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Professor Block-Berlitz und Michael Bommhardt-Richter am Schreibtisch sitzende
Prof. Block-Berlitz und Michael Bommhardt-Richter während einer Live-Konferenz mit den Teilnehmern.

Virtuelle Summer School “Computer- and Geoscience in Archaeology” vereint Archäologie und Geowissenschaft und bringt junge Forschende weltweit zusammen

Erstellt von Pressestelle |

Vom 31. August bis zum 11. September veranstalteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HTW Dresden, des Deutschen Archäologischen Institutes (DAI) und der Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU) die virtuelle Summer School zum Thema “Computer- and Geoscience in Archaeology”.

Ziel war es, erste Themen und Lehrangebote für den geplanten Masterstudiengang Archäoinformatik zu entwickeln. Der Studiengang, den Professuren der Fakultäten Geoinformation (Professor Martin Oczipka) und Informatik/Mathematik (Professor Marco Block-Berlitz) gemeinsam entwickeln, soll den Austausch zwischen der Archäologie und den Informations- und Geowissenschaften fördern. Dieses Vorhaben wird durch den DAAD im Rahmen das Programms HAW.international gefördert.

Die Summer School lief in zwei parallelen Kursen: Ein Kurs bot den Teilnehmer*innen aus den Informations- und Geowissenschaften eine Einführung in die praktischen und theoretischen Grundlagen der Archäologie. Im anderen Teil wurden den Teilnehmer*innen aus der Archäologie erste Einblicke in Methoden und Anwendungen aus der Informatik und den Geowissenschaften vermittelt. Nach einer Woche wurden beide Kurse zusammengelegt und die Teilnehmenden erfuhren, wie die verschiedenen Methoden in der Archäologie angewendet werden. Es gab aufgezeichnete Vorlesungen und Live-Konferenzen mit praktischen Übungen.

Für die Summer School, die als Ersatz für ursprünglich geplante Exkursionen in die Mongolei zu den Ausgrabungsstätten des DAI veranstaltet wurde, hatten sich 69 Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen aus 23 Ländern beworben. Letztlich konnten aufgrund begrenzter Ressourcen 25 Bewerbungen zugelassen werden. Diese kamen aus der Mongolei, der Türkei, Australien, Serbien, Rumänien, Frankreich, Ägypten und Deutschland. Das virtuelle Format der Veranstaltung erlaubte es, auch den abgelehnten Bewerbern die aufgezeichneten Veranstaltungen und weitere Kursmaterialien zugänglich zu machen. „Die große Zahl der Bewerbungen beweist, dass es weltweit einen großen Bedarf für Aus- und Weiterbildung in der Anwendung naturwissenschaftlicher und digitaler Methoden in der Archäologie gibt.“, konstatiert Dr. Hendrik Rohland, der Organisator der Summer School. „Dank der Summer School konnten wir mit den Adressaten des geplanten Studienganges in Kontakt kommen und wertvolle Erfahrungen in der virtuellen Lehre in einem internationalen Umfeld sammeln. Das Feedback war sehr positiv und wir haben viele konstruktive Anregungen erhalten. Dies lässt uns optimistisch auf die weitere Entwicklung des Studienganges gemeinsam mit den anderen Partnern blicken.“

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