Digitalisierung in der Lehre

Digitalisierung

Digitalisierung in der Lehre

Digitalisierung in der Bildung bedeutet viel mehr als Lehre online durchzuführen. Es geht vor allem darum, Veränderungen in der Gestaltung von Lehre und Studiengängen so aufzugreifen, dass unsere Absolventen den Arbeitsalltag in immer stärker digitalisierten Arbeitswelten gut bewältigen können.

Die zunehmende Digitalisierung verändert unsere Lebenswelt und nimmt großen Einfluss auf die zukünftige Arbeitswelt der Studierenden. Unternehmen, Verbände und Bildungspolitik fordern die Aufnahme von digitalen Kompetenzen als Ausbildungsziel. Digitale Kompetenzen sind dabei nicht nur IT-bezogene Kompetenzen, sondern all jene Schlüsselkompetenzen, die für die Bewältigung von Anforderungen in der Arbeitswelt im Zuge der digitalen Transformation erforderlich sind. Sie werden als Querschnittskompetenzen verstanden, die in allen vier Kompetenzbereichen - Fachkompetenz sowie überfachliche Kompetenz (Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, personale Kompetenz) - querliegend sind.  Fachkompetenzen in einer digitalisierten Arbeitswelt, Data Literacy (Umgang mit Daten), die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit und zur selbstorganisierten Weiterbildung, die Fähigkeit zur Kommunikation in weltweit verteilt arbeitenden Teams, Kreativität, Komplexitätsmanagement, Resilienz oder auch Themen rund um Technikfolgenabschätzung und ethische Grundhaltung sind nur einige der Kompetenzen, die heute vor dem Hintergrund der digitalen Transformation von Absolventen erwartet werden.

Wir beschäftigen uns also nicht nur damit Blended-Learning-Angebote zu erstellen oder Lehrende bei Online-Lehre zu unterstützen. Ziel unserer Arbeit ist vielmehr, die Auswirkungen der Digitalisierung für die  Ausbildung an der HTW Dresden handhabbar zu machen und in die Lehre an der HTW Dresden zu übersetzen. Für den Aufbau von Schlüsselkompetenzen eignen sich vor allem integrative Lehrformate, d.h. Schlüsselkompetenzaufbau findet zusammen mit der Fachausbildung statt. Und besonders geeignet sind hier handlungsorientierte Lehrformen, wie forschendes Lernen oder projektbasiertes und problembasiertes Lernen aber eben auch digitale Lehr- und Lernformen.

Somit sind wir in einer Vielzahl von Aufgabengebieten tätig:

  • Hochschuldidaktik: Weiterbildung, Organisation diverser Austauschformate, Förderfond Innovative Lehre
  • Beratungsangebote zu Hochschul- und Mediendidaktik
  • Mediendidaktik und Online-Lehre: Unterstützung bei Konzeption und ersten Umsetzungsschritten
  • Schlüsselkompetenzen: Informationen bei Lehrenden und in Fakultäten, z.B. durch Zukunftsworkshops
  • Netzwerke aufbauen und betreiben, z.B. AG Online-Lehre, AG Lernraum, das Netzwerk Mathematik/Physik und E-Learning, das Netzwerk für Laboringenieur/innen, AK Digitalisierung der HAWtech-Hochschulen
  • Support für die Lernplattform OPAL und angrenzende Systeme anbieten
  • Lernbedingungen für Studierende im Zusammenhang mit handlungsorientierten Lehrformen verbessern, z.B. in der AG Lernraum
  • die Ausstattung der Lehrräume gemeinsam mit dem AVZ und dem Dezernat Technik im Blick behalten
  • Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Bildungstechnologien, Hochschulforschung und Hochschuldidaktik

Meyer-Ross, K. K. & Halgasch, J. (2014): Blended learning in der Hochschulpraxis, HDS.FORUM LEHRE 2014: MEDIAL, DIGITAL, GANZ EGAL!?, Nov. 2014 Freiberg: Meyer-Ross.pdf, S. 76-83.

Halgasch, J. & Meyer-Ross, K. K. (2015). Hamburger eLearning-Magazin #14 - Was ist gutes eLearning? Qualität in Lehr-/Lernszenarien mit digitalen Medien. In: Hamburger eLearning-Magazin Nr. 14, 2015 Hamburg: hamburger-elearning-magazin-14.pdf, S. 48-51.

Meyer-Ross, K.K.; Halgasch, J.; Hamann, M.; Meinhold, M. (2016): Das Projekt HTWSE an der HTW Dresden – fachliche und fachübergreifende Angebote zur Kompetenzentwicklung von Studierenden und Lehrenden als Determinante für die Sicherung des Studienerfolges. . In Franke, K.; Engbrocks, B.; Bade, C. (Hrsg.): Qualitätspakt Lehre in Sachsen. Ergebnisse und Perspektiven aus der ersten Förderphase. Klemm+Oelschläger.

Riedel, J.; Dubrau, M; Köhler, T.; Halgasch, J.; Meinhold, M.; Hamann, M.; Heise, L.; Schneider, A.; Sieler, O.; Kawalek, J.; Pengel, N.; Wollersheim, H.-W.; Tittmann, C.; Schumann, C.-A. (2016): Auf dem Weg zu einer neuen Lernkultur für sächsische Hochschulen? Von Standorten und Stolpersteinen. In Kawalek, J.; Hering, K.; Schuster, E. (Hrsg.): 14. Workshop on e-Learning - Tagungsband. 22. September 2016, Hochschule Zittau/Görlitz. Wissenschaftliche Berichte, Heft 129 - 2016, Nr. 2690 - 2703.

Bergert, Aline; Lehmann, Anke; Halgasch, Jana: Potenziale videobasierter Inhalte an Hochschulen: Einsatzszenarien – Trends – Erfolgskriterien - In: Bergert, Aline [Hrsg.]; Lehmann, Anke [Hrsg.]; Liebscher, Maja [Hrsg.]; Schulz, Jens [Hrsg.]: Videocampus Sachsen - Machbarkeitsuntersuchung. 1. Auflage. Freiberg : Technische Universität Bergakademie Freiberg 2018, S. 63-82. - (Sonderband der Freiberger Forschungshefte) - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-157759

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