Fakultät Elektrotechnik

Nachhaltige mediendichte Monomaterial-Fügeverbindungen in der medizinischen Diagnostik ("BioSeal")

Das Projekt "BioSeal" zielt auf die Entwicklung geeigneter Bio-Kunststoffe ab, die in der Labordiagnostik medizinische, ökologische und ökonomische Anforderungen erfüllen sollen. Ziel ist die Entwicklung von Rezepturen, die sich sowohl für flexible Folien als auch steife Substrate eignen und unterschiedliche Eigenschaften, bspw. hinsichtlich Transparenz, Mechanik oder Benetzbarkeit, bieten. Diese sollen anschließend für die Entwicklung mediendichter Fügeverbindungen genutzt werden, wie sie in mikrofluidischen Diagnostikchips (Lab-on-a-Chip) benötigt werden. Für diesen Prozess wird ein Substrat mit feiner Kanalstruktur verwendet, das eine Testflüssigkeit zwischen verschiedenen Misch- oder Reaktionszonen leitet. Für die Kapillarströmung ist es essenziell, dass der Kanal in einem engen geometrischen Toleranzfeld präzise gefertigt wird und nach oben durch eine (teil-)transparente Deckschicht begrenzt ist. Die Verwendung von recyclingfähigen, biogenen und bioabbaubaren Monomaterialverbunden bietet ein breites Anwendungspotenzial speziell für die medizinische Einwegdiagnostik. 

Die Exipnos GmbH beschäftigt sich im Rahmen des Projektes mit der Auswahl und Additivierung geeigneter Biokunststoffe und untersucht und optimiert für unterschiedliche Formgebungsverfahren die Eignung hinsichtlich Strukturreplikation, Transparenz und Biokompatibilität. Die HTWD entwickelt komplementär Versuchsstände zur anwendungsnahen Verbindung und Charakterisierung mediendichter Verbundsysteme. 

Start: 01.04.2026

Ende: 30.03.2028