• Startschuss für das Forschungsnetzwerk „Smarte KI-basierte Robotik“

    14.07.2025
    Forschung Industrie 4.0 Modellfabrik Informatik / Mathematik Pressestelle

    Mit einem feierlichen Auftakt ist das neue Forschungsnetzwerk „Smarte KI-basierte Robotik (SKR)“ an den Start gegangen. Ziel des Netzwerkes ist es, durch die Bündelung sächsischer Spitzenforschung im Bereich smarter KI-basierter Robotik neue Innovationsräume und Transferwege zu schaffen. Der Kick-Off fand unter Beteiligung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) und futureSAX statt. In ihrer Eröffnungsrede betonte Staatssekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann die zentrale Bedeutung der geförderten Forschungsnetzwerke für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Sachsen. Sie hob hervor, wie wichtig die gezielte Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit sei, um den Forschungs- und Innovationsstandort Sachsen zu stärken. HTW Dresden: Starke Partnerin in Forschung und Transfer Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) ist einer der drei federführenden Zuwendungsempfänger des Netzwerkes – neben dem Fraunhofer IWU und der Technischen Universität Dresden. Sie bringt ihre umfassende Expertise im Bereich intelligenter, adaptiver und selbstorganisierender Systeme ein. Dazu fließen unter anderem bestehende Infrastrukturen wie das IIoT-Testbed, das Robotikkompetenzzentrum und das AAL-Labor gezielt in die Projektarbeit ein und werden im Rahmen des Netzwerks weiter ausgebaut Beiträge der beteiligten Professuren an der HTW Dresden Prof. Dr. Dirk Reichelt (Professur für Informationsmanagement) verantwortet das Teilprojekt der HTWD im Netzwerk. Sein Team entwickelt Strategien zur effektiven Vernetzung von Forschung, Industrie und Bildungsakteuren, insbesondere mit einem Anwendungsschwerpunkt in industriellen und handwerklichen Einsatzszenarien intelligenter Robotik. Prof. Dr. Hans-Joachim Böhme (Professur für Künstliche Intelligenz) konzentriert sich im Rahmen des Netzwerks auf den Bereich Servicerobotik, insbesondere mit Bezug zur Pflege. Auf Basis umfangreicher Vorarbeiten – unter anderem im Kontext partizipativer Entwicklung robotischer Assistenzsysteme – bringt er praxisnahe Expertise in die Gestaltung intelligenter, menschenzentrierter Robotiklösungen ein. Prof. Dr. Karl Wild (Professur für Technik im Gartenbau und in der Landwirtschaft) bearbeitet das Themenfeld Robotik in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Der Fokus liegt auf der Entwicklung und Erprobung autonomer Systeme für den Einsatz im Außenbereich – etwa für Sonderkulturen oder spezialisierte Ernte- und Pflegearbeiten. Ein DFG-geförderter autonomer Traktor auf dem Versuchsfeld in Pillnitz dient dabei als reale Testumgebung für praxisnahe FuE-Szenarien.

    Circa 20 Menschen stehen vor einem großen MOnitor und schauen in de Kamera
    HTWD/PIM
  • Neues Isoliersystem für sparsamere Elektromotoren

    11.07.2025
    Elektrotechnik Forschung Transfer

    Elektroantriebe verbrauchen derzeit knapp die Hälfte der gesamten Elektroenergie in Deutschland. Die Elektromobilität lässt den Bedarf weiter steigen. Aufgrund knapper werdender Rohstoffe steigt zudem der Druck, bei der Herstellung weniger Material einzusetzen bzw. diese möglichst vollständig in den Kreislauf zurückzuführen. Forschende der HTW Dresden arbeiten gemeinsam mit Partnern an einer neuartigen Wicklungsisolation, um Elektromotoren effizienter und leichter zu machen und dadurch Rohstoffe und Energie zu sparen. Das Vorhaben trägt den Titel „Entwicklung keramikähnlicher Leiter-Isolationen für den Einsatz in hochausgenutzten, ressourceneffizienten elektrischen Maschinen und Antrieben“ – kurz KLIMA. Wicklungen aus elektrisch leitendem Draht sind essenziell für die Erzeugung des Magnetfelds, das den Motor antreibt. Die elektrischen Leiter aus Kupfer- oder Aluminiumdraht werden klassisch mit polymeren Lacken isoliert. Die Lackisolation weist eine sehr hohe elektrische Durchschlagsfestigkeit auf, hat aber den Nachteil, dass sie gleichzeitig auch stark thermisch isoliert und sich die Wicklungen stark erhitzen. Die Erwärmung verringert die Effizienz. Um eine gewünschte Leistung bei gleichzeitig sehr gutem Wirkungsgrad zu erreichen, müssen die Maschinen damit insgesamt größer gebaut werden. Bessere thermische Leitfähigkeit „Ziel des KLIMA-Projekts ist es, die bisher eingesetzten organischen Stoffe zur Leiterisolation durch eine keramikähnliche Beschichtung aus Aluminiumoxid zu ersetzen, das eine höhere Wärmeleitfähigkeit besitzt“, sagt Professor Thomas Schuhmann von der Fakultät Elektrotechnik, der das Forschungsvorhaben an der HTW Dresden leitet. „Die Steigerung der thermischen Leitfähigkeit verbessert die Wärmeabgabe und sorgt so für einen höheren Wirkungsgrad.“ Zum Vergleich: Die thermische Leitfähigkeit von klassischem Isolierlack beträgt etwa 0,1 bis 0,2 W/(m·K) (Watt pro Meter und Kelvin), bei der Isolation mit Aluminiumoxid liegt der Wert zwischen 3 und 4, ist also um mehr als das Zehnfache besser. Ein weiterer Vorteil der keramikähnlichen Isolation ist die höhere Hitzebeständigkeit der Wicklungen. Sie hält Temperaturen über 300 Grad Celsius stand, was besonders für zukünftige Antriebe in der E-Aviation, also elektrisches Fliegen, von Bedeutung ist. Die isolierende Aluminiumoxidschicht auf dem Leiterdraht wird in einem elektrochemischen Prozess durch Anodisierung erzeugt. Die HTW Dresden und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) entwickeln gemeinsam den Beschichtungsprozess. Das Team der HTWD führte im Vorfeld thermische und elektrische Simulationsrechnungen durch und testet derzeit anhand der am IKTS gefertigten Versuchsmuster, ob das neue Isoliersystem den auftretenden Belastungen standhält. Prozessoptimierung In sogenannten Motoretten – Teilkomponenten einer elektrischen Maschine – wird die Wicklungsisolation einer künstlichen Alterung ausgesetzt. Die vier Faktoren des Tests sind unter dem Kürzel „TEAM“ zusammengefasst: T steht für thermische Stabilität, E für elektrische Durchschlagsfestigkeit, A (ambient) für Reaktion auf Umgebungseinflüsse wie z. B. Feuchtigkeit und M für mechanische Belastung. Basierend auf den Testergebnissen wird der Beschichtungsprozess am IKTS optimiert. Prüfung und Anpassung erfolgen in mehreren Zyklen mit der Zielsetzung, die möglichst gleiche elektrische Durchschlagsfestigkeit zu erreichen wie die Lackisolation. Für Aluminiumdrähte ist die Prozessentwicklung etwas einfacher als bei Kupfer, bei denen eine direkte Anodisierung nicht funktioniert. Auf dem Kupferdraht wird zunächst eine Aluminiumschicht abgeschieden und diese dann in einem weiteren Schritt oxidiert. Eine Anwendung der Beschichtungstechnologie auf Läuferstäbe oder Blechpakete von Asynchronmaschinen mit Kurzschlussläufer ist ebenfalls denkbar und wird im Rahmen des Projektes getestet. Kleinere Maschinen sparen Ressourcen Nach Abschluss der Prozessentwicklung wollen die Verbundpartner einen Demonstrator bauen, um zu testen, welche Ressourceneffizienz mit der neuen Isolierung möglich ist. „Durch die Erhöhung von Wirkungsgrad und Leistungsdichte lässt sich Material einsparen, weil die Maschine kleiner gebaut werden kann,“ erläutert Dr. Sören Miersch, PostDoc an der HTW Dresden. „Zudem haben wir mit dem Aluminiumoxid ein Isoliersystem ohne organische Bestandteile, das besser zu recyceln ist.“ Neben der HTWD und dem IKTS zählen auch die Unternehmen Additive|Drives GmbH, Wieland-Werke AG, Wieland eTraction Systems GmbH sowie Fischer Oberflächentechnik GmbH zu den Partnern im Forschungsvorhaben KLIMA. Das Programm wird von Januar 2024 bis Dezember 2026 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des Technologietransfer-Programms Leichtbau (TTP LB) gefördert.

    Auto mit angeschlossenem Ladekabel
    © Adobe Stock 535155934
  • Exkursion nach Münster: Studierende der Fahrzeugtechnik bei der 5. DUMMY.CRASHTEST.KONFERENZ

    11.07.2025
    Maschinenbau

    Höhepunkt der Reise war der Besuch der 5. Dummy.Crashtest.Konferenz, eines der wichtigsten Branchentreffen rund um Fahrzeugsicherheit, Unfallforschung, Dummys und Crashtests. Neben Fachvorträgen und Diskussionen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, gleich drei Live-Crashtests hautnah mitzuerleben. Dabei konnten sie beobachten, wie unterschiedlich Fahrzeuge und Dummys auf verschiedene Crashszenarien reagieren. Die Tests zeigten eindrucksvoll die Bedeutung moderner Sicherheitstechnologien und boten praxisnahe Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Insassen- und Personenschutz. Zusätzlich blieb Zeit für den fachlichen Austausch mit Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung sowie für das Knüpfen wertvoller Kontakte - ein gelungener Ausflug, der Theorie und Praxis miteinander verband.

    Exkursion nach Münster
    Lars Hannawald (HTWD)
  • Konstruktionsmethodik industrienah

    10.07.2025
    Maschinenbau

    Um dieses möglichst realitätsnah zu lehren und die theoretisch gelehrten Inhalte zu festigen und zu vertiefen, fertigen die Studierenden semesterbegleitend Belegarbeiten an. Die Aufgabenstellungen kommen dabei direkt aus der Industrie und werden selbstständig in Gruppen bearbeitet. In diesem Semester werden die Studierenden dabei besonders unterstützt. Um ihre Aufgabenstellung, die Entwicklung einer Spezialhinterradachse für ein Mienenfahrzeug, zu bearbeiten, stellt die Firma Motorkraft GmbH aus Chemnitz, insbesondere ihr Geschäftsführer Rico Oelsch, ein Fahrzeug für die Dauer der Belegarbeit den Studierenden zur Verfügung. In Kooperation mit der Professur Nutzfahrzeugtechnik von Professor Martin Wittmer steht das Fahrzeug den Studierenden im Nutzfahrzeuglabor ab sofort zur Verfügung. Am 4. Juli fand das Auftakttreffen am Fahrzeug statt. Die Ergebnisse werden die Studierenden am Ende des Jahres in kleinen öffentlichen Präsentationen vorstellen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Professur Konstruktion.

    Konstruktionsteam
    W. Georgi (HTW Dresden)
  • ICV-Team wächst weiter: Neue Kollegin Sandra Beutin an Bord

    10.07.2025
    Industrie 4.0 Modellfabrik Informatik / Mathematik

    Wir freuen uns sehr, Sandra Beutin als neue Kollegin an der Professur für Informationsmanagement begrüßen zu dürfen. Nach dem Studium der Fahrzeugtechnik mit Vertiefung in der Kraftfahrzeugtechnik an der HTWD, schloss sie ihre Diplomarbeit zum Thema „Grobvalidierung des Biofidel-Dummys für numerische Simulationen“ erfolgreich ab. Seit Februar 2023 war Sandra Beutin als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Hannawald (Professur für Kraftfahrzeugtechnik/Sicherheit) tätig. Dort arbeitete sie an der Weiterentwicklung des Biofidel-Dummys ( News zum Biofidel-Dummy ), eines an der HTWD entwickelten und von der Firma CTS gefertigten Simulationsmodells, das für die Unfallforschung verwendet wird. Zudem wirkte sie an der Entwicklung eines Lungenersatzmodells zur Untersuchung von Explosionsverletzungen mit – ein Projekt mit hoher Relevanz für den Schutz in gepanzerten Fahrzeugen und Schutzräumen. Seit dem 1. Juli ist Sandra nun Teil des Projekts ICV an der Professur für Informationsmanagement. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Prüfmittelfreigabe für die Inspektion, ein essenzieller Baustein, um ICV-Anwendungen als Prüfmittel qualifizieren zu können. Ziel ihrer Arbeit ist die Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Prüfmittelfreigabe , das künftige ICV-Lösungen gemäß den Anforderungen des VDA Band 5 „Mess- und Prüfprozesse – Eignung, Planung und Management“ von der Planung bis zum Betrieb absichern soll. Abseits des Arbeitsplatzes ist Sandra Beutin gern in Bewegung, sei es beim Schwimmen oder auf Reisen und Spaziergängen an der frischen Luft. Wir heißen sie herzlich willkommen im Team und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

    Sandra Beutin am Laptop
    HTWD/PIM
  • Kulturpflanzen in der Klimakrise

    09.07.2025
    Forschung Landbau / Umwelt / Chemie Pressestelle

    Ein Forschungsteam um Evelyn Rampler (Universität Wien, Institut für Analytische Chemie) und Verena Ibl (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden) hat eine neuartige Methode entwickelt, um sogenannte Glycosyl Inositol Phospho Ceramides (GIPCs) – die häufigsten Glycosphingolipide in Pflanzenmembranen – automatisiert und hochpräzise zu analysieren. GIPCs spielen eine zentrale Rolle für die Stabilität pflanzlicher Zellmembranen, die Anpassung an Umweltstress und die Immunantwort von Pflanzen. Trotz ihrer biologischen Bedeutung sind sie bislang kaum erforscht, vor allem augrund der Komplexität ihrer Strukturvielfalt. Die neue Methode auf Basis hochauflösender Massenspektrometrie ermöglicht erstmals die automatisierte Annotatierung multiglycosylierter GIPC-Strukturen. Automatisierte GIPC-Analyse liefert neue Erkenntnisse zur Hitzestress-Anpassung bei Pflanzen Die Anwendung auf Gerstenkörner zeigte: GIPCs verändern sich dynamisch im Verlauf der Kornentwicklung und reagieren deutlich auf Hitzestress. Dabei kommt es zu einer spezifischen Umstrukturierung bestimmter GIPC-Gruppen. Diese Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise darauf, wie sich Pflanzen an steigende Temperaturen anpassen und können langfristig zur Züchtung klimastabiler Sorten beitragen. Die Experimente wurden im Rahmen eines interdisziplinären Projekts an der Schnittstelle von analytischer Chemie und Pflanzenbiologie durchgeführt. Federführend war dabei Marlene Pühringer, PhD-Studentin in der Arbeitsgruppe von Evelyn Rampler und Erstautorin der Publikation. Bei der automatisierten Datenanalyse wurde das Team von der Universität Graz unterstützt.

    Forschungsteam auf dem Feld
    Verena Ibl
  • Der neue Studierendenausweis kommt – Ausgabe startet

    09.07.2025
    Pressestelle

    Das ist neu Die Campuscard ist weiterhin Sichtausweis, Bibliothekskarte und Zugangskarte für Türen und Schranken. Zusätzlich enthält sie die Bezahlfunktion des Studentenwerks Dresden, die bisher von der Emeal-Karte bekannt war. Damit kann in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks bequem bezahlt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Campuscard nicht mehr semesterweise aktualisiert werden muss. Sie bleibt automatisch so lange gültig, wie die Immatrikulation besteht. Digital immer dabei Ergänzend zur physischen Chipkarte steht der digitale Studierendenausweis in der mobilen App der HTWD zur Verfügung – inklusive der Anzeige des aktuellen Immatrikulationsstatus. Dieser kann beispielsweise bei Museumsbesuchen oder Kinoeintritten verwendet werden (Hinweis: Die Akzeptanz außerhalb der Hochschule können wir leider auch weiterhin nicht garantieren). Wichtig für Studierende: Rückmeldung zum Wintersemester In Kürze startet die Massenproduktion der Campuscard. Anschließend erfolgt der Postversand an alle zurückgemeldeten Studierenden. Daher bitten wir alle Studierenden, sich rechtzeitig für das Wintersemester 2025/26 zurückzumelden und ihre Wohnanschrift im QIS-Portal zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren: wwwqis.htw-dresden.de Rückmeldezeitraum: 30.06.2025 - 25.07.2025 Weitere Informationen zur Campuscard: www.htw-dresden.de/campuscard

    eine Hand hält die neue Campuscard
    HTWD/ Peter Sebb
  • Zukunftstechnologie Wasserstoff: Innovationen für Mobilität und Industrie

    08.07.2025
    Maschinenbau Pressestelle Transfer

    Unter dem Titel „Wasserstofftechnologien für nachhaltige Mobilität“ fand am 26. und 27. Juni 2025 das 3. Dresdner Wasserstoff-Symposium im Dorint Hotel Dresden statt. Rund 80 Fachleute aus Industrie, Wissenschaft und Politik kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Perspektiven rund um den Energieträger Wasserstoff zu diskutieren. Insgesamt 23 Fachvorträge beleuchteten verschiedene Themenfelder – von der Erzeugung und Infrastruktur über industrielle Anwendungen bis hin zur Rolle von Wasserstoff im Mobilitätssektor. Im Fokus standen dabei unter anderem: Wasserstoff als Energieträger der Zukunft Wasserstofftechnologien in Energieversorgung und Industrie Anwendungen in Mobilität und Transport Sicherheitsanforderungen und Überwachungstechnologien Eine begleitende Fachausstellung gab Einblicke in die Praxis: Exponate wie Fahrzeuge mit H₂-Brennstoffzellenantrieben zeigten konkrete Umsetzungsbeispiele. Wasserstoff für nachhaltige Mobilität „Wasserstofftechnologien liefern Lösungen für den weiteren Ausbau einer regenerativen Energieversorgung, für klimaneutrale Industrieprozesse und für nachhaltige Mobilität“, so Tagungsleiter Professor Gennadi Zikoridse (HTWD). Besonders im Bereich des Schwerlastverkehrs, der Luftfahrt und im Fernverkehr biete Wasserstoff aufgrund seiner hohen Energiedichte und kurzen Betankungszeiten große Potenziale. Impulse durch PodiumsGespräch Im Podiumsgespräch „Wasserstofftechnologien – eine Chance für die Schaffung neuer, innovativer Industrien und den Ausbau der Kooperationen in der Lehre und Forschung zwischen Industrie und Hochschulen“ unter der Leitung von Prof. Zikoridse diskutierten Vertreter aus Wissenschaft und Industrie die Zukunftspotenziale der Technologie. Teilnehmende der Diskussion waren: Prof. Dr. Alexander Michaelis (Fraunhofer IKTS), Prof. Dr. Ingo Gestring (HTWD), Prof. Dr. Thomas Garbe (Volkswagen AG), Prof. Dr. Thomas von Unwerth (TU Chemnitz / Hzwo e.V.), Dr. Rudolf Bencker (BMW Group), Prof. Alexander Alekseev (Linde AG), Frank Kebbekus (Marketing Club Dresden). Ein herzlicher Dank gilt allen Referierenden, Ausstellenden, Teilnehmenden sowie den Kooperationspartnern, die zum Erfolg des 3. Dresdner Wasserstoff-Symposiums beigetragen haben. Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, welches Potenzial Wasserstofftechnologien für eine nachhaltige Zukunft bieten – und wie wichtig der Austausch zwischen Forschung, Industrie und Gesellschaft ist.

    Blick in den Vortragssaal
    HTWD/ Roland Stenzel
  • Abschied in den Ruhestand – Dank an Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Oertel

    08.07.2025
    Informatik / Mathematik

    Nach zwei Jahrzehnten engagierter Lehre, Forschung und akademischer Leitung an der HTW Dresden verabschiedet sich Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Oertel , Professor für Computergrafik, zum 1. September 2025 in den wohlverdienten Ruhestand. Sein wissenschaftliches Wirken umfasste zentrale Zukunftsthemen wie Computergrafik , Computer Vision , Computer-Aided Design, Wissenschaftlich-technische Visualisierung , Virtuelle Realität sowie Künstliche Intelligenz . In Forschung und Lehre verband er anspruchsvolle Theorie mit praxisnaher Anwendungsorientierung und prägte Generationen von Studierenden – mit Begeisterung für Technik, Präzision und visionärem Denken. Nach dem Studium der Informationsverarbeitung an der TU Dresden (1979–1984) und anschließender Promotion und Habilitation war Prof. Oertel in vielfältigen wissenschaftlichen Rollen tätig – u. a. als wissenschaftlicher Assistent und Mitarbeiter an der TU Dresden, als Gastforscher an der GMD Sankt Augustin, als Vertretungsprofessor an der TUBA Freiberg und als Gruppenleiter am Fraunhofer IVI Dresden. 2005 übernahm er die Professur für Computergrafik an der HTW Dresden, die er bis 2025 mit großer fachlicher Tiefe, pädagogischem Geschick und kollegialem Engagement ausfüllte. Neben seiner Lehrtätigkeit übernahm er wichtige Leitungsfunktionen: als Studiendekan (2009–2012) und Dekan der Fakultät Informatik/Mathematik (2012–2015) sowie als Koordinator für internationale Hochschulpartnerschaften . Dabei setzte er sich stets für Qualität, Vernetzung und Weiterentwicklung der Fakultät und der Hochschule ein. Wir danken Prof. Oertel ganz herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Expertise und seine persönliche Art, mit der er die Hochschule bereichert hat. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm Gesundheit, Zufriedenheit und viele erfüllende Momente. Die Fakultät Informatik/Mathematik der HTW Dresden sagt: Danke, lieber Herr Professor Oertel!

    Prof. Oertel mit Blumenstrauß bei seiner Verabschiedung
  • Auf den Spuren von August Nagel - Exkursion zur Großenhainer Grundlinie

    07.07.2025
    Geoinformation

    Am 01. Juli 2025 begaben sich die Studierenden des 4. Semesters im Rahmen des Moduls Landmanagement auf eine Exkursion zur Grundlinie nach Großenhain. Die knapp neun Kilometer lange Großenhainer Grundlinie, auch Großenhainer Basis genannt, bildete mit ihren drei Punkten (Raschütz, Großenhain und Quersa) den Maßstab für die Königlich-Sächsische Triangulierung, die von 1862 bis 1890 unter Leitung von Prof. Christian August Nagel (1821-1903) erfolgte. Insgesamt umfasste das Triangulationsnetz 158 Punkte, die durch Vermessungssäulen, auch als „Nagelsche Säulen“ bezeichnet, markiert sind. Die meisten dieser Säulen sind noch immer erhalten und stellen ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Landesvermessung in Sachsen und Deutschland dar. Im Rahmen der Exkursion konnten Anfangs- und Endpunkt der Basislinie, sowie die Nagelsche Säule der Station Baselitz besichtigt werden. Die Studierenden erhielten Einblicke in die Geschichte der Königlich-Sächsische Triangulierung, die Messung der Basisstrecke mit dem Besselschen Messaparat, sowie die Ergebnisse und Genauigkeiten der Triangulierung. In Quersa hatten die Studierenden die Möglichkeit, das rekonstruierte Basishaus, welches das kleinste Museum Sachsens beherbergt, zu besichtigen. Die Exkursion wurde fachlich und organisatorisch unterstützt vom Vermessungsbüro Kießling. Ein großer Dank geht an Dipl.-Ing. (FH) Frank Schoppe für die sachkundige und sehr interessante Führung.

    Gruppenbild vor dem Basishaus Quersa
    Fakultät Geoinformation

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