• Studium und Praktikum in Taiwan - jetzt für das STIPT-Programm bewerben!

    14.05.2025
    International

    Bis zum 30.05. ist die Bewerbung für das „Semiconductor Talent Incubation Program” (STIPT) in Taiwan für das SoSe 2026 möglich. Das sächsisch-taiwanische Programm ist eine gemeinsame Initiative des Freistaates Sachsen (SMWK), der TU Dresden und TSMC. Das sechsmonatige Semiconductor Talent Incubation Program Taiwan kombiniert ein Studienprogramm im Halbleiterbereich mit einem praktischen Training bei TSMC. Von März bis Juni 2026 studieren die Programmteilnehmer ein von TSMC konzipiertes Kursprogramm an der National Taiwan University. Im Anschluss wird ein zweimonatiges praktisches Training im Newcomer Training Center & Fab bei TSMC (Taichung) absolviert. Für das gesamte Programm können bis zu 28 ECTS-Punkte angerechnet werden. Die ausgewählten Kandidat:innen erhalten zusätzlich zu den Studien- und Programmgebühren einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten. Dieses Programm steht Studierenden offen, die einen Abschluss in einem MINT-Fach anstreben und an den beteiligten sächsischen Hochschulen im Vollzeitstudium eingeschrieben sind: ab dem 4. Semester eines BA-Studiums in einem MA-Studium in einem Diplom-Studium (die Hälfte der Studienzeit muss erbracht worden sein) Bewerbungsdeadline: 31. Mai 2025 Weitere Informationen und Bewerbung: https://www.leo.tu-dresden.de/?page_id=10929

    Taiwan Skyline
    Vas, Unsplash
  • Automatisch saubere Straßenleitpfosten

    12.05.2025
    Forschung Maschinenbau

    Ob Grünflächenpflege oder Winterdienst, Straßensäuberung oder Kanalreinigung – in Kommunen kommen tagtäglich viele Nutzfahrzeuge zum Einsatz, aktuell meist angetrieben von Verbrennungsmotoren. Weil im Zuge der Dekarbonisierung auch für solche Kommunalfahrzeuge neue gesetzliche Vorschriften zu erwarten sind, beginnen viele Kommunen bereits jetzt, die Fahrzeugflotte zukunftssicher auf E-Mobilität auszurichten. Doch vielerorts mangelt es an qualifiziertem Personal, das die modernen Arbeitsmaschinen bedienen kann. Um die Bedienung zu erleichtern, arbeitet die Fakultät Maschinenbau der HTW Dresden gemeinsam mit Partner*innen an einem neuartigen, autonomen Assistenzsystem für Kommunalfahrzeuge. Der Projekttitel lautet: Elektrischer Präzisionsfahrantrieb als integratives Antriebs- und Steuerungssystem für autonome und mobile Arbeitsmaschinen – kurz ElPrA. „Dieser Antrieb besteht aus einer elektrischen Präzisionsachse, einem Umfelderfassungssystem und einer intelligenten Universalschnittstelle zwischen Arbeitsgerät und Präzisionsachse“, erläutert Projektleiter Martin Wittmer, Professor für Nutzfahrzeugtechnik an der HTW Dresden . „Vor allem bei monotonen Arbeiten wie der Reinigung von Straßenleitpfosten oder dem Mähen von Randstreifen kann eine Automatisierung die Fahrerinnen und Fahrer deutlich entlasten.“ Im Ergebnis könnten nicht nur die Anforderungen an die Qualifikation des Bedienpersonals gesenkt, sondern auch der Energieverbrauch optimiert und die Arbeitsgeschwindigkeit und -qualität gesteigert werden. Entwicklung im Verbund Da kein geeignetes Basisfahrzeug am Markt verfügbar ist, bauen die Projektpartner*innen einen Forschungsträger in der passenden Größe. Das Fahrzeug wird kompakt und wendig sein, viele Anbaumöglichkeiten bieten und wird mit einem Elektroantrieb ausgestattet werden. Im Rahmen des ElPrA-Projekts entwickeln die Beteiligten die Präzisionsachse, die für das Assistenzsystem und die Automatisierung bestimmter Arbeitsvorgänge eine zentrale Rolle spielt. Jedes Rad muss separat angetrieben und einzeln mit hoher Präzision automatisch gesteuert werden können. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die ein optimales Zusammenspiel von zahlreichen Sensoren und Reglern erfordert. Als Anwendungsbeispiel dient die Reinigung von Straßenrandpfählen. Während das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB die aufwendige Sensorik erforscht, hat das Team der HTWD einen digitalen Zwilling der Arbeitsmaschine kreiert, um ihren Einsatz in unterschiedlichen Situationen zu simulieren. „Auf dem Monitor können wir das virtuelle Fahrzeug eine Straße entlangfahren lassen und wie in einem Film verfolgen, ob es die Leitpfosten erkennt, sich an der richtigen Stelle positioniert und mit der virtuellen Waschbürste die Pfähle säubert“, sagt Martin Wittmer. „Dabei war die Einbindung der Sensorik und Regler eine Neuerung für uns.“ Neben dem Arbeitsvorgang gilt es, viele weitere Situationen zu simulieren, etwa plötzlich auftretende Hindernisse oder die Beanspruchung des Fahrzeugs auf einer holprigen Straße. Halbzeit im Projekt Das dreijährige Forschungsvorhaben läuft seit Ende 2023. Die Entwicklung der Achse ist inzwischen abgeschlossen und das Konsortium beginnt mit dem Bau eines Prototyps. Die HTWD arbeitet mithilfe des digitalen Zwillings daran, die sensorgesteuerten Arbeitsvorgänge zu optimieren und die Regler weiterzuentwickeln. Später soll ein nachgelagertes Projekt die Technologie alltagstauglich und wirtschaftlich nutzbar machen. „Unser Verbundprojekt und die gemeinsame Entwicklungsarbeit bewirken nicht nur Erleichterungen für die kommunale Bewirtschaftung“, so Martin Wittmer. „Hier werden die Kompetenzen der Beteiligten für die Kommunaltechnik der Zukunft gebündelt, ein Schritt in Richtung Neubelebung Sachsens als bedeutender Standort für Nutzfahrzeugtechnik.“ Rund ein Drittel der Studierenden der Fahrzeugtechnik an der HTWD wählen die Vertiefungsrichtung Nutzfahrzeugtechnik, die hier seit etwa 15 Jahren explizit im Fokus steht. Mehrere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Kommunaltechnik – so auch die automatische Hindernisumfahrung bei Mäharbeiten am Straßenrand – bilden unter anderem die Grundlage für das ElPrA-Projekt. Das FuE-Verbundprojekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes gefördert und läuft bis November 2026.

    Nutzfahrzeug Multicar M26
    © HTW Dresden
  • Reparieren statt wegwerfen: Lab X setzt auf Mitmachen und Open Source Hardware

    11.05.2025
    Industrie 4.0 Modellfabrik Informatik / Mathematik Pressestelle Workshop

    – Im Lab X – dem Maker Space der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) drehte sich beim beim ersten Repair-Treff alles um Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Kreativität. Zu dem Termin konnten defekte Alltagsgegenstände wie eine Mikrowelle, ein Oszilloskop, Textilien und weitere Geräte erfolgreich repariert werden – ganz im Sinne des Mottos: „Reparieren statt wegwerfen!“ Organisiert wurde das Format vom interdisziplinären Team des Lab X , unterstützt vom Repair-Café Dresden & Freital sowie vom ehemaligen Rektor Prof. Roland Stenzel . Ziel der Veranstaltung ist es, Eigeninitiative zu fördern, praktisches Wissen auszutauschen – und vor allem Dinge zu erhalten, anstatt sie zu entsorgen. Der Repair-Treff steht für gemeinschaftliches Reparieren, geteiltes Wissen und gelebte Nachhaltigkeit. Genau hier setzt auch die Idee von Open Source Hardware an: Baupläne und technische Informationen werden offen zugänglich gemacht, damit Alle Geräte verstehen, reparieren, verbessern oder nachbauen können. Dieses Prinzip passt ideal zum Repair-Treff – denn je mehr Transparenz und Zugänglichkeit Technik bietet, desto einfacher wird Reparatur. Open Source Hardware fördert nicht nur Selbstermächtigung, sondern stärkt auch die Reparaturkultur vor Ort. „Open Source Hardware macht Technik greifbar. Sie ermöglicht es, zu verstehen, wie Dinge funktionieren – und wie man sie repariert oder weiterentwickelt. Es ist sogar möglich, etwas komplett Neues zu entwickeln. Denn offene Hardware erlaubt es Baupläne nicht nur zu studieren, sondern auch zu verändern.“, erklärt Pia Bielitz, Mitarbeiterin des Lab X. „Das passt perfekt zum Gedanken des Repair-Treffs und Lab X: Wissen teilen, Dinge erhalten, gemeinsam Lösungen finden und vielleicht sogar gemeinsam innovativ zu sein.“ Das Lab X bietet dafür die passende Infrastruktur: eine offene Werkstatt mit Werkzeugen für Prototyping, Elektronik, 3D-Druck und mehr. Studierende, Mitarbeitende und Interessierte arbeiten hier interdisziplinär zusammen – mit einem besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation. Damit trifft das Format den Nerv der Zeit: Ressourcen zu schonen, Reparaturfähigkeiten zu fördern und Alternativen zur Wegwerfgesellschaft zu schaffen. Nächster Termin: Dienstag, 13. Mai 2025 im Lab X an der HTW Dresden. Alle HTW Angehörigen, die defekte Gegenstände gemeinsam wieder instand setzen möchten oder sich für Nachhaltigkeit und Open Source Hardware interessieren, sind herzlich eingeladen. Anmeldung unter: Lab X der HTWD - OPAL Kurs für Veranstaltungen und Geräteführerscheine Die Professur Informationsmanagement Das Projekt Lab X wird durch das BMBF im Programm Forschung an Fachhochschulen gefördert und federführend von der Professur für Informationsmanagement koordiniert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Reichelt arbeiten an der Professur mehr als 25 Mitarbeitende in der angewandten Forschung an Innovationen für die Fabrik der Zukunft. Sie arbeitet dabei sehr erfolgreich regional sowie überregional mit Industriepartnern zusammen. Für einen effizienten und schnellen Transfer der FuE-Ergebnisse in die Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt und erforscht die Professur verschiedene Transferformate. Dabei adressiert Lab X speziell die Vorgründungsphase. Es bietet Gründungsinteressierten eine Plattform, um ihre Ideen technisch zu erproben und damit wichtige Erfahrungen für die künftige Gründung zu sammeln. Die Potentiale des Transfers mittels Open Source Hardware werden derzeit in den Projekten im BMBF geförderten T!Raum oSHOP erforscht und weiterentwickelt. Kontakt HTW Dresden – Lab X labx@htw-dresden.de +49 (0)351 462 3049

    Labx
  • Feierliche Jahrgangsverabschiedung der Fakultät Maschinenbau

    09.05.2025
    Maschinenbau

    Die Veranstaltung wurde eröffnet durch Prof. Dr.-Ing. Gunther Naumann, Dekan der Fakultät Maschinenbau. Anschließend gratulierte auch der Rektor der HTWD, Prof. Dr.-Ing. Ingo Gestring, den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem erfolgreichen Studienabschluss. Rückblick auf gemeinsame Studienjahre Ein Höhepunkt des Programms war der Rückblick auf die gemeinsame Studienzeit. Fotos und ein Video mit Eindrücken von Exkursionen und Veranstaltungen weckten Erinnerungen und luden zum Austausch persönlicher Anekdoten ein. Auszeichnungen für herausragende Leistungen Vier Studierende wurden für ihre außergewöhnlichen Studienleistungen als beste Absolventen ihres Studiengangs geehrt: Georg Oliver Rahm (Allgemeiner Maschinenbau) Darius Schwarze (Fahrzeugtechnik) Richard Schober (Produktionstechnik) Lukas Rammensee (Gebäudesystemtechnik) Persönliche Worte der Studierenden In einer emotionalen und humorvollen Rede ließ Lisa Synnatzschke stellvertretend für den Jahrgang die prägenden Momente des Studiums Revue passieren – von den größten Herausforderungen bis zu den schönsten Erinnerungen. Ausklang in festlicher Atmosphäre Nach der persönlichen Verabschiedung aller Absolventinnen und Absolventen durch den Dekan bot sich beim anschließenden Empfang Gelegenheit zum Austausch mit Lehrenden und Mitstudierenden. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Dresdner Chor Vokalwerk, der mit Liedern wie „For the longest time“, „Mambo“, „Angels“ und „So soll es bleiben“ für stimmungsvolle Momente sorgte.

    Jahrgangsfoto, Imma 2020
  • SpeechMind für zwei Gründerpreise nominiert

    07.05.2025
    Gründung

    Für den Sonderpreis ‚Sachsen gründet – Startup 2025' kann für SpeechMind über ein Online Voting noch bis zum 11. Mai abgestimmt werden. Neue Impulse für die sächsische Wirtschaft Im Rahmen des Wettbewerbs um ‚Sachsens Unternehmer:in des Jahres‘ gehört SpeechMind zu den vier Finalisten für den Sonderpreis ‚Sachsen gründet – Startup 2025‘. Der Preis würdigt das Engagement junger sächsischer Gründerinnen und Gründer, die mit einer innovativen Geschäftsidee neue Impulse für die sächsische Wirtschaft setzen und ist mit Medialeistungen im Wert von 60.000 Euro dotiert. Auf der feierlichen Preisverleihung am 16. Mai in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen wird der Gewinner dann bekanntgegeben. Vom Freistaat geehrt Zeitgleich gehört SpeechMind zu den Nominierten für die Sächsischen Staatspreise für Gründen, Transfer und Innovation 2025, die am 25. Juni auf der Sächsischen Innovationskonferenz in der Messe Dresden vergeben werden. Das Startup ist dabei unter den drei Finalisten für den Sächsischen Gründerpreis in der Kategorie ‚Skalierung und gesellschaftlicher Impact‘. Die Nominierten dieser Kategorie konnten mit der Darstellung des ökonomischen Erfolgs am Markt sowie des Wachstums- und Skalierungspotenzials in Verbindung mit einem Beitrag zur nachhaltigen Lösung von gesellschaftlichen und/oder ökologischen Problemen überzeugen. Die Sächsischen Staatspreise werden auch in diesem Jahr im Auftrag des Freistaates Sachsen durch futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, ausgerichtet und ehren die besten Gründungskonzepte und -ideen, Innovationen sowie Transferleistungen. Digitalisierung der Verwaltung mittels KI SpeechMind wurde im Jahr 2022 von den drei Maschinenbauern Titus Hartmann, Richard Fankhänel und Justus Feron in der Gründungsschmiede der HTW Dresden gegründet. Mit ihrer KI-Software und dem Fokus auf die öffentliche Verwaltung, Politik und kommunale Sitzungen will das Startup die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland vorantreiben. "Wir sehen die Nominierungen als Zeichen, dass die Themen Verwaltungseffizienz- und Modernisierung immer wichtiger werden und freuen uns, dass unsere Mission damit noch einmal extra Rückenwind bekommt", so Richard Fankhänel, CEO und Gründer von SpeechMind. Weitere Informationen zur SpeechMind GmbH unter www.speechmind.com

    Team SpeechMind
    @Richard Fankhänel
  • Autonomer Traktor der HTWD überzeugt auf Messen und im Praxiseinsatz

    05.05.2025
    Forschung Landbau / Umwelt / Chemie Pressestelle Transfer

    Ein bedeutender Meilenstein war die weltweit erste vollautomatische Ausbringung von Zuckerrübensaat auf einer Arbeitsbreite von 8 Metern. Der Agbot absolvierte diesen Einsatz mit einer Genauigkeit von bis zu 2 cm. „Mit dem Agbot zeigen wir, dass autonome Landtechnik bereits heute einsatzbereit ist und konkrete Vorteile für die landwirtschaftliche Praxis bietet“, so Prof. Dr. Karl Wild von der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie. „Insbesondere für große Anbauflächen ergeben sich daraus erhebliche Effizienzgewinne und Potenziale zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs.“ Der Agbot steht exemplarisch für die praxisnahe Forschung und Lehre an der HTW Dresden. Er verdeutlicht, wie wissenschaftliche Entwicklungen zur Lösung aktueller Herausforderungen in der Landwirtschaft beitragen können. Autonome Traktoren gelten als Schlüsseltechnologie für die Landwirtschaft der Zukunft. Sie ermöglichen präzises Arbeiten, entlasten landwirtschaftliche Betriebe im Zuge des Fachkräftemangels und leisten einen Beitrag zu nachhaltigen Produktionsverfahren.

    Agbot im Feldeinsatz
    Holger Bär, LfULG
  • Adaptiver Formgreifer für die Pneumatikausbildung

    05.05.2025
    Maschinenbau

    Seit vielen Jahren gibt es gute Kontakte zur Firma Festo, dem wohl bekanntesten Hersteller von pneumatischen Bauelementen und Systemen. Im Hydraulik-/Pneumatiklabor der HTW Dresden werden pneumatische Lehrsysteme sowie entsprechende Simulationssoftware o.g. Firma für die praktische studentische Ausbildung genutzt. Kürzlich übergab Herr Sören Zschill vom Festo Experience Center Chemnitz einen adaptiven Formgreifer (* an Holger Kühne, zuständiger Laboringenieur im Hydraulik-/Pneumatiklabor. “Wir sind über eine derartige Unterstützung sehr dankbar. Dieser Formgreifer wird zukünftig einen geeigneten Platz innerhalb der pneumatischen Praktika unserer Maschinenbaustudierenden finden.”, so Holger Kühne. In den vergangenen Jahren konnte so die praktische Pneumatikausbildung weiter ausgebaut werden, z.B. auch für den Robotik-Master. “Wir unterstützen gern Hochschulen mit unserer Technik, sind aber auch für Fachvorträge und Exkursionmöglichkeiten offen.”, ergänzt Sören Zschill, der als Vertriebsingenieur bereits eine Exkursion mit interessierten Studierenden nach Chemnitz organisiert hat. Viele Maschinenbaustudierende kommen über den zweiten Bildungsweg an die Hochschule und können so ihr in der Berufsausbildung bereits erworbenes Wissen anwenden und vertiefen. Andere haben mit den pneumatischen Lehrsystemen im Hydraulik-/Pneumatiklabor erste Berührungspunkte. Holger Kühne weiß das aus eigener Erfahrung: “Man muss die jungen Leute für die Technik begeistern. Und da gehört auch der sprichwörtliche ‘Blick über den Tellerrand’ mit z.B. diesen Formgreifer dazu.” Vielen Dank an die Firma Festo und weiterhin gute Zusammenarbeit. (* Ein adaptiver Formgreifer ist ein pneumatisches Handhabungssystem zum Greifen von Produkten unterschiedlicher Geometrie, hervorgegangen aus bionischen Aspekten der Funktion der Zunge eines Chamäleons.

    Übergabe eines adaptiven Formgreifers
  • Grundschulklasse zu Gast am Campus Pillnitz

    05.05.2025
    Landbau / Umwelt / Chemie Exkursion Transfer

    Die Schüler*innen der 3.Klasse der 92. Grundschule Dresden ware am 10. April zu Gast im Gewächshaus des Campus Pillnitz, um mehr über die Produktion von Lebensmitteln und Artenvielfalt zu erfahren.

    Der Platz vor dem Gewächshaus der HTWD mit einer Kräuterschnecke.
  • Stadt, Land, Weißeritz – Der Fluss als Erlebnisraum

    05.05.2025
    Design Pressestelle Transfer

    „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ – unter diesem Motto findet am 10. Mai 2025 bundesweit der Tag der Städtebauförderung statt. Städte und Gemeinden informieren an diesem Tag über ihre Projekte, Planungen und Erfolge – und laden dazu ein, an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mitzuwirken. Die Stadt Freital beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag und lädt am Samstag, den 10. Mai 2025, von 10.0 Uhr bis 13.00 Uhr zur Stadt-Rallye in den Freitaler Fördergebieten ein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Im Stadtteilbüro Potschappel (Dresdner Straße 54) sind auch Designstudierende der HTW Dresden dabei. In der Ausstellung „Projekte zur Erlebbarkeit an der Weißeritz“ zeigen sie 11 Designprojekte. Entwickelt wurden die Projekte im Wintersemester 2024/25 im Rahmen des Gesamtkonzepts „Erlebbarkeit der Weißeritz“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Freital. Ziel der Initiative ist es, die Weißeritz als zentralen Erlebnisraum in Freital zu etablieren und die Stadt als attraktiven Lebensraum weiterzuentwickeln. Als Treffpunkt für unterschiedliche Generationen sollten kommunikative Orte am Wasser im Fördergebiet „Freital – Urbanität am Fluss“ entstehen und an geeigneten Stellen Wassererlebnisbereiche etabliert werden. Ideen zum Erleben und Mitmachen Die Studierenden erarbeiteten Designkonzepte und Entwürfe, die die Aufenthaltsqualität am Fluss steigern, die Sichtbarkeit der Weißeritz im Stadtbild verbessern und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt stärken sollen. Die Ideen reichen von einem Spiel zu berühmten Persönlichkeiten der Stadt über ein Wegeleitsystem entlang der Weißeritz bis hin zu einer öffentlichen Spiegel-Installation am Ufer. „Entstanden sind vielseitige Entwürfe, die Geschichten erzählen, zum Interagieren einladen, Raum für Erleben und Ruhe schaffen, zum genauen Hinsehen oder Hinhören anregen – oder einfach nur faszinieren“, erläutert Professorin Diana Simon, eine der beiden Betreuerinnen der Lehrveranstaltung ‚Design Practice‘ im Masterstudiengang „Design: Product and Interactions“. Zum Tag des Städtebaus stellen die Studierenden ihre Ideen vor. Besucherinnen und Besucher können einige Exponate selbst erproben. Über die Kooperation Das Designprojekt „Stadt, Land, Weißeritz“ (Designprojekt im Fördergebiet „Freital – Urbanität am Fluss“) fand im Wintersemester 2024/2025 statt. Betreut wurde es von Prof. Diana Simon und Prof. Karen Donndorf im Rahmen der Lehrveranstaltung ‚Design Practice‘. Die Lehrveranstaltung thematisiert die Gestaltung neuartiger Produkte im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen von Individuen, Gruppen, Organisationen und Gesellschaften. Anhand eines konkreten Designprojekts werden daraus resultierende gestalterische Strategien entwickelt und erprobt Unterstützt durch: Dr. Annekatrin Schob-Adam und Christoph Hein (iKD Ingenieur-Consult GmbH); Rica Bley, Rebecca Fiedler und Alice Kunze (Stadt Freital) Gefördert durch: das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ im Fördergebiet „Freital – Urbanität am Fluss“ und in Kooperation mit der Stadt Freital

    Ereignishorizont – Öffentliche Spiegel-Installation Projekt von Phillip Wildner
    Phillip Wildner
  • Möglichst lange selbstbestimmt wohnen

    30.04.2025
    Forschung Informatik / Mathematik

    Wie können technologische Neuerungen Menschen dabei unterstützen, auch im hohen Alter und bei Beeinträchtigungen ein selbstständiges Leben im vertrauten Wohnumfeld zu führen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das „Smart Co-Care Apartment“ (Ambient Assisted Living-Labor) der Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz & Kognitive Robotik an der Fakultät Informatik/Mathematik der HTW Dresden. In dem Projekt geht es unter anderem darum, digitale Anwendungen in bestehende Pflege- und Versorgungsstrukturen einzubinden und deren Auswirkung auf den Alltag von Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen und Pflegedienstleistern zu untersuchen. Schon seit 2008 arbeitet die Arbeitsgruppe von Professor Hans-Joachim Böhme daran, wie digitale Anwendungen sinnhaft in die stationäre Pflege integriert werden können. Der Schwerpunkt lag zunächst auf mobiler Assistenzrobotik zur Betreuung von Menschen mit Demenz. „Dann bot sich 2019 die Möglichkeit, in der Wohnanlage Bühlau der städtischen Cultus gGmbH in Dresden eine Wohnung mit neuester Technologie auszustatten“, sagt der Projektverantwortliche Mathias Klingner. „So entstand dort innerhalb von drei Jahren unser AAL-Labor.“ Die Ausrüstung der 37 Quadratmeter großen Musterwohnung umfasst neben barrierefreier Einrichtung eine besondere IT-Struktur, zahlreiche Sensoren, ein spezielles Pflegebett sowie ein intelligentes Lichtkonzept. Sicherheit und Unterstützung Verschiedene Sensoren und Sensorsysteme liefern ein breites Spektrum an Informationen über den Lebensalltag und die Aktivitäten der dort Wohnenden. Die Privatsphäre und Selbstbestimmtheit bleiben dabei gewahrt. Die erhobenen Daten werden ausschließlich lokal vor Ort verarbeitet und abgelegt. Datenschutz und Datensicherheit spielen eine zentrale Rolle im Projekt. Vor allem der Fußboden hat es in sich. Unter dem Bodenbelag verbaute Sensoren erfassen die Position und Bewegung aller Personen in der Wohnung. Aus diesen Daten lassen sich Laufwege und Aufenthaltshäufigkeiten und selbst Stürze erkennen. Bei einem Sturz wird automatisch ein Notruf ausgelöst. Aber auch Veränderungen von Tagesrhythmus und Gewohnheiten sind aus den Sensordaten abzulesen, was wiederum Rückschlüsse auf bestimmte Einschränkungen, wie zum Beispiel eine beginnende Demenz, zulässt. Das innovative Pflegebett, ein sogenanntes Aufstehbett, ermöglicht es, ohne fremde Hilfe aufzustehen. Aufwendige Sensorik, zu der auch eine Wiegezelle mit mehreren Messpunkten zählt, registriert neben der Belegung auch Daten wie das Gewicht oder die Schlafdauer der Nutzenden. Unterstützung bietet zudem ein intelligentes Beleuchtungssystem, das sich durch Umgebungslichtsensoren und verschiedene Leuchtmittel individuell regelt, abgestimmt auf den Tagesrhythmus der Person. Automatisch gesteuertes Vollspektrum-Licht erleichtert das Aufstehen, nach dem Zubettgehen wird die Beleuchtung gedimmt oder abgeschaltet. Digitale Hilfsstrukturen im Praxistest „Alle Elemente arbeiten zusammen und bilden ein abgeschlossenes System mit einem zentralen Server. Wer dort wohnt, kommt mit der Technik kaum in Berührung“, so Mathias Klingner. „Beim Aufbau bestand die Herausforderung vor allem darin, die Systeme ganz unterschiedlicher Anbieter in einem gemeinsamen Netzwerk zu integrieren und miteinander sprechen zu lassen.“ Mit dem Blick darauf, wie sich solche Systeme möglichst nahtlos in den Alltag der Betroffenen und in bestehende pflegerische Strukturen und Prozesse einfügen lassen, kooperiert die Arbeitsgruppe eng mit der Cultus gGmbH sowie mit Fachleuten der Pflegewissenschaften. Seit Fertigstellung 2022 bewohnen einzelne Personen jeweils unterschiedlich lange das AAL-Labor zur Probe. Nach dem Aufenthalt bewerten sie, welche der Technologien und Einrichtungsteile einen positiven Einfluss auf ihren Alltag hatten. Die Musterwohnung, die von der der HTWD betreut und ständig weiterentwickelt wird, dient zugleich als Forschungslabor. Künftig sollen die gewonnenen Daten anonymisiert auch anderen wissenschaftlichen Gruppen zur Verfügung stehen. In Kooperation mit der AWO startete das HTWD-Team 2023 in Hoyerswerda den Aufbau eines weiteren „smarten Apartments“, das seit Juli 2024 dauerhaft von einer Person bewohnt wird. Dieses Projekt soll vor allem zeigen, wo die Grenzen der digitalen und technischen Unterstützung in einer solchen Wohnung liegen. Im nächsten Schritt will die Arbeitsgruppe weitere Ausbaustufen erforschen, mit denen sich das Living Lab anhand der erhobenen Daten selbstständig auf individuelle Bedürfnisse der Bewohnenden einstellen kann. Zudem ist die Integration eines lokalen Sprachassistenzsystems geplant, dass durch Dr. Oliver Guhr während seiner Promotion in der Arbeitsgruppe speziell für den Einsatz im Pflegebereich entwickelt wurde. Forschungsergebnisse im Internet Ein digitaler Zwilling auf den Webseiten der Arbeitsgruppe vermittelt einen Eindruck von der Ausstattung der Musterwohnung und lässt interessierte Personen die verbauten Technologien erfahren. Neben dieser Showroom-Funktion sollen damit vor allem Forschungsergebnisse niedrigschwellig und interaktiv kommuniziert werden. „Wir wollen zeigen, wie Wissenschaft mit der interdisziplinären Erforschung, Entwicklung und Verknüpfung moderner Technologien dazu beitragen kann, das Leben im Alter müheloser zu gestalten“, erklärt Projektleiter Professor Hans-Joachim Böhme. „Dies gelingt jedoch nur mit langfristiger und nachhaltiger Finanzierung und Unterstützung“, fährt Böhme fort. Vor diesem Hintergrund hat die Arbeitsgruppe die Schwerpunkte Assistenzrobotik in der Pflege und Ambient Assisted Living in die Plattform für soziale Innovationen - SINN Sachsen - des Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt als Themen eingebracht. Nachdem bislang ausschließlich die technische Integration des Labs gefördert wurde, sollen zukünftig Forschungsprojekte initiiert werden, die die Möglichkeiten der vorhandenen Technik für Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf in den Blick nehmen. Deshalb werden unter dem Dach SINN Sachsen derzeit Kooperationen und Modellprojekte entsprechende Modellprojekte vorbereitet. Das Sächsische Wissenschaftsministerium hat das Projekt in der Wohnanlage Bühlau mit rund 128.000 Euro gefördert. Außerdem wurde das Projekt im Rahmen der Wir! ZukunfTAlter - „InnoQ3 – Innovative Betreuung im Quartier“ Initiative und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    Wohnungsgrundriss
    © HTW Dresden

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