-
Dresden is(s)t bunt. Ein Gastmahl für alle.
28.08.2025Geoinformation PressestelleJedes Jahr wird mitten in der Dresdener Innenstadt eine lange Festtafel aufgebaut und alle sind herzlich eingeladen, bei gutem Essen und in fröhlicher Atmosphäre Gastfreundschaft zu zeigen, sich auszutauschen und einander kennenzulernen. Bereits seit einigen Jahren unterstützt die Fakultät Geoinformation die Organisation der Veranstaltung, indem sie die Standorte der Tische vermisst und markiert. „Die Initiative geht auf einen ehemaligen Kollegen zurück“, erzählt Udo Steinborn. „Wir führen sie gerne weiter und freuen uns, auch in diesem Jahr wieder einen kleinen Beitrag zu leisten.“ In diesem Jahr werden Christian Wolfram und Torsten Knebel die Vermessung durchführen. Die Unterlagen, wie die Tische stehen sollen, erhalten sie vom Organisationsteam der Cellex Stiftung. Diese werden für die Absteckung vorbereitet und danach vor Ort die Markierungen zum Aufstellen der Tische gesetzt. Die Markierungen auf dem Pflaster sind möglichst unauffällig – sie sollen zwar gut sichtbar sein, aber auch nicht so auffällig, dass sie störend sind. „Die Unterstützung durch das Team der Fakultät Geoinformation ist eine große Hilfe, für die wir sehr dankbar sind!“, so Sarah Zinn von der Cellex Stiftung. Alle Mitglieder der Hochschule sind herzlich eingeladen, sich am 1. September ab 16.00 Uhr an die langen Tafeln auf der Hauptstraße zu gesellen. Weitere Informationen: 9. Gastmahl "Dresden is(s)t bunt" am 1. September 2025

-
Erfolgreich promoviert: Kai Zernsdorf
27.08.2025Bauingenieurwesen ForschungIn seiner Dissertation befasst sich Kai Zernsdorf mit dem Thema „Numerische Modellierung des Tragverhaltens mineralisch gebundener Carbonfaserbewehrung“. Dabei untersuchte er mineralisch gebundenen Carbonfaser-Bewehrung (MCF). Diese macht Beton leichter, tragfähiger und hitzebeständiger. In einem Modell wurde das Verhalten dieses Materials realitätsnah simuliert. So lassen sich Tragfähigkeit, Rissbildung und Verformungen besser vorhersagen – ein wichtiger Schritt für den künftigen Einsatz von Carbonbeton im Bauwesen. Die Promotion wurde kooperativ durch Prof. Dr. Ivo Herle (TU Dresden), Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. em. Manfred Curbach (TU Dresden), Prof. Dr. Thomas Bösche (HTW Dresden), Prof. Dr. Klaus Holschemacher (HTWK Leipzig) und Prof. Dr. Holger Flederer (HTW Dresden) wissenschaftlich begleitet. Über die kooperative Promotion Eine kooperative Promotion ist ein gemeinsames Promotionsverfahren zwischen einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) und einer Universität. Dabei erfolgt die wissenschaftliche Betreuung durch Professorinnen und Professoren beider Einrichtungen. Die Promovierenden sind in Forschungsprojekte an der HAW eingebunden, während der Doktortitel von der kooperierenden Universität verliehen wird. Dieses Modell ermöglicht praxisnahe Forschung auf hohem wissenschaftlichem Niveau.

-
HTWD beim Tag der offenen Tür des BMFTR
27.08.2025Industrie 4.0 Modellfabrik Informatik / MathematikDer Schach-Cobot zeigte eindrucksvoll, wie die effiziente Zusammenarbeit von Mensch und Maschine funktionieren kann: Ein Mehrkamera-System erfasst kontinuierlich die Umgebung. Die visuellen Daten werden von einer KI analysiert, die Objekte erkennt und ihnen eine Bedeutung zuweist. Nach jedem Zug analysiert der Roboter die Veränderungen auf dem Schachbrett und reagiert auf die Aktion seines Mitspielers – genau wie in realen Szenarien in der Produktion, der Pflege oder vielen anderen Anwendungen. Anschließend wird eine optimale Strategie berechnet, und das System steuert den Roboterarm präzise, um den nächsten Zug auszuführen. Ein echtes Highlight: Vor allem die jungen Gäste waren begeistert von der Zusatzfunktion, mit der der Roboter umgefallene Figuren wieder aufstellt oder das Schachbrett nach einer Partie vollständig aufräumt. Da leuchteten Kinderaugen und so mancher wünschte sich gleich einen „Aufräumroboter fürs Kinderzimmer“. “Wir haben mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern spannende Gespräche geführt – über angewandte Forschung, kognitive Systeme und unsere Visionen für die Fabrik der Zukunft. Vielen Dank an das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt für die Einladung und an alle, die uns an diesem Wochenende besucht, mitgespielt und mit uns über die Zukunft von KI und Robotik diskutiert haben! Für uns hat sich wieder einmal gezeigt, welche zentrale Rolle die Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) hat, welche das BMFTR mit seiner Förderung gezielt unterstützt, um Innovationen aus der Forschung direkt mit der Praxis voran zu bringen”, resümiert Projektleiter Professor Dirk Reichelt.

-
Still auf den Fluren – aber richtig was los im Studentensekretariat
26.08.2025PressestelleWie jeden Sommer dreht sich hier alles um den Start ins neue Wintersemester. Aktuell bearbeiten die Kolleginnen rund 4000 Bewerbungen – das bedeutet jede Menge Unterlagen, E-Mails (circa 100 Anfragen am Tag!) und Rückfragen. Auch viele internationale Bewerberinnen und Bewerber werden beraten und betreut. Trotz Urlaubszeit läuft der Betrieb durchgehend. Neben der Prüfung und Bearbeitung von Bewerbungen kümmern sich die Kolleginnen gleichzeitig um: die Immatrikulation der neuen Studierenden, persönliche und telefonische Sprechzeiten , die Betreuung der bereits eingeschriebenen Studierenden und das gesamte Tagesgeschäft. Ein besonderes Projekt in diesem Jahr: die Einführung der neuen Campus Card . Diese beinhaltet nicht nur den Studierendenausweis, sondern auch viele weitere Funktionen. Derzeit werden 3500 Karten für unsere Bestandsstudierenden neu ausgestellt – plus die Karten für alle, die sich gerade neu immatrikulieren. Ob Rückmeldung, Bewerbung oder neue Ausweise: Das Team des Studentensekretariats gibt alles, damit der Semesterstart reibungslos läuft.

-
Language Summer School 2025 des ZFS erfolgreich durchgeführt
22.08.2025Zentrum für Fremdsprachen41 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus allen Mitgliedsgruppen der Hochschule besuchten Ende Juli die Kurse. Zur Auswahl standen die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch. Das sagen die Teilnehmenden: „Besonders toll fand ich das Angebot der Blockwoche zum Sprachenlernen …. gern wiederholen.“ „… vor allem die praktischen Gruppengespräche fand ich gut.“ „Es wäre gut, wenn dieses Format regelmäßig angeboten würde! Ich bin jederzeit gern wieder dabei!“ „I enjoyed the talking and using the language over a longer period of time. She was very good to give everybody a chance to speak and adapt the correction to the level of the student.” Finanziert wurde die Summer School mit Unterstützung der Stabstelle Internationales aus Mitteln des Erasmus-Programms.

-
Design trifft Wissenschaft: Interaktives Exponat der HTWD macht Umweltforschung mit allen Sinnen erfahrbar
22.08.2025Design Forschung Landbau / Umwelt / Chemie TransferKomplexe Forschung sichtbar, hörbar und sogar fühlbar zu machen – das schafft ein neuartiges multisensorisches Vermittlungsinstrument, das von Designer*innen und Forschenden der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) entwickelt wurde. Der Aufbau des interaktiven Exponats erlaubt es Nutzenden, sich einem Forschungsgegenstand von drei Perspektiven aus zu nähern: Der Prototyp verbindet eine interaktive Multitouchanwendung mit einer immersiven VR-Umgebung und realen haptischen Materialproben und Pflanzen aus der Forschung. So wird Wissenschaft nicht nur verständlich, sondern auch erfahrbar. Wofür kann das Exponat genutzt werden? Das Exponat dient als interaktives Werkzeug für Wissenstransfer, frühe Beteiligung und Dialog zwischen Öffentlichkeit und Forschung. Es bietet eine multisensorische Erfahrung, die unterschiedliche Zugänge zu komplexen Forschungsthemen eröffnet. Durch exploratives Erleben können auch fachfremde Personen ein grundlegendes Verständnis zu einem Forschungsgegenstand entwickeln. Ziel ist es, Interesse zu wecken und die Bereitschaft zu fördern, sich vertiefend mit wissenschaftlichen Inhalten auseinanderzusetzen – idealerweise im direkten Gespräch mit Forschenden vor Ort. Für verschiedene Forschungsinhalte geeignet, findet das Instrument seinen ersten prototypischen Anwendungsfall in der Ökologischen Gewässerentwicklung. Es zeigt, wie bepflanzte Schwimminseln dazu beitragen können, urbane Gewässer ökologisch aufzuwerten – etwa durch Erhöhung der Artenvielfalt, Verbesserung der Wasserqualität und die Rückgewinnung wertvoller Uferstrukturen. Damit leistet es einen Beitrag zur Umweltbildung, zur Stadtentwicklung und zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe an Forschung. Drei Perspektiven – Drei Zugänge? Das Besondere an dem interaktiven Instrument ist der Zugang über drei Seiten: Die Kombination aus Multitouchscreen, VR-Brille und Materialtisch sorgt dafür, dass man sich einem Forschungsgegenstand auf drei verschiedene Arten nähern kann. So wird aus der reinen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten eine sinnliche Erfahrung. Digitale Zeitreise (Multitouch-Screen) Ein interaktiver Multitouch-Screen lädt die Nutzenden dazu ein, in eine visuell eindrucksvolle Darstellung der Gewässerentwicklung einzutauchen. Im Zeitverlauf wird erfahrbar, wie sich Urbanisierung auf Wasserqualität, Artenvielfalt und die Stabilität von Uferzonen auswirkt. Durch Infografiken, animierte 3D-Grafiken und eine intuitive Bedienung wird eine aktive und sinnlich-ansprechende Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten auf direktem Weg ermöglicht. Immersion und Perspektivwechsel (VR-Brille) In der 360°-VR-Umgebung erleben Nutzende das Innere einer bepflanzten Schwimminsel aus der Perspektive eines Frosches – auf Augenhöhe mit Wasseroberfläche und Vegetation. Die immersive Darstellung lässt Grashalme wie Bäume in den Himmel ragen, Bewegungen im Umfeld wirken überdimensioniert und unmittelbar. Durch die auditive Untermalung wird dieser Perspektivwechsel noch verstärkt. Raschelnde Blätter, das Summen von Insekten, das entfernte Plätschern eines Wasserlaufes – all das erzeugt ein Klangbild, das die visuelle Wahrnehmung ergänzt und den eigenen Körper im Raum verortet. Dinge, die sonst übersehen werden, rücken in den Vordergrund. Forschung zum Anfassen (Materialstation) Auf einem Tisch laden Realexponate bepflanzter Schwimminseln sowie deren Trägermaterialien und Pflanzen zum Erkunden ein. Es können zwei verschiedene Stadien schwimmender Vegetationsbestände in Miniaturform sowie deren biobasierte Schwimmkörper angefasst und untersucht werden. Diese direkte Auseinandersetzung holt komplexe Inhalte aus dem abstrakten Raum der Theorie in die physische Realität. Unterschiede werden nicht nur erkannt, sondern gespürt. Diese taktile Erfahrung schafft einen intuitiven Zugang und aktiviert das Interesse, sich näher mit den Zusammenhängen zu beschäftigen. Wo war das Exponat bereits im Einsatz? Das interaktive multisensorische Exponat wurde bereits auf mehreren Veranstaltungen von Interessierten exploriert – unter anderem bei der Langen Nacht der Wissenschaften in Dresden sowie der Sächsischen Innovationskonferenz von futureSAX. Zuletzt war es im COSMO Wissenschaftsforum im Rahmen der Ausstellung „[un]sichtbar" zu sehen. Weitere Ausstellungen und Veranstaltungen folgen. Auch ist das Team stets daran interessiert, seine Expertise weiterzugeben und die eigenen Instrumente konstant weiterzuentwickeln. Über die Projektverantwortlichen Das Projekt des Designteams um Prof. Diana Simon und des Forschungsteams um Prof. Henning Günther wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Forschungsinhalte kommen dabei aus der Ökologischen Gewässerentwicklung, während die Designer*innen Werkzeuge für den Wissenstransfer gestalten, um Forschungsergebnisse zielgruppengerecht und effektiv zu kommunizieren. Zukünftig plant das Designteam – neben Forschungsinhalten aus dem Projekt – auch für externe Partner aktiv werden.

-
Interim-Bibliothek öffnet im Z-Gebäude
21.08.2025BibliothekAb 25. August stehen Ihnen sämtliche Services der Hochschulbibliothek im Erdgeschoss des Z-Gebäudes zur Verfügung.

-
Prof. Dr.-Ing. Melanie Elias ist neue Professorin an der Fakultät Geoinformation
21.08.2025GeoinformationZuvor war sie unter anderem am Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung sowie am Institut für Kartographie der Technischen Universität Dresden (TUD) tätig und wirkte führend im TUD-Kompetenzzentrum für unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS/UAV) mit. Als freiberufliche Dozentin leitete sie Seminare, unter anderem für das Landeskriminalamt Sachsen, im Bereich der 3D-Rekonstruktion und Visualisierung. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen insbesondere in der 4D-Veränderungsdetektion mittels multimodaler Daten und deren Kartierung im Umweltmonitoring. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einsatz von Smartphones als Geosensoren und Visualisierungsplattformen. Besonders am Herzen liegt ihr dabei die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die Förderung interdisziplinärer Ansätze. In der Lehre legt Prof. Dr. Elias großen Wert darauf, Studierende für moderne Methoden der Geodatenanalyse sowie -visualisierung einschließlich KI zu begeistern, zum kritischen Denken anzuregen und individuelle Perspektiven zu fördern. Sie freut sich auf die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen und Studierenden sowie darauf, neue Impulse für Forschung und Lehre an der Hochschule zu setzen.

-
Vertraute Stimmen gegen die Einsamkeit
19.08.2025Design Forschung TransferÄltere Menschen sind oft einsam, insbesondere wenn sie gesundheitlich eingeschränkt oder auf Pflege angewiesen sind. Smartphone oder Tablet bieten zwar Kontaktmöglichkeiten, doch sind viele Ältere nicht in der Lage, die moderne Technik zu nutzen. Hier setzt das Projekt HILDE der HTW Dresden an. Das dreijährige Forschungsvorhaben hat das Ziel, durch leicht handhabbare digitale Kommunikationsmittel die sozialen Kontakte zu verbessern und der Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken. „HILDE steht für Haptische Interfaces für lebendige, digitale Erfahrungen“, erklärt Projektleiterin Joanna Dauner, Professorin für Gestaltung an der Fakultät Design der HTWD. „Mittels einer einfach anwendbaren, barrierearmen Technologie möchten wir den Austausch mit Nahestehenden über Distanzen hinweg ermöglichen.“ Interaktive Gegenstände sollen die Nutzung leicht machen und dazu verhelfen, selbstbestimmt und spielerisch mit Freundinnen und Freunden oder Verwandten in Verbindung zu treten. Suche nach bedarfsgerechter Lösung Die Projektidee entstand während der Corona-Pandemie, als jüngere Menschen auf digitalem Weg ihre sozialen Kontakte pflegen konnten, dies vielen Älteren aber verwehrt blieb. Wie ließe sich das mithilfe geeigneter Technik ändern? Um Bedarf und Akzeptanz zu analysieren, wurden Seniorinnen und Senioren in die Forschungsarbeit mit eingebunden. Über persönliche Beziehungen zur Heimleitung gelang es trotz Corona-Einschränkungen, das Gulielminetti Seniorenwohn- und Pflegeheim in Marktoberdorf im Allgäu als Kooperationspartner zu gewinnen. „Zehn Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung nehmen an dem Projekt teil“, so Joanna Dauner. „Für Angehörige und das Pflegepersonal haben wir im Vorfeld Workshops organisiert und sie in das Projekt einbezogen, weil ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen unverzichtbar sind.“ Ein erster Ansatz bestand darin, ein Tablet mit seniorenfreundlicher Benutzeroberfläche um haptische interaktive Elemente zu erweitern. Es stellte sich jedoch heraus, dass daran kein Interesse besteht, weil diejenigen, die ein Tablet nutzen, mit den vorhandenen Geräten gut klarkommen. Dagegen sind Menschen, die unter Einschränkungen wie fehlender Feinmotorik, kognitiven Störungen oder Demenz leiden, mit dieser Technik generell überfordert. Sie benötigen eine einfachere Lösung. Interaktion über einen Gegenstand Der neue Ansatz basiert auf einem leicht zu bedienenden Tonabspielgerät ähnlich der von der Firma Tonies für Kinder konzipierten würfelförmigen Toniebox. Die Anwendung ist denkbar einfach: Wird ein kleiner Gegenstand auf diese Lautsprecherbox gestellt, startet die Audiowiedergabe. Die Box erlaubt so eine intuitive Steuerung über eine haptische Interaktion. Gemeinsam mit Partnerinnen und Patnern und in enger Zusammenarbeit mit dem Gulielminetti-Haus entwickelte das Team der HTWD eine derartige Box speziell für ihre Zielgruppe. Doch nicht Hörbücher oder Musik sollen aus dem Lautsprecher ertönen, sondern individuelle Aufnahmen mit ganz persönlichen Inhalten unter dem Motto „Weißt du noch?“ Erfahrungen zeigen, dass kognitiv eingeschränkte Menschen auf Geschichten positiv reagieren. Die Idee ist, dass Kinder, Enkel oder Bekannte von Erlebnissen berichten oder Geschichten erzählen und dies aufnehmen. Beim Abspielen der Audiodatei sind dann die vertrauten Stimmen zu hören, die vielleicht Erinnerungen wachrufen und Nähe zu den sprechenden Personen herstellen. „Wir haben das im Seniorenheim ausprobiert“, berichtet Joanna Dauner. „Ein Sohn hat für seine demente Mutter Gebete gesprochen. Die digitale Aufnahme wurde mit einer kleinen Marienfigur verknüpft, die der alten Frau viel bedeutet. Immer, wenn sie diese auf die Box stellt, hört sie die Stimme ihres Sohnes, was ihr sichtlich Freude macht.“ Weitere Anwendungsmöglichkeiten Bis Jahresende wollen die Partner an der Weiterentwicklung der Demonstrator-Box arbeiten. Die Firma Awesome Technologies stellt das Backend, das die Datenverarbeitung steuert, und gewährleistet den Datenschutz. Auch bietet sie ein eigenes datenschutzkonformes Chat-System für weitere Anwendungsmöglichkeiten wie das Senden und Empfangen von Nachrichten. Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung entwickelt eine Anzeige am Gerät, die durch Formgedächtnislegierungen – Materialien mit der Fähigkeit, ihre Form zu ändern und ihre ursprüngliche Gestalt wieder anzunehmen – gesteuert wird. Mit den ethischen Aspekten der Technik und der Durchführung der Studien beschäftigt sich die Forschungsgruppe Geriatrie der Charitè – Universitätsmedizin Berlin. Anfang 2026 soll eine Abschlussstudie zeigen, ob das Gerät die nötige Akzeptanz findet und dabei hilft, Einsamkeit zu überwinden. „Für den mehrwöchigen Test suchen wir noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, sagt die Projektleiterin. „Erfüllt die Box ihren Zweck, könnte man sie langfristig auf den Markt bringen, zumal die technologische Basis größtenteils vorhanden ist. Wir haben in dem Projekt aber auch viele zusätzliche Erkenntnisse gewonnen, die wir gerne weitergeben möchten.“ Das Projekt „HILDE” wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und läuft bis April 2026.

-
Stipenden für Studium und praktisches Training bei TSMC in Taiwan
11.08.2025InternationalLiebe Studierende, Sie studieren Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Physik oder Chemie? Dann bietet Ihnen das Semiconductor Talent Incubation Programm Taiwan (STIPT) eine einmalige Chance: Bewerben Sie sich im nächsten Call für ein stipendiengefördertes internationales Studien- und Praxisprogramm in Taiwan – dem Hotspot der globalen Halbleiterindustrie! Besonders gefragt sind Studierende aus den folgenden Fachrichtungen: Elektrotechnik (Electrical Engineering) Mikroelektronik (Microelectronics) Nanoelektronik (Nanoelectronics) Werkstoffkunde (Materials Science) Mechatronik (Mechatronics) Maschinenbau (Mechanical Engineering) Gerätetechnik (Equipment Engineering) Automatisierungstechnik (Automation Technology, Automation Engineering) Robotik (Robotics) Sensorik (Sensoric) Informatik (Computer Science, Information Technology) Gemeinsam mit Partnerhochschulen in Sachsen kooperiert das STIPT-Programm mit der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited (TSMC) sowie den renommierten Universitäten National Taiwan University (NTU), National Taiwan University of Science and Technology (NTUST oder TaiwanTech) und der National Yang Ming Chiao Tung University (NYCU) . Sie erwartet ein spannendes Kursprogramm – praxisnah, zukunftsorientiert und eng verknüpft mit den Schlüsselthemen der Halbleiterbranche. Das Highlight: Nach vier Monaten an der der taiwanischen Hochschule schließt du das Programm mit einem zweimonatigen praktischen Training bei TSMC ab – einem der weltweit führenden Unternehmen im Halbleitermarkt. Möglichkeiten für Ihre Bewerbung über das Leonardo-Büro Sachsen: Vergabe von Restplätzen für das SS 2026 mit einem Studienaufenthalt an der NTU – Call öffnet am 1. September 2025 Neuer Call für WS 2026/2027 mit einem Studienaufenthalt an der NTUST oder der NYCU – Call öffnet im November 2025 Infoveranstaltungen für Bewerbung um Restplätze finden am 22.8. 13 Uhr und am 3.9. 13 Uhr statt. Sichern Sie sich bestenfalls einen Termin für ihre Bewerbung in Ihrem Kalender! Link zu den Ausschreibungen: https://www.leo.tu-dresden.de/stipt Link zum Programm: https://tu-dresden.de/studium/im-studium/auslandsaufenthalt/programme-und-foerdermoeglichkeiten/semiconductor-talent-incubation-program
