachhaltig verbessern

    10.07.2019
    Pressestelle

    Zum Wintersemester 2019/20 startet an der Fakultät Bauingenieurwesen der HTW Dresden der neue Masterstudiengang „Nachhaltiges Ertüchtigen und Bauen im Bestand“. Der zunehmende Flächen- und Ressourcenmangel erfordert das verantwortungsvolle Nutzen und Ertüchtigen von Bestandsbauwerken und stellt einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft dar. Vorhandene Bauwerke für möglichst lange Zeiträume in hoher Qualität zu erhalten und sie für gestiegene Anforderungen und veränderte Nutzungsbedingungen zu ertüchtigen, wird deshalb zunehmend zu einer Hauptaufgabe von Bauingenieurinnen und Bauingenieuren. „Während bei der Planung von Neubauten direkt auf die geforderten Bauwerkseigenschaften eingegangen werden kann, arbeiten Bauingenieure bei Bestandsbauten mit der vorhandenen Bausubstanz und müssen auf deren Besonderheiten reagieren.“, beschreibt Studiendekan Professor Christian Heidenreich die Herausforderung. „Der Masterstudiengang vermittelt dazu bewährte Methoden und neue wissenschaftlicher Erkenntnisse auf den Gebieten der Bauwerkserhaltung, Nachrechnung, Instandsetzung und Ertüchtigung.“ Der Studiengang ist modular aufgebaut. Unterrichtet wird in Blockveranstaltungen sowie in Vorlesungen und Seminaren. Das Konzept der Blockmodule ist derzeit deutschlandweit einmalig: Jedes Blockmodul erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von drei Wochen, in denen sich die Studierenden intensiv mit einem repräsentativen Projekt eines Fachgebietes auseinandersetzen. Innerhalb dieses Zeitraumes erbringen sie die komplette Projektbearbeitung einschließlich einer abschließenden Prüfungsleistung. Die Studierenden können aus 14 Modulen, darunter zwei englischsprachigen, wählen. Die Module behandeln Themen wie „Dauerhaftigkeit, Instandsetzung und Verstärkung von Massivbauwerken“, „Computeranwendungen/BIM“, „Zustandsbewertung und Ertüchtigung von Brücken“ sowie „Innovation in Civil Engineering“. Mit dem neuen Projektarbeitsraum der Fakultät Bauingenieurwesen steht den Masterstudierenden permanent ein eigener Raum zur Verfügung, der für Lehrveranstaltungen sowie für eigenständige Projektarbeitsphasen genutzt wird.

    Zum Wintersemester 2019/20 startet an der Fakultät Bauingenieurwesen der HTW Dresden der neue Masterstudiengang „Nachhaltiges Ertüchtigen und Bauen im Bestand“.
  • Erfolgreiche Promotion: Katrin Wieczorek

    09.07.2019
    Pressestelle

    Die Verteidigung der Wirtschaftsingenieurin fand kürzlich an der Fakultät für Maschinenbau an der TU Chemnitz statt. Die Arbeit umschreibt ein Analyseverfahren, das Change-Prozesse in ihrer Komplexität erfasst und sowohl technische, organisatorische, rechtliche, finanzielle und psychologische Aspekte berücksichtigt. Der Fokus liegt darauf, den zeitlichen Verlauf eines Change-Prozesses zu rekonstruieren und somit die Kausalitäten zwischen Entscheidungen transparent nachzuzeichnen: So hat zum Beispiel der Kauf eines bestimmten IT-Systems Konsequenzen für die Arbeitsorganisation. Das Analyseverfahren generiert aus verschiedenen Dokumenten, wie Interviews und Besprechungsprotokollen, messbare Variablen. Diese können im Anschluss digital verarbeitet werden und bieten die Möglichkeit, eine Vielzahl komplexer Fallbeispiele automatisiert zu vergleichen. Dadurch kann ein tieferes Verständnis von Gesetzmäßigkeiten bei Change-Projekten in Unternehmen erreicht werden. Die Arbeit entstand an der HTW Dresden unter Betreuung von Professor Rüdiger von der Weth (Fakultät Wirtschaftswissenschaften) im Rahmen eines kooperativen Promotionsvorhabens mit der TU Chemnitz, das durch Professor Egon Müller (TU Chemnitz) unterstützt wurde. Derzeit entwickelt die junge Wissenschaftlerin das Analyseverfahren im Rahmen des Post-doc-Programms der HTW Dresden weiter. Ziel ist, das Verfahren für weitere Anwendungen nutzbar zu machen.

    Katrin Wieczorek (Mitte) hat ihre Dissertation an der Fakultät für Maschinenbau an der TU Chemnitz erfolgreich verteidigt. Die Arbeit entstand an der HTW Dresden unter Betreuung von Prof. Rüdiger von der Weth (Fakultät Wirtschaftswissenschaften) (rechts) im Rahmen eines kooperativen Promotionsvorhabens mit der TU Chemnitz. Hier bei der Gratulation durch Prof. Gestring (Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der HTW Dresden, links).
    HTW Dresden/Peter Sebb
  • Neue Schulkooperation: Gymnasium Dresden-Plauen

    09.07.2019
    Pressestelle

    Ziel ist der Kooperation ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Studienorientierung zu unterstützen und sie bei der Wahl des passenden Studiengangs bis hin zu einem erfolgreichen Start in das Studium zu begleiten. Dabei soll besonders das Interesse für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gestärkt werden. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, die Hochschule im Rahmen von wissenschaftlichen Projektwochen und Betriebspraktika sowie über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Laborbesichtigungen kennenzulernen und „studieren zu probieren“. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler bei der Anfertigung ihrer wissenschaftlichen Jahresarbeit Hilfe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der HTW Dresden erhalten. Zukünftig sollen zusammen mit dem Gymnasium auch Formate für das projektbasierte Arbeiten entwickelt werden.

    Der Vertrag wurde am 8. Juli von Pia Petzoldt (Fachleiterin Naturwissenschaften, Gymnasium Dresden-Plauen), Uwe Hofman (Schulleiter Gymnasium Dresden-Plauen), Prof. Roland Stenzel (Rektor HTW Dresden) und Prof. Ralph Sonntag (Prorektor Lehre und Studium HTW Dresden) unterzeichnet (v.l.n.r.).
    HTW Dresden/Peter Sebb
  • Zusatzqualifikation Messtechnik im Studium erwerben

    08.07.2019
    Pressestelle

    „AUKOM steht für Ausbildungskonzept Koordinatenmesstechnik und ist ein globaler, herstellerunabhängiger Ausbildungsstandard für die Fertigungsmesstechnik.“, erläutert Dr. Thomas Rosenbaum, Professor für Fertigungsmesstechnik/Qualitätsmanagement. „Im Kurs erlernen die Studierenden mathematische, physikalische und messtechnische Grundlagen. Außerdem erfahren sie, wie sie Prüf- und Messablaufpläne anlegen und die Ergebnisse korrekt auswerten. Dabei wird nicht nur Theorie gebüffelt, sondern das Erlernte auch gleich an der Koordinatenmessmaschine in die Praxis umgesetzt.“ In diesem Sommersemester fand der Kurs bereits zum dritten Mal an der HTW Dresden statt. Das Zertifikat stellt mittlerweile eine wichtige Zusatzqualifikation für alle Ingenieurinnen und Ingenieure dar, die Messgeräte bedienen oder entwerfen. Die Studierenden der HTW Dresden haben die Möglichkeit den Kurs in ihr Studium zu integrieren. „Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern erhöht auch die Berufschancen.“, so Professor Rosenbaum. Durch AUKOM werden drei Deutschlandstipendien jährlich an HTW Dresden gefördert. Weitere Informationen zum Studiengang Produktionstechnik: https://www.htw-dresden.de/fakultaet-maschinenbau/studium/produktionstechnik.html

    Alle 12 Studierenden des diesjährigen Kurses konnten ihr AUKOM-Zertifikat erfolgreich abschließen.
  • Einladung: Sommer-Werkschau Design

    04.07.2019
    Pressestelle

    Die Ausstellung bietet wieder spannende Einblicke in die Arbeitsweise von Designerinnen und Designern und die Produktwelten von Morgen. Wie jedes Jahr zum Ende des Sommersemesters gibt es inspirierte und inspirierende Abschlussarbeiten aus dem Masterstudiengang Produktgestaltung zu entdecken. Etwa ein neuartiges Eingabegerät für Virtual-Reality-Spiele oder ein Set aus Porzellan-Artefakten zur ästhetischen Entschleunigung unserer Mahlzeiten. Außerdem kann man sich die Ergebnisse von Kooperationsprojekten anschauen, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen entstanden sind. Mit Unterstützung des Innovationsmanagements des Uniklinikums Dresden wurde zum Beispiel ein Inkubator für Frühgeborene entwickelt, der die Eltern-Kind-Beziehung verstärken soll. Besonders lohnenswert ist die Ausstellung für alle diejenigen, die selbst mit dem Gedanken spielen, sich für den neuen Studiengang Design: Produkt und Kommunikation zu bewerben. Anhand der zahlreicher Entwurfsprojekte und experimenteller Studien, welche die Bachelor-Studierenden absolviert haben, lässt sich viel erfahren über die unterschiedlichen Fertigkeiten, die man im Studium lernt, und die Wege, die in die Welt des Designs führen. Neben Produktdesign-Entwürfen werden auch Arbeiten aus dem Interface-Design sowie Comics und Kurzfilme gezeigt. Die Ausstellung in der vierten Etage des Seminargebäudes der HTW Dresden ist Donnerstag, 11. Juli, von 12 bis 18 Uhr und Freitag, 12. Juli 2019, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Studierende und Lehrende führen durch die Ausstellung und stehen für Fragen zur Verfügung.

    Zur Werkschau der Fakultät Design gibt es Projekt- und Abschlussarbeiten des Sommersemesters zu sehen, z.B. ein VR-Controller für Computerspiele von Charline Theres Hecker.
    Hecker
  • Sächsischer Umweltpreis 2019

    04.07.2019
    Pressestelle

    Mikroplastik erfährt momentan in der Öffentlichkeit sehr viel Aufmerksamkeit. Auch in sächsischen Gewässern und Böden finden sich die kleinen Kunststoffteilchen. Als Bundesland mit mehreren grenzüberschreitenden Gewässern sowie einem hohen Aufkommen an Transitverkehr ist in Sachsen von besonderem Interesse, inwieweit der Eintrag auch durch Import aus anderen Ländern erfolgt. Welches Ausmaß dieser Import hat und wie die Folgen für die Umwelt sind, ist immer noch nicht sicher abschätzbar. Für die Beurteilung der Gewässergüte bezüglich der Belastung mit Mikroplastikpartikeln gibt es derzeit weder nationale noch internationale rechtliche Grundlagen. Um die Art und Menge an Mikroplastik zu bestimmen, kommt in der Wissenschaft eine Vielzahl an Methoden zum Einsatz. Diese sind meist zeitintensiv, kostenaufwändig oder erfordern Vorbehandlungen, welche die Zusammensetzung der Mikroplastikpartikel verändern können. Die Chemieingenieurin Mandy Weise zeigte in ihrer Masterarbeit, wie derartige Analysen schnell und praxistauglich mittels Dynamischer Differenzkalorimetrie (engl. Differential Scanning Calorimetry, kurz DSC) durchgeführt werden können. Auf dieser Grundlage entwickeln die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Technische Chemie/Polymerchemie“ mit Nancy Hofmann, Yasmin Adomat, Sven Frenzel, Lucas Kurzweg, Leila Izadi Mazole und Carsten Großmann eine kostengünstige, schnelle und robuste Analysenmethode für ein praxistaugliches Monitoring. Zusammen mit Experten der Gewässerkunde, Kunststoff- und Elektrotechnik verschiedener sächsischer Einrichtungen wie dem Leibniz-Institut für Polymerforschung und dem LfULG hat sich die Arbeitsgruppe um Drittmittel beworben, um die Methode nun für den Einsatz in der Praxis zu optimieren. „Denkbar wäre es, dieses Verfahren zukünftig routinemäßig im sächsischen Gewässermessnetz anzuwenden, um die Belastung durch Mikroplastik zu erfassen. So können aktuelle Eintragsereignisse gegenüber der seit Jahrzehnten angesammelten Grundlast schnell erkannt und nachhaltige Lösungen entwickelt werden, um die Einträge zu minimieren und Gewässer und Lebewesen vor weiteren Belastungen zu schützen.“, so Professorin Harre. Weiterer Sonderpreis für Gründungsschmieden-Team Einen weiteren Sonderpreis „Innovative Startups“ erhielt mit Mata-Books ein ehemaliges Team aus der Gründungsschmiede für ihr Konzept, vegane Bücher aus Graspapier zu produzieren und zu vertreiben. Der Sächsische Umweltpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Die diesjährige Verleihung fand am 1. Juli in Zwickau statt.

    Der sächsische Umweltminister Thomas Schmidt hat am 1. Juli 2019 die Sächsischen Umweltpreise 2019 verliehen. Die Arbeitsgruppe „Technische Chemie/Polymerchemie“ gehört zu den diesjährigen Preisträgern.
    Andre Wirsing
  • In welcher Gesellschaft wollen wir zukünftig leben?

    03.07.2019
    Pressestelle

    Die HTW Dresden bekennt sich klar und eindeutig zu Weltoffenheit, Toleranz und der Achtung der Menschenwürde unabhängig von sozialer, ethnischer und religiöser Herkunft. Diese Werte sind in unserem Leitbild niedergelegt und sie sind – wie auch die Freiheit von Lehre und Forschung – für uns unantastbar. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl ist es uns ein Anliegen, dieses Bekenntnis noch einmal zu bekräftigen. Bildung, Wissenschaft und Forschung benötigen Offenheit und Vielfalt. Neue Erkenntnisse und Innovationen können nur in einer pluralistischen Gesellschaft entstehen, in der es Raum gibt für Diskurse und in der andere Lebensweisen und Meinungen nicht nur akzeptiert und toleriert, sondern als gewinnbringende Faktoren angesehen, einbezogen und gelebt werden. Eine Kultur des Miteinanders und des Austauschs ist an unserer Hochschule seit jeher eine Selbstverständlichkeit. In jedem Semester begrüßen wir zahlreiche internationale Gäste an unserer Hochschule, gleichzeitig werden viele unserer Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in anderen Ländern willkommen geheißen. Dieser Austausch gibt immer wieder neue Impulse und bereichert unsere Arbeit. Solch ein offenes Umfeld wünschen wir uns auch weiterhin für unsere Hochschule und darüber hinaus für ganz Sachsen. Deshalb laden wir alle Mitglieder der Hochschule ein, sich aktiv einzubringen. Informieren Sie sich und machen Sie sich selbst ein Bild von den Programmen der Parteien. Vor allem aber nutzen Sie Ihr Recht am 1. September 2019 zu wählen – ob per Briefwahl oder direkt im Wahllokal. Wir alle sind dazu aufgerufen, die Gesellschaft, in der wir zukünftig leben, lernen, lehren und forschen wollen, mitzugestalten.

    Gemeinsame Stellungnahme des Senates, des Studentinnen- und Studentenrates sowie des Personalrates der HTW Dresden zur Landtagswahl in Sachsen.
    pexels/rawpixel

HTWD in den Medien

Medienspiegel HTW Dresden (intern)