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Von der Vorlesung zum eigenen Business
23.09.2025GründungWie entstand die Idee zu eurem Unternehmen? Den Anstoß gab uns damals das Fach Baukonstruktion. Darin sollten wir einmal praktische Überlegungen rund um das Thema Gebäudeverschmutzung anstellen. Schnell sind wir mit unserem Professor dann über verschmutzte Dachrinnen ins Gespräch gekommen - ein Thema, das viele Eigenheimbesitzer jeden Herbst aufs Neue umtreibt. Wir haben uns gefragt, ob es am Markt eigentlich vernünftige Lösungen gibt, um Dachrinnen effektiv zu reinigen. Mit der Mutmaßung, dass dem nicht so sei, gingen wir der Sache näher auf den Grund. Wann fiel der Startschuss, sich mit dem Thema ernsthafter auseinanderzusetzen? Im Wahlpflicht Modul Praxis der Existenzgründung (PdE) im 5. Semester sahen wir dann die Chance, weiter an unserer Dachrinnen-Reinigungs-Idee zu arbeiten. Im Modul soll ein Business Plan für ein Produkt entstehen, das ein praktisches Problem löst und so haben wir uns mit unserer Produktidee hier gleich weiter intensiv auseinandergesetzt. Nach Modulende stand fest, dass wir unsere Idee über die PdE hinaus praktisch umsetzen wollen. Wart ihr damit erfolgreich? Ja und Nein. Unsere ursprüngliche Idee, Dachrinnen mit Hilfe von Drohnen zu reinigen, mussten wir verwerfen. „Zu wenig praktikabel“ - so das Feedback aus Gesprächen mit potenziellen Kundengruppen. Ganz verfehlt war die Idee jedoch nicht, denn Dachdecker haben in dem Einsatz von Drohnen einen echten Mehrwert für die Inspektion ihrer Dächer gesehen. Das Konzept, Dächer zu befliegen, Schäden aufzunehmen und per Software zu dokumentieren, führte dann schnell zu einem ersten gemeinsamen Pilotprojekt mit der Thomas Wagner GmbH und später zu ersten Umsätzen. Unter anderem zählte das Städtische Klinikum Dresden zu unseren ersten Kunden. Wie ging es dann für euch weiter? Aus dem Konzept der Dachbefliegung ist unser Unternehmen „Digital Roof – Die Dresdner Drohnenpiloten“ entstanden, bei dem wir uns fortan auf den Einsatz von Drohnen im Bereich der Schadenserkennung bei Gebäuden spezialisierten. Von unserer ursprünglichen Idee, ein Produkt zur Dachrinnenreinigung zu bauen, wollten wir aber nicht ablassen. Wir erweiterten unser Team mit dem Maschinenbau-Studenten Loris Kunze und begannen zu tüfteln, haben erste Prototypen entwickelt und uns Feedback eingeholt. Unser Ziel, ein leicht bedienbares, kostengünstiges Produkt zu entwickeln, konnten wir umsetzen und haben darauf auch ein Patent angemeldet. Wer hat euch auf dieser Reise unterstützt? Im Lab X und in der Gründungsschmiede haben wir immer wieder wichtige Impulse bekommen. „Wer ist eigentlich euer Kunde?“ und „Wie wollt ihr mit eurer Lösung denn Geld verdienen?“ waren Fragen, mit denen wir uns intensiv auseinandersetzen mussten. In Gründungsseminaren konnten wir wichtige Connections, zum Beispiel zu Patentanwälten, knüpfen. Und die Gründungsförderung InnoStartBonus des Freistaat Sachsen hat uns in der Anfangsphase finanziell den Rücken freigehalten. Was steht als nächstes bei euch an? Bei Digital Roof sind wir nach wie vor darauf fokussiert, Dachdecker und Immobilienverwalter bei ihrer Arbeit zu unterstützen und unser Leistungsportfolio stets zu optimieren und zu erweitern. Bezüglich der Dachrinnenreinigung möchten wir, dass unser Produkt möglichst zeitnah unter die Menschen kommt und ihnen einen großen Mehrwert liefert. Deshalb sind wir derzeit auf der Suche nach einem etablierten Partnerunternehmen, mit dem wir gemeinsam unsere Erfindung in die Produktion und Vermarktung bringen können. Welche Learnings aus eurer eigenen Gründungsreise könnt ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben? Wir mussten lernen, uns von der Vorstellung der eierlegenden Wollmilchsau zu verabschieden, uns bei der Produktentwicklung für einen Weg zu entscheiden und damit einhergehend auch Abstriche in Kauf nehmen. Wichtig ist, den Bedarf des Marktes im Auge zu behalten und sich daran auszurichten. Testet euer Produkt immer wieder und baut das Feedback in die Entwicklung ein. Wenn ihr dem Kunden mit eurer Lösung einen echten Mehrwert liefert, führt das letztendlich zum eigenen unternehmerischen Erfolg. Hier geht's zur Website von „Digital Roof – Die Dresdner Drohnenpiloten“

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HTWD Rektor Professor Ingo Gestring im ZEIT-Podcast „Stand der Forschung“
22.09.2025Forschung Pressestelle WirtschaftswissenschaftenOb beim Einkauf im Supermarkt, in der Automobilproduktion oder bei der Herstellung von Jeans: Lieferketten durchziehen unser Leben. Doch wie können sie sozial und ökologisch verantwortungsvoll gestaltet werden, wenn sie tausende Kilometer, mehrere Länder und zahlreiche Akteure umfassen? In dem einstündigen Gespräch mit Host Jonas Ross erläutert Ingo Gestring, Professor für Materialwirtschaft und Produktionslogistik, welche Rolle Digitalisierung und Künstliche Intelligenz spielen, wie Frühwarnsysteme Ausfälle vermeiden können und warum Forschungsergebnisse international gedacht werden müssen. „Das Schöne an meinem Gebiet ist, dass es sehr leicht rüberzubringen ist, denn jeder macht es. Lieferketten betreffen uns alle, ob beim Einkauf im Supermarkt oder beim Jeanskauf“, so Ingo Gestring. Der Podcast greift zudem aktuelle politische Diskussionen auf, zum Beispiel das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das faire Arbeitsbedingungen, umweltschonenden Rohstoffabbau und CO₂-neutralen Transport anstrebt. Ingo Gestring zeigt auf, wo Unternehmen ansetzen können, um ihre Lieferketten nachhaltiger zu gestalten, und erklärt, warum Neugier und Innovationsfreude für Studierende heute entscheidend sind. Mit dieser Kooperation ist die HTWD die erste Hochschule, die im neuen ZEIT-Podcast eine Deep-Dive-Folge gestaltet. Jetzt reinhören: stand-der-forschung.podigee.io Gewinnung und Qualifizierung professoralen Personals an der HTWD Die Kooperation mit dem ZEIT-Podcast ist ein Beispiel für die Aktivitäten von prof@HTWD, dem Programm der HTWD zur Gewinnung und Qualifizierung von professoralem Personal (FH-Personal). Ziel des Projektes ist es, Transparenz über die Rahmenbedingungen und Einstellungsvoraussetzungen einer HAW-Professur zu schaffen und Einblicke in den Berufsalltag zu geben. Gleichzeitig unterstützt das Programm das Berufungsmanagement, begleitet Berufungskommissionen und hilft bei der aktiven Ansprache geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten. Für wissenschaftlichen Nachwuchs, Postdocs, Promovierende sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis bietet das Projekt-Team regelmäßig Veranstaltungsformate wie die Coffee Hours, in denen Talente mit Interesse an einer HAW-Professur u.a. mehr über das Berufungsverfahren und Berufsbild erfahren. Darüber hinaus fördert das Programm die Arbeitgeberkommunikation der HTWD, um die Hochschule als attraktive Arbeitgeberin im Hochschulbereich sichtbar zu machen.

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Expedition zur Vermessung von Aquädukten im Süden Perus
22.09.2025GeoinformationEnde August bis Mitte September fand die inzwischen 14. Messkampagne der Fakultät Geoinformation der HTWD in der Region Nasca im Süden Perus statt. Ziel der Kampagne, an der Prof. Dr. Bernd Teichert und MSc. Christiane Richter teilnahmen, war die Vermessung und Dokumentation präkolumbischer Aquädukte. Die Aquädukte in der Region um Nasca gehören zu den ältesten Bewässerungsanlagen in der andinen Welt. Sie stellen ein weitverzweigtes, ausgeklügeltes Bewässerungssystem dar, das bis heute Wasser aus unterirdischen Quellen in eines der trockensten Gebiete der Welt bringt und damit über Jahrtausende hinweg die Lebensgrundlage für viele Menschen in dieser Region darstellte. Einige der Aquädukte werden bis heute insbesondere für die Landwirtschaft genutzt. Daher wurde bereits vor zehn Jahren ein interdisziplinäres Projekt gestartet, in dem das Potenzial der Aquädukte für eine Anerkennung als Weltkulturerbe evaluiert werden sollte. Eine erste Messkampagne im Jahr 2016 diente der vermessungstechnischen Erfassung der Aquädukte im Nasca- und Taruga-Tal. Mit GPS wurden damals insgesamt 34 Aquädukte erfasst, bezüglich ihres aktuellen Zustandes analysiert und kartographisch dokumentiert. Für einige Anlagen erfolgte zudem eine Befliegung mittels UAV (ugs.: Drohne). Inzwischen konnten mehrere Aquädukte von den örtlichen Behörden instandgesetzt und auch für Touristen zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig haben Überschwemmungen infolge von El Niño Ereignissen zu Zerstörungen an einzelnen Aquädukten geführt. Daher bestand die Aufgabe der diesjährigen Kampagne darin, den Zustand der Anlagen zu dokumentieren und gleichzeitig die noch fehlenden Aquädukte im weiter südlich gelegenen Las Trancas-Tal mit GPS zu vermessen, um einen vollständigen Überblick über alle noch vorhandenen Bewässerungsanlagen in der Nasca-Region zu erhalten. Weitere Informationen zum Projekt und den Ergebnissen findet man hier: Aquädukte in Nasca/Peru Auch der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet auf seiner Webseite über das Forschungsprojekt und die aktuelle Messkampagne: Dresdner Geologie-Team erforscht Perus National-Geheimnis | MDR.DE

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Einweisungsveranstaltungen WS 25/26
22.09.2025Informatik / MathematikDienstag, 30.09.2025 13:00 – 13:45 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/043/61 in Raum U 527 (verpflichtend) 13:45 – 14:30 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/043/62 in Raum U 528 (verpflichtend) 14:30 – 15:15 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/043/63 in Raum U 527 (verpflichtend) 15:15 – 16:00 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppen 25/042/65 und 25/048/61 in Raum U 528 (verpflichtend) 16:00 – 16:30 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/041/63 in Raum U 527 (verpflichtend) Mittwoch, 01.10.2025 08:30 – 09:15 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/042/61 in Raum U 527 (verpflichtend) 09:15 – 10:00 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/042/62 in Raum U 528 (verpflichtend) 10:00 – 10:45 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/042/63 in Raum U 527 (verpflichtend) 12:15 – 13:00 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/041/61 in Raum U 528 (verpflichtend) 13:00 – 13:45 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppen 25/046/71 und 25/046/72 in Raum U 527 (verpflichtend Donnerstag, 02.10.2025 08:45 – 9:30 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/041/62 in Raum U 527 (verpflichtend) 09:30 – 10:15 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppe 25/042/64 in Raum U 528 (verpflichtend) 12:10 – 12:50 Uhr Einweisung im Laborbereich mit Passwortausgabe & Türfreischaltung für Studiengruppen 25/046/73 und 25/046/74 in Raum U 527 (verpflichtend)

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Projektabschluss Georeferenzierung Erzgebirgsbasistunnel für die NBS Dresden-Prag
18.09.2025GeoinformationProf. Christian Clemen, von der Fakultät Geoinformation, wurde mit einer wissenschaftlichen-technischen Studie zur Georeferenzierung für die digitale Planung der Neubaustrecke (NBS) Dresden-Prag beauftragt. Die Überführung des geodätischen Raumbezugs für den grenzüberschreitenden Erzgebirgsbasistunnel (EGBT) zwischen Heidenau und Chabařovice in die digitale 3D Planung stand im Mittelpunkt der Untersuchung. Die Studie definiert den grenzüberschreitenden und für die 3D-Planung optimierter Raumbezug und zeigt, wie dieser praktisch in BIM Projekten umgesetzt werden kann. Kartographische Abbildungen haben eine unvermeidliche Maßstabsabweichung. Der Maßstab ist zusätzlich von der Höhe abhängig. Im Projekt wurden von der HTW Dresden die optimalen Parameter für eine kartographische „Low Distortion Projection“ (LDP) berechnet. Die NBS Dresden-Prag ist ein europäisches, grenzüberschreitendes Projekt. Die Deutsche Bahn und České dráhy verwenden unterschiedliche Typen von Koordinatensystemen und unterschiedliche Realisierungen des ETRS89 Datums. Auf Basis von Berechnungen der TU Dresden (Prof. Lambert Wanninger) und Messungen des Ingenieurbüros Dr. Franke wurde von der HTW Dresden Open Source Software für die Koordinatentransformation entwickelt. Mit dieser Software können aus den verschiedenen Gebrauchssystemen der deutschen und tschechischen Eisenbahnvermessung Vermessungspunkte, Geodaten und Trassierungselemente umgerechnet werden. 3D-CAD/BIM Software kann mit dem Maßstab geodätischer Koordinaten nicht umgehen. Diese Probleme sind bekannt, aber in der Praxis werden sehr unterschiedliche Strategien zur Georeferenzierung eingesetzt. Die Studie enthält deswegen Anleitungen für den Softwareeinsatz und Empfehlungen für Informationsmanagement in openBIM Projekten. Hierbei lag die Verantwortung für den Umgang mit den Schemata/Formaten IFC und MVD bei der Firma Jaud IT. Die Studie wurde im Zeitraum 03/2024 bis 09/2025 am Zentrum für angewandte Forschung und Technologie (ZAFT) in enger Absprache mit der Projektsteuerung (Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft), der DB InfraGO, der TU Dresden und Jaud IT unter der Leitung von Prof. Christian Clemen durchgeführt. Die Abschlussprästation fand am 16.09.2025 im DB Informationszentrum in Heidenau statt.

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Stets gefragt: HTW Profs in den Medien
17.09.2025Informatik / MathematikUnsere Profs sind nicht nur in der Lehre stets engagiert, sondern auch oft in den Medien, um ihren Wissensfundus an den Mann oder die Frau zu bringen. Prof. Dr. Lukas Iffländer , Professor für Informationssicherheit an der Fakultät Informatik/Mathematik, konnte in den letzten Wochen gleich zweimal seine Kompetenz bei ZDF Heute Live einbringen. Im ersten Video geht es um die Möglichkeiten, wie Eisenbahnunfälle verhindert werden können. Kurz darauf ging es im zweiten Video um Anschläge gegen die Eisenbahn, warum diese ein attraktives Ziel sind und welche Schutzmöglichkeiten existieren. Durch den Brandanschlag bei Hannover ist das Thema aktueller denn je.

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Informationen für StudienanfängerInnen zu Fremdsprachen
15.09.2025Zentrum für FremdsprachenWichtige Informationen rund um das Thema Fremdsprachen finden Sie auf unserer Seite " Informationen für StudienanfängerInnen ". Einstufungstests finden zu folgenden Zeiten in der KW 40, jeweils im Sprachlabor S 417 statt: Einstufungstests Englisch / siehe ESE-Programm Ihrer Fakultät : Mittwoch, 01.10.25 jeweils um 11:00, 12:00 und 13:00 Donnerstag, 02.10.25 um 11:00, 12:00 und 13:00 Spracheingangstest Französisch für IB-Studierende: Donnerstag, 02.10.25 von 8:30 - 9:30 Uhr Spracheingangstest Spanisch für IB-Studierende: Dienstag, 30.09.25 von 16:00 - 17:00 Uhr Bitte bringen Sie Ihr HTW-Login mit.

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Mit intermodalen Mobilitätsangeboten schneller ans Ziel
15.09.2025Forschung Informatik / MathematikÖffentlicher Personenverkehr ist umso attraktiver, je besser sich unterschiedliche Transportmittel verknüpfen lassen, sodass eine optimale Lösung für eine Wegstrecke erreicht wird. Der Begriff dafür lautet intermodale Mobilität. Für den Ausbau und die Optimierung der Intermodalität spielen Fahrpläne, Angaben zur Verfügbarkeit von Sharing-Angeboten und andere Daten eine wichtige Rolle. Basierend auf entsprechenden, frei verfügbaren Daten haben Forschende der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) im Projekt REACH-IT eine webbasierte Plattform entwickelt, die die intermodale Erreichbarkeit von Orten analysiert und bewertet. „In die Analyse-Plattform fließen die offenen Daten verschiedener Mobilitätsanbieter ein, die wir aufbereiten und auf Fehler überprüfen. Das betrifft sowohl die fahrplangebundenen Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Straßenbahn als auch die nachfragebasierten Angebote von Shared-Mobility-Diensten wie Leihfahrräder, E-Scooter oder Carsharing“, erläutert Projektleiter Maik Thiele, Professor für Datenbanksysteme an der Fakultät Informatik/Mathematik. Die Fahrplandaten des öffentlichen Personenverkehrs stammen aus dem Datensatz des Vereins zur Förderung einer durchgängigen elektronischen Fahrgastinformation (DELFI) e.V., während die Verfügbarkeit von Leihrädern und E-Scootern auf Wahrscheinlichkeitsberechnungen anhand historischer Daten basiert. „Zusammen bilden sie die Grundlage für eine Erreichbarkeitsmetrik, die lokale und überregionale Analysen ermöglicht“, so Maik Thiele. Erreichbarkeitsmaß für den Nah- und Fernverkehr Um die Effekte aufzuzeigen, hat das Forschungsteam der HTWD ein eigenes integriertes Erreichbarkeitsmaß entwickelt. Dieses Maß zeigt für jeden beliebigen Ort in Deutschland die Fläche bzw. die maximale Distanz an, die in einer bestimmten Reisezeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Über 300.000 Stationen bundesweit sind mit einem solchen Erreichbarkeitsmaß versehen. Darin fließen die Werte für die Erreichbarkeitsfläche im Nahverkehr und die zurückgelegte Strecke im Fernverkehr je zur Hälfte ein. Wer die von der HTWD entwickelte Plattform nutzt, kann aber die Gewichtung je nach Zielsetzung selbst einstellen. Beispielsweise beträgt für Dresden das gemittelte Erreichbarkeitsmaß 0,27, der für Wolfsburg 0,37. Bei stärkerer Gewichtung des Nahverkehrs erhöht sich der Dresdner Wert gegenüber Wolfsburg, mit Fokus auf den Fernverkehr ist es umgekehrt. Da steht Wolfsburg wegen der guten ICE-Anbindung deutlich besser da. Neben der Integration intermodaler Angebote wie Bikesharing ist die Möglichkeit, die Gewichtung zu verändern, ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des in REACH-IT geschaffenen Analysewerkzeugs. Interaktive Karten zeigen an, wie sich die Modifikation eines Parameters auf das Erreichbarkeitsmaß jeweils auswirkt. Öffentliche Analyse-Plattform „Die Plattform kann nicht nur die Anbindung eines Ortes zu verschiedenen Tageszeiten ermitteln und zeigen, wo Intermodalität bereits vorhanden ist“, sagt Maik Thiele. „Es lassen sich auch What-if-Szenarien durchspielen, um Auswirkungen von Infrastrukturmaßnahmen zu analysieren und die besten intermodalen Lösungen zu finden.“ Er nennt einige Beispiele: Was wäre, wenn mehr Leihräder zur Verfügung stehen, wenn die Taktung im Busverkehr verändert wird oder neue Verbindungen geschaffen werden? So sollte eine Modifikation der Verbindungen im Regionalverkehr das Erreichbarkeitsmaß erhöhen und sich die erreichbare Fläche auf der interaktiven Karte vergrößern. Verkehrsplanern und Mobilitätsanbietern steht damit eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage zur Verfügung, um intermodale Verkehrsangebote gezielt zu optimieren. Auch können unterversorgte Gebiete identifiziert und mit angepassten Mobilitätsangeboten besser angebunden werden. Das Forschungsvorhaben „REACH-IT - Skalierbare Erreichbarkeitsanalyse im intermodalen Verkehr unter Verwendung offener Daten“ wurde von Maik Thiele und seinen Mitarbeitenden sowie Professor Fabian Schwarzenberger von der Fakultät Informatik/Mathematik der HTWD in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) bearbeitet und Ende Juli 2025 abgeschlossen. In einem möglichen Folgeprojekt wäre zu erforschen, was das Erreichbarkeitsmaß für die Praxis bedeutet und wie Bürgerinnen und Bürger dies in ihrem Alltag bewerten. „Das Projekt REACH-IT wurde im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt 199.584,33 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert und wurde im Juli 2025 abgeschlossen. Über das Förderprogramm mFUND des BMV Im Rahmen des Förderprogramms mFUND unterstützt das BMV seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Innovationen für die Mobilität 4.0. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und die Bereitstellung von offenen Daten auf der Mobilithek. Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de .

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Innovative KI-Tools: Neues Projekt für mehr Lernerfolg im Studium
11.09.2025GeoinformationDie Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) setzt neue Impulse für die digitale Lehre. Mit dem Teilprojekt „Innovative KI-Tools zur Digitalisierung der Lehre“ verfolgt die Fakultät Geoinformation das Ziel, den Lernerfolg im Studium durch einen höheren Digitalisierungsgrad zu steigern. Das Projekt startete im September 2025, ist auf zwei Jahre angelegt und ist Teil des ESF-geförderten Gesamtprojekts CARE@HTWD, welches mit verschiedenen Ansätzen und Teilprojekten die Steigerung des Studienerfolgs fördert. Konkret sollen im Teilprojekt verstärkt selbstständige Lernerfolgskontrollen und auf KI basierende Tools eingebunden werden, die eine Vorbereitung und Durchführung der Lehre erleichtern sollen. Das eigenständige Lernen wird interaktiver gestaltet und ist individuell besser umsetzbar. Das Projekt soll damit einen positiven Einfluss auf die Prüfungsleistungen und die Einhaltung der Regelstudienzeit bewirken. Damit leistet das Projekt einen zukunftsweisenden Beitrag, um die besonderen Herausforderungen des praxisnahen Studiums zukunftsorientiert zu meistern. Geleitet wird das Teilprojekt von Prof. Dr.-Ing. Robin Ullrich (Fakultät Geoinformation). Die zu erwartenden Ergebnisse haben nicht nur Potenzial für den Fernstudiengang, sondern können auch in anderen Studiengängen Anwendung finden. Ein Gewinn für die gesamte HTW Dresden.

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Studierende machen sächsische Wahrzeichen virtuell erlebbar
10.09.2025Informatik / Mathematik TransferNeben einer Sonderausstellung zum „Wiederaufbau der Semperoper“ präsentieren auch Studierende der Fakultät Informatik/ Mathematik ihre Projekte: Sie verwandeln historische Architekturzeichnungen in virtuelle 3D-Modelle und machen diese mit VR-Brillen erlebbar. So können Gäste in erhaltene, verlorene oder nie gebaute sächsische Wahrzeichen eintauchen. Von Architekturzeichnungen zu 3D-Wahrzeichen Die von den Studierenden entwickelte AR-/VR-Anwendung lädt dazu ein, digitale Rekonstruktionen und Baupläne interaktiv zu erkunden – Geschichte wird so auf innovative Weise hautnah erfahrbar. Entstanden sind die Modelle im Rahmen des Moduls Modellierung und Visualisierung bei Prof. Markus Wacker, Professur für Computergrafik. Bei der Veranstaltung stehen sechs unterschiedliche virtuelle Modelle zur Auswahl, die von den beteiligten Studierenden vor Ort vorgestellt und erläutert werden. Ergänzend zeigt eine Sonderausstellung den Wiederaufbau der Semperoper Dresden vor 40 Jahren mit seltenen Originalen aus Sammlungen, Nachlässen und Archiven. Interessierte sind herzlich ins Landesamt für Denkmalpflege eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter +49 351 48430 402 oder unter presse@lfd.sachsen.de , Der Eintritt frei. Führungen starten stündlich ab 11 Uhr. Sonntag, 14.9.2025 | 11 bis 16 Uhr | Ständehaus Dresden, Schloßplatz 1, 01067 Dresden |
