• Zu Besuch auf der Hannover Messe 2024

    26.04.2024
    Industrie 4.0 Modellfabrik

    Auch wenn die Aufgabenbereiche mitunter sehr verschieden waren, fiel in vielen spannenden Gespräche auf, dass die Probleme und Hindernisse doch häufig sehr ähnlich sind. Diese Erkenntnis unterstreicht einen Schwerpunkt der diesjährigen Hannover Messe: „Fortschritt durch Synergie und Kooperation“ - also ein gemeinsames, kooperatives Vorankommen durch das Zusammenspiel von Technologien, branchenübergreifender Zusammenarbeit und Vernetzung, zusammen mit einem sicheren und standardisierten Datenaustausch. Als eine Schlüsseltechnologie zur Erreichung dieses Zieles wurden Datenräume und Gaia-X in den Mittelpunkt gestellt, mit denen sich Stefan Vogt und Paul Patolla im Rahmen des Projektes Fed-X-Pro täglich beschäftigen. Natürlich war auch das Thema Künstliche Intelligenz in sämtlichen Bereichen präsent und die Innovationsbereitschaft vieler Unternehmen bestätigte das enorme Potential, welches in unseren Forschungsprojekten in ebendiesem Bereich steckt (z.B. Projekt CLEVER ). Stefan Helmert nutzte die Messe, um sich mit den Unternehmen zur Thematik Open Source Hardware auszutauschen, ein weiterer wichtiger Baustein für Synergien und Kooperation. Vor allem im Bereich 3D-Druck finden sich Unternehmen, die mit Open Hardware vertraut sind und dieses Konzept bereits in ihre Unternehmensstruktur integriert haben. In anderen Bereichen ist Open Source Hardware bisher eher weniger bekannt. Hier sehen wir Handlungsbedarf und freuen uns mit den Projekten OSHIE und OSHOP neue Impulse zu setzen, die möglicherweise auf künftigen Hannover Messen sichtbar werden. Wir danken für eine Vielzahl motivierender Einblicke und freuen uns auf die HM2025!

    Schriftzug #HM24 auf Wiese
  • Girls Day an der HTWD: Mädchen werden zu Wearable-Designerinnen und -Technikerinnen

    26.04.2024
    Industrie 4.0 Modellfabrik

    Die Arbeitsgruppe Smart Production Systems (SPS) hat einen Workshop vorbereitet, an dem 12 Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren aus verschiedenen Schulen teilnahmen. Das Thema des Workshops lautete "DIY-Wearables: Werde zum Designer und Techniker deiner eigenen Mode!" In einer Welt, in der Wearables wie Fitnesstracker und Smartwatches allgegenwärtig sind, bot der Workshop eine einzigartige Gelegenheit für die Teilnehmerinnen, ihre eigenen kreativen Ideen umzusetzen. Unter der Anleitung von Experten hatten die Mädchen die Möglichkeit, ihre eigenen Wearables zu entwerfen und zu programmieren. Der Workshop wurde von den Mitarbeitenden der Arbeitsgruppe SPS, Cäcilia Veliu, Pia Bielitz und Robert Ringel betreut. Das Format wurde in Kooperation mit dem Transferprojekt Saxony5 umgesetzt. Die Grundidee des Workshops war es, einen Beutel zu nähen und diesen mit LEDs zu versehen. Die Teilnehmerinnen konnten dabei zum einen die Grundlagen des Nähens und den Umgang mit der Nähmaschine lernen. Zum anderen lernten sie aber auch, wie sie mit Hilfe von LEDs und einem Microcontroller ihre individuellen Stücke zu absoluten Highlights machen. Für die Innenseite des Beutels wurden außerdem zum Teil HTW-T-Shirts mit altem Logo vernäht, was dem Projekt zusätzlich Nachhaltigkeit verschaffte und den Mädchen live zeigte, wie cool Upcycling ist. So konnten die Mädchen ihre Kreativität entfalten und erste Erfahrungen im Bereich Programmierung sammeln. Mit Hilfe eines Python-Programms wurden z.B. die Leuchtdauer und -reihenfolge der LEDs programmiert. Ziel war es, den Teilnehmerinnen zu zeigen, was mit der vermeintlich „trockenen Informatik“ für großartige Dinge entstehen können! Dabei haben wir gemeinsam gelernt, dass es gar nicht so einfach ist, ein passendes Design zu entwickeln und dieses mit der LED-Technologie zu verbinden. Leitfähiges Garn musste vernäht, der Micro-Controller und die LEDs an den richtigen Stellen festgenäht und dann mit dem Garn auch noch richtig angeschlossen werden. Eine zusätzliche Herausforderung war dabei alles so sauber zu vernähen, dass das leitfähige Garn sich nicht überkreuzt! War all diese Arbeit getan - kam der große Augenblick: Technik-Test mit Robert Ringel! Immer wieder konnte man ein begeistertes "Juchu! Es leuchtet!" hören! Es war großartig zu sehen, wie motiviert und engagiert die Teilnehmerinnen waren. Am Ende des Tages sind zwölf beeindruckende und individuelle Designs und Konzepte entstanden. Der Girls Day an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden bot den Mädchen nicht nur eine inspirierende Erfahrung, sondern auch die Möglichkeit, ihre Interessen im Bereich der Technik und des Designs weiter zu erkunden. Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung von Bildungsinitiativen, die Mädchen ermutigen, sich für MINT-Fächer zu interessieren und ihre Fähigkeiten in diesen Bereichen zu entwickeln.

    Cäcilia Veliu bespricht mit Teilnehmerin den Entwurf des Schaltplans
  • Frauen in der Wissenschaft: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Gründerin Jessica Haustein

    26.04.2024
    Design Forschung Gründung Industrie 4.0 Modellfabrik Pressestelle

    Was ist Ihre aktuelle Tätigkeit an der HTW Dresden und wie sind Sie dazu gekommen? Ich bin als wissenschaftliche Mitarbeiterin in zwei Projekten der Arbeitsgruppe Smart Production Systems von Professor Dirk Reichelt tätig. Im Projekt Lab X unterstütze ich Studierende und Mitarbeitende der HTWD bei der Umsetzung ihrer Business- oder Produktideen in reale Prototypen. Meine Tätigkeit sorgt dafür, dass gute Ideen nicht in Schubladen verschwinden, sondern im geschützten Raum getestet und weiterentwickelt werden können. Im Projekt Saxony⁵ tragen wir dazu bei, Wissen- und Technologien aus der Hochschule in die Gesellschaft zu transferieren. Beispielsweise durch monatliche Führungen durch die Industrie 4.0 Modellfabrik in der 9. Etage. Während meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau wuchs in mir der Wunsch zu studieren und eine Familie zu gründen. Ich entschied mich dann dazu, eine junge Mutter zu werden, weil ich einige Frauen kannte, die erst studiert, dann Kinder bekommen und danach mit ihrem Abschluss keinen Job gefunden haben, weil sie zu lange „raus“ waren. Während meiner Zeit als hauptberufliche Familienmanagerin engagierte ich mich ehrenamtlich in einigen sozialen Projekten und versuchte ein Business für handgemachte außergewöhnliche Spielsachen aufzubauen. Als mein viertes Kind in den Kindergarten kam, begann ich wieder mehr in meinem Beruf zu arbeiten und mich auf das einjährige Fachabitur vorzubereiten. Nach bestandener Abitur- und Aufnahme-Prüfung begann ich 2016 mein Produktdesign-Studium an der Fakultät Design der HTWD. Neben dem Studium übernahm ich kleinere Design-Aufträge und begann als wissenschaftliche Hilfskraft an der HTWD Demonstratoren für neuartige Materialien zu entwickeln. Während meiner Masterarbeit bekam ich die Möglichkeit, eine meiner Produktideen durch das Lab X finanziell fördern zu lassen und konnte so die Herstellbarkeit und Marktrelevanz testen. Dieser Produktidee widmete ich mich dann auch, mit Hilfe zweier Kommilitonen, nach meinem Masterabschluss für ein halbes Jahr vertieft. Seit Februar 2024 bin ich Vollzeit an der HTWD und verfolge die Produktidee unimory parallel in meiner Freizeit weiter. Was hat Sie dazu motiviert, eine Karriere in der Wissenschaft zu verfolgen? Mich reizt besonders die Vielfältigkeit der Themengebiete mit denen ich mich beschäftigen darf und das Mindset der Menschen, denen ich täglich auf Arbeit begegne. Ein Tag an dem ich nicht Neues kennenlernen oder ausprobieren kann, an dem ich meine Fähigkeiten nicht erweitern oder für etwas Sinnvolles einsetzen kann, fühlt sich für mich verloren an. In der Wissenschaft bietet sich aus meiner Sicht dafür mehr Freiraum als in der Wirtschaft. Was hat Sie dazu motiviert ein Startup zu gründen? Da kommen verschiedene Dinge zusammen. Zum einen fand ich es sehr schade die vielen Ideen, die im Studium ja schon sehr weit ausgearbeitet wurden, einfach in der Schublade zu vergessen. Wenigstens eine der Ideen wollte ich versuchen auf den Markt zu bringen, um zu sehen, ob nur ich die Idee toll finde und wie es sich anfühlt, etwas entworfen zu haben, was anderen Menschen wirklich gefällt und nützt. Zum anderen der Nutzen, denn unimory ist ein Spiel, das durch seine Konstruktion weniger Menschen vom gemeinsamen Spiel ausschließt. Dadurch können auch Menschen mit motorischen oder visuellen Einschränkungen weiter mit Freunden und Familie Memory spielen, was aus meiner Sicht nur positive Effekte haben kann. Welchen Herausforderungen sind Sie auf Ihrem Weg in der Wissenschaft und der Unternehmensgründung begegnet? Die größte Herausforderung ist für mich, dass mein Tag meistens zu wenig Stunden für all die spannenden Sachen hat, die ich gern machen möchte. Irgendwo in der HTWD ist ein Spruch angepinnt, dem ich mich hier gern bedienen möchte: "Das Schlechte an guten Ideen ist, dass sie meistens in Arbeit ausarten.“ Dadurch muss ich ständig neu priorisieren und abwägen, wie tief ich mich in ein Thema hineindenken kann. Sehr herausfordernd empfinde ich, alles unter einen Hut zu bekommen und im Blick zu behalten, was es manchmal nötig macht, Dinge loszulassen oder zu delegieren. Welche Unterstützung haben Sie auf diesem Weg erhalten? Unterstützung in Form von Zuspruch und nützlichem Feedback erhielt und erhalte ich im Familien- und Freundeskreis und aus dem Kollegium. Für das unimory Projekt war die Lab X Förderung essentiell um einen funktionstüchtigen Prototypen und ein passendes Herstellungsverfahren testen zu können und auch die Bestärkung und Anerkennung der Produktidee war da unheimlich wertvoll. Wie erleben Sie die Themen Gleichstellung und Diversität in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und in der Gründerszene? In meiner Wahrnehmung werden die Bemühungen um mehr Diversität und Gleichstellung stetig intensiviert, der Erfolg zeigt sich aber nur in kleinen Schritten. Vorurteile und Ängste verhindern noch zu oft eine unbefangene Einschätzung des einzelnen Menschen. Als Frau muss man lernen, zu kontern und nein zu sagen. Oft merken Menschen gar nicht, dass etwas was sie tun oder sagen diskriminierend oder ungerecht ist. Welche Veränderungen oder Initiativen würden Sie sich wünschen, um die Gleichstellung in diesen Bereichen zu fördern? Ich würde mir wünschen, dass wir uns alle häufiger in unser Gegenüber hineinversetzen und die vielen positiven Aspekte von diversen Teams mehr in den Fokus geraten. Außerdem wünsche ich mir, dass Frauen häufiger den Mut aufbringen, sich auszuprobieren, über sich hinaus zu wachsen, nicht perfekt sein zu müssen und auch mal zu scheitern. Wenn ich etwas gar nicht erst versuche, bin ich schon gescheitert. Was sind Ihre nächsten beruflichen Ziele? Ich möchte das Lab X zu einem selbstverständlichen Teil der HTWD wachsen sehen, wo divers aufgestellte Teams ihre Köpfe zusammenstecken und mit ihren Ideen die Welt verbessern. Der nächste Schritt bei unimory wird die offizielle Gründung und der Start einer KickStartKampagne sein. Nebenher werden letzte Schritte zur Nullserie vollbracht, Verträge vorbereitet, Werbematerial und Website ausgestaltet und einige Verpackungstest vollbracht. Welche Ratschläge würden Sie jungen Frauen geben, die eine Karriere in der Wissenschaft anstreben oder selbst ein Unternehmen gründen wollen? Einfach mal anfangen und auf sein Bauchgefühl hören. Sich selbst und seinen Fähigkeiten trauen. Die Themen für die man brennt verfolgen, Hilfe annehmen. Sein Wissen und Ideen kommunizieren und ausprobieren.

    m
    HTWD
  • Nutzfahrzeugtechniker auf Exkursion

    25.04.2024
    Maschinenbau Exkursion

    Das Interessante ist so nah. Warum also eine weite Reise unternehmen? Am 24.4.24 hatten die Studierenden der Studienrichtung Nutzfahrzeugtechnik die Möglichkeit an einer Exkursion zur Baustelle der Gottleubatalbrücke in Pirna teilzunehmen. Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich im vollen Umfang gelohnt mitzukommen! Björn Römisch, selbst Fahrzeugtechnik-Absolvent der HTW und bei der BeMo Tunnelling GmbH tätig, ermöglichte diese außergewöhnliche Besichtigung, denn die Brücke wird im Verschubverfahren fertiggestellt. Die mittels Schwerlasttransport angelieferten einzelnen Brückteile werden auf dem Pirnaer Sonnenstein (zukünftige Brückenzufahrt) vormontiert und dann in mehreren Schüben durch hydraulische Schwerlastpressen auf die Pfeiler (Der Höchste ist 70m.) geschoben. Der rote von weitem sichtbare Vorbauschnabel, der quasi zum “Einfädeln” dient, ist bereits fast am Endpunkte des Brückenbauwerkes, dem Kohlbergtunnel, angekommen. Bis zum Sommer 2024 sollen die restlichen zwei Verschübe stattfinden, so dass die Brücke dann eine Gesamtlänge von 916m aufweist. Nach einer ausführlichen Einführung durch die Kollegen der Baufirma Metrostav a.s. Praha konnten sich alle ein Bild von den technischen Herausforderungen machen. Und da gab es einige, schon aufgrund der Hanglage, des Untergrundes und der filigranen Pfeilerkonstruktion. Besichtigt und ausgiebig erläutert wurden die Vorkonfektionierung der Brückenelemente, die hydraulischen Pressen und … ein Pfeiler in luftiger Höhe. Hier konnte man (Schwindelfreiheit vorausgesetzt) sehen, wie mittels mit Seifenlösung präparierte Teflonplatten (zur Reibungsminimierung) die Brückteile über die Pfeiler geschoben werden. Die Verschubgeschwindigkeit beträgt ca. 24m pro Stunde. Natürlich kamen und kommen auch aufgrund der Hanglage spezielle “Nutzfahrzeuge” zum Einsatz, z.B. ein schwerer fahrbarer Raupenkran oder ein sogenannte Bergbetonmischer. Vielen Dank an die beiden tschechischen Kollegen der Fa. Metrostav für ihre in einem sehr guten Deutsch vorgetragenen Erläuterungen, Herrn Römisch für die Organisation und den Studierenden für ihr Interesse. Holger Kühne (Bereich Fahrzeugtechnik)

    Exkursion zur Gottleubatalbrücke
    R.Borkert (HTWD)
  • Jetzt neu: offenes Beratungsangebot des Teams Lehre

    25.04.2024
    Lehre

    Wir bieten Ihnen im April und Mai 2024 die Möglichkeit, uns in einer offenen Beratungsstunde immer Donnerstags von 12:45 - 13:45 Uhr zu Fragen Ihrer Lehrentwicklung zu kontaktieren! Kommen Sie gern vorbei und stellen Sie Ihre Fragen zu den Themen: • Didaktische Planung und Konzeption von Lehr-Lernsettings und -Methoden • Lehren und Lernen mit (digitalen) Medien • Lehrkonzepte für internationale Lehre • technologiegestütztes Lernen und Gestaltung lernförderlicher Medienprodukte • Bildung für nachhaltige Entwicklung • Labor- und Werkstattdidaktik • Beratung zu Ihrer eigenen Weiterbildung in Bezug auf Lehre • Beratung bei Antragstellungen zu Lehrvorhaben Sie treffen uns im Raum Z 832 und in BBB . Kontakt: Team Lehre

    Beratung
    iStock
  • Workshop zu KI in der Produktion auf dem sächsischen KI-Kongress 2024

    23.04.2024
    Industrie 4.0 Modellfabrik

    Künstliche Intelligenz hat unsere Arbeitswelt in den letzten Jahren bereits signifikant verändert. Wo wir dabei in Sachsen stehen und wie KI auch künftig unseren Alltag und unsere Arbeit verändern, waren wesentliche Fragestellungen auf dem sächsische KI-Kongress in Chemnitz. Gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz, dem Fraunhofer IWU und dem Fraunhofer ENAS organisierten wir auf der Veranstaltung den Workshop „KI erfolgreich einführen: Storyline für Unternehmen 'von klein nach groß'“. In unserem HTWD Impulse stellten wir vor, vor welchen Herausforderungen wir in der Produktionssteuerung stehen. Am Beispiel des Computerspielklassikers „Pong“ erläuterte Prof. Reichelt , wie Agenten mittels Reinforcement Learning intelligente Entscheidungen treffen und wie sich diese Konzepte auf die Produktionssteuerung übertragen lassen. An einigen Beispielen aus unseren aktuellen FuE-Projekten konnten wir anschaulich zeigen, wie intelligente Softwareagenten mittels Reinforcement Learning eine Produktion steuern können und wie diese Verfahren etablierten Heuristiken überlegen sind. In der Diskussion mit den Workshopteilnehmern wurden weitere Herausforderungen für den sächsischen Mittelstand diskutiert und Lösungskonzepte skizziert. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Wir freuen schon auf den 4. Sächsischen KI-Kongress im kommenden Jahr! Die Teilnahme an diesem Workshop wurde ermöglicht durch den Transferverbund Saxony⁵

    grafische Skizze beschreibt den Inhalt des Vortrages
  • Staatssekretärin Gisela Reetz besichtigt Agri-Photovoltaikanlage der HTWD in Pillnitz

    22.04.2024
    Forschung Landbau / Umwelt / Chemie Pressestelle

    Die Staatssekretärin betonte die Bedeutung solcher Projekte für die Zukunft der Energiegewinnung und der Landwirtschaft. Die Anlage stehe exemplarisch für die innovative Verbindung von Landwirtschaft und erneuerbarer Energieerzeugung. Sie sei ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie man Ressourcen effizient nutzen und gleichzeitig etwas Positives für die Natur tun kann, so Gisela Reetz. Die Agri-Photovoltaikanlage in Pillnitz dient nicht nur der Erzeugung sauberer Energie, sondern ermöglicht auch die landwirtschaftliche Nutzung des darunterliegenden Bodens. Diese doppelte Landnutzung ist ein zukunftsweisendes Modell, das beispielhaft für die Symbiose zwischen Energiegewinnung und Landwirtschaft steht. Prof. Karl Wild, der das Projekt „Agri-Photovoltaikanlage Pillnitz“ leitet, unterstrich die Bedeutung der Anlage für die Forschung und Lehre nachhaltiger Energiesysteme: „Mit der Agri-Photovoltaikanlage in Pillnitz setzen wir neue Maßstäbe in der Integration von landwirtschaftlicher Produktion und erneuerbarer Energiegewinnung. Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und weist gleichzeitig auf Lösungen für die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft.“ Der Besuch der Staatssekretärin unterstreicht das Engagement des Freistaates Sachsen für erneuerbare Energien und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken. Die Agri-Photovoltaikanlage in Pillnitz dient als Modellprojekt für ähnliche Vorhaben in ganz Deutschland und setzt neue Maßstäbe in der Integration von Energiegewinnung und Landwirtschaft. Über das Forschungsprojekt Das Projekt „Agri-PV mit vertikal aufgestellten bifazialen Modulen auf Standorten für Feldfrüchte“ untersucht die Vorteile und Nachteile solcher Anlagen für den Ackerbau. Die Anlage hat eine Leistung von 140 Kilowatt und besteht aus beidseitigen (so genannten bifazialen) und vertikal aufgestellten Modulen, die in Reihen von Nord nach Süd verlaufen. Um die Auswirkungen derartiger Module zu erfassen, entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mess- und Erfassungssysteme, anhand derer sie verschiedene Parameter zur Bodenbeschaffenheit, Umwelteinflüssen, meteorologische Größen sowie landwirtschaftliche Produktionsdaten auswerten können. Das Projekt wird vom Sächsischen Ministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) aus dem Konjunkturprogramm „Nachhaltig aus der Krise“ auf Basis eines Beschlusses des Sächsischen Landtags gefördert. Weitere Informationen: www.agri-pv-pillnitz.de

    Menschen stehen vor der AgriPV-Anlage in Pillnitz
    Nico Beier/ HTWD
  • Endlich ist es wieder soweit

    22.04.2024
    Hochschulsport

    Am Mittwoch, den 05.06.2024 startet unser Sportfest am "Dies Academicus" in die zweite Runde! Neben einem vielseitigen Turnierangebot in diversen Spielsportarten könnt ihr in diesem Jahr eure Kraft- und Ausdauerfähigkeit in unserem "Campus-Parcour" unter Beweis stellen, sowie das "Deutsche Sportabzeichen" ablegen. Traditionell startet für alle Nachtschwärmer:innen 19.00 Uhr die Lange FitnessNacht (LaFiNa) mit Aerobic, Yoga und Tanz. DSHZ-Sportfest

    Frau mit Masskotchen DHSZ
  • Biolumineszenz – das natürliche Leuchten

    19.04.2024
    Forschung Landbau / Umwelt / Chemie Pressestelle

    Biolumineszenz ist die Emission von Licht infolge von chemischen Reaktionen in Lebewesen. Das Phänomen existiert weltweit bei über 3500 verschiedenen Spezies – ob Glühwürmchen auf heimischen Wiesen, biolumineszente Pilze im brasilianischen Regenwald oder leuchtende Tintenfische, Haie und Bakterien in der Tiefsee. Biolumineszenz hat sich in der Evolution mehr als 50-mal unabhängig voneinander entwickelt und erfüllt eine Vielzahl unterschiedlicher Funktionen, zum Beispiel dient es zur Kommunikation, Nahrungssuche und Feindabwehr. Die zugrunde liegende Chemie basiert bei vielen verschiedenen biolumineszenten Organismen allerdings nur auf einer kleinen Anzahl chemischer Moleküle. Dies ist ein bemerkenswertes Beispiel für konvergente Evolution, das heißt, die Organismen sind nicht miteinander verwandt, nutzen aber ähnliche chemische Reaktionen und Moleküle, um Licht zu erzeugen. Die Moleküle sind äußerst effizient und tragen dazu bei, dass Lebewesen erfolgreich innerhalb der Evolution überleben und sich vermehren können. Diese Eigenschaft nutzen Forschende bereits in der Medizin – vor allem im bioanalytischen und biomedizinischen Sektor. Da das Licht innerhalb einer chemischen Reaktion erzeugt wird, benötigt das Verfahren im Vergleich zu ähnlichen Technologien wie Fluoreszenz kein Anregungslicht. In Verbindung mit modernen Detektoren können so analytische Nachweisgrenzen erreicht werden, die im Einzelmolekülbereich liegen. Solch eine Empfindlichkeit ist mit keiner anderen Technik möglich. Deshalb haben verschiedene Forschungsgruppen auf dieser Basis hochempfindliche Assays entwickelt, die die frühzeitige Diagnose von Krankheiten wie HIV, Krebs aber auch Corona ermöglichen. In seinem in der Fachzeitschrift „ChemBioChem“ kürzlich veröffentlichten Artikel „Bioluminescence – The Vibrant Glow of Nature and its Chemical Mechanisms“ fasst Prof. Dr. Stefan Schramm, Professor für Angewandte Organische Chemie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) den aktuellen Forschungsstand zusammen. Ziel des Review-Artikels ist es, Forschenden und Studierenden, einen leicht verständlichen Einstieg in das Thema zu geben. Er basiert auf zwei Artikeln, die bereits in 2022 und 2023 in „Chemie in unserer Zeit“ auf Deutsch erschienen. Von der Natur inspiriert zur industriellen Anwendung Zukünftig wird das Team um Professor Schramm erforschen, wie natürliche Moleküle, die sich über mehr als 120 Millionen Jahre Evolution entwickelt und optimiert haben, verbessern lassen, um diese in der organischen Elektronik und Photokatalyse einzusetzen. Die Idee ist, sogenannte BiOLEMs (Biologisch inspirierte Organische Licht Emittierende Moleküle) zu entwickeln. Mit deren Anwendung können zum Beispiel OLEDs (organic light-emitting diode), die heute in Milliarden von Smartphones verbaut sind und giftige und sehr umweltschädliche Schwermetall-Komplexe enthalten, durch biologische Moleküle, die rein organisch sind und idealerweise auch komplett in der Umwelt abbaubar sind, ersetzt werden. Das zweite Anwendungsfeld betrifft die Photokatalyse, eine Schlüsseltechnologie zur Förderung der Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie. Für eine effiziente Photokatalyse sind hochwertige Photokatalysatoren erforderlich. Biologisch inspirierte Organische Licht Emittierende Moleküle (BiOLEMs) können auch hierfür eingesetzt werden. Lehre mit Zukunft: Praxis und Theorie der Chemie Dr. Stefan Schramm lehrt seit März 2024 an der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie (LUC) der HTWD. Aus seiner Sicht bietet gerade die Organische Chemie für Studierende eine faszinierende und praxisnahe Perspektive. In der Vorlesung „Organische Chemie auf der Basis nachwachsender Rohstoffe“ thematisiert er zum Beispiel Naturstoffe und deren industrielle Nutzung. Besondere Aufmerksamkeit erhalten Biolumineszenz, Chemilumineszenz und Organische Leuchtdioden, die durch eindrucksvolle Lichtphänomene begeistern und in der chemischen Industrie vielfältige Anwendungen haben. „Diese Themen sind nicht nur lehrreich, sondern öffnen Studierenden auch Türen zu Unternehmen im bioanalytischen Bereich sowie zu Forschungseinrichtungen in Dresden und Umgebung, die sich mit organischer Elektronik befassen“, so Schramm.

    Zwei Ansichten von Pilzen bei Tageslicht und im Dunkeln.
    Rechteinhaber: © Stefan Schramm 2024
  • Wissenschaft braucht Demokratie und Weltoffenheit

    18.04.2024
    Pressestelle

    Diese Werte sind in unserem Leitbild niedergelegt und sie sind – wie auch die Freiheit von Lehre und Forschung – für uns unantastbar. Bildung, Wissenschaft und Forschung benötigen Offenheit und Vielfalt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Innovationen können nur in einer freiheitlichen und pluralistischen Gesellschaft entstehen, in der es Raum gibt für Diskurse und andere Lebensweisen und Meinungen nicht nur akzeptiert und toleriert, sondern als gewinnbringende Faktoren angesehen und einbezogen werden. Eine Kultur des Miteinanders und des Austauschs ist an unserer Hochschule seit jeher eine Selbstverständlichkeit. An der HTWD studieren, lehren und forschen Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationen. Sie alle sind Teil der Hochschulgemeinschaft. Gleichzeitig werden viele unserer Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in anderen Ländern willkommen geheißen. Dieser Austausch gibt immer wieder neue Impulse und bereichert unsere Arbeit. Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Rechtsextremismus dürfen keinen Platz in unseren Köpfen und in unserem Handeln einnehmen. Dafür stehen wir als Hochschule ein. Wir als Hochschule bilden den akademischen Nachwuchs unserer Gesellschaft aus. Damit haben wir auch die Verantwortung und den gesetzlichen Auftrag, durch Lehre und Studium zu verantwortlichem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu befähigen. Denn Demokratie gelingt nur, wenn die Menschen sie aktiv und auf breiter Fläche mitgestalten. Damit schließt sich die HTWD dem Statement der Hochschulrektorenkonferenz „Wissenschaft braucht freiheitliche Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ ausdrücklich an. Gemeinsam mit 350 weiteren Wissenschaftseinrichtungen hat sich die HTWD außerdem an der bundesweiten Medienkampagne „#Zusammenland – Vielfalt macht uns stark “ beteiligt, um ein Zeichen für Freiheit, Vielfalt und Willkommenskultur zu setzen. Am 25. Mai 2024 findet unter dem Motto „Gemeinsam für Demokratie - die Dresdner Wissenschaft und Kultur lädt ein“ in Dresden eine gemeinsame Veranstaltung der Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen statt. Auch die HTWD wird sich daran beteiligen. Weitere Informationen: https://dresden-concept.de/demokratie/

    Bild des Hauptportals der HTWD mit dem Banner "Für Demoktratie und Weltoffenheit"

HTWD in den Medien

Medienspiegel HTW Dresden (intern)