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Vermessungskampagne in Tayma / Saudi-Arabien
14.12.2023GeoinformationBereits seit mehreren Jahren unterstützt Prof. Dr. Bernd Teichert von der Fakultät Geoinformation die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) Berlin bei Vermessungsarbeiten in verschiedenen archäologischen Grabungsgebieten. Hintergrund ist, dass archäologische Grabungen heutzutage digital in einem Geographischen Informationssystem gespeichert werden sollen. Hierfür ist es notwendig, dass alle Vermessungen in einem einheitlichen, globalen Koordinatensystem erfolgen. Bei neuen Grabungen wird daher in der Regel durch die Vermesser zunächst ein Grundlagennetz angelegt, in welches die Archäologen ihre Messungen später einbinden können. In diesem Jahr kam der Ruf aus Tayma in Saudi-Arabien. Tayma, eine große Oase mit langer Siedlungsgeschichte liegt im Nordwesten der Arabischen Halbinsel an einem Abschnitt der berühmten Weihrauchstraße. Hier fanden in den letzten 20 Jahren verschiedene archäologische Grabungen des DAI statt. Bei einer Erweiterung des Festpunktfeldes im Jahr 2020 stellte Prof. Teichert im vorhandenen Grundlagennetz Diskrepanzen fest, die nur im Rahmen einer Neumessung beseitigt werden können. Daher begab sich Prof. Dr. Bernd Teichert gemeinsam mit dem Laboringenieur Fabian Ettelt vom 27. November bis 07. Dezember 2023 auf eine erneute Messkampagne in die Oasenstadt. Begleitet wurden sie dabei von Mitarbeitenden vom DAI Berlin. Ausgestattet mit eigenem Fahrzeug und entsprechender Messtechnik (2 Emlid Reach RS2 vom DAI) konnten die DGPS Messungen beginnen. Das Hauptproblem bestand darin, die zum Teil 20 Jahre alten Vermessungspunkte früherer Grabungskampagnen wiederzufinden. Hinzu kam, dass die Genehmigungen zum Betreten der Archäologischen Gebiete zwar vorhanden waren, die verfügbaren Schlüssel jedoch nicht zu den Schlössern an den Toren passten. Somit waren etliche Punkte in den geschützten archäologischen Gebieten nicht erreichbar. Festpunkte im Stadtgebiet hingegen waren infolge umfangreicher Baumaßnahmen in den letzten 20 Jahren nicht mehr vorhanden. Letztlich konnten dennoch 16 alte Festpunkte gefunden werden. Für die anschließende Vermessung wurde auf einem bereits im Jahr 2020 exakt bestimmten Festpunkt eine eigene Basis-GNSS-Station aufgebaut. Die Messung der gefundenen Festpunkte erfolgte mit einem Rover. Im Anschluss wurden die Messungen direkt ausgewertet, um eventuelle Fehler zu eliminieren. Neben dieser Hauptaufgabe, das Festpunktfeld neu zu bestimmen, konnten noch weitere Vermessungsleistungen erbracht werden. So verfügt das DAI über Luftbilder einer Befliegung von Tayma aus dem Jahre 2005. Für die Georeferenzierung dieser Luftbilder mussten Konturenpasspunkte bestimmt werden, d.h. Punkte, die sowohl in den Luftbildern als auch in der Örtlichkeit eindeutig identifizierbar sind. Bei einer sich so rasant ändernden Stadt stellte dies eine besondere Herausforderung dar. Eine weitere spannende Aufgabe bestand in der photogrammetrischen Aufnahme eines ca. 2500 Jahre alten Grabes mittels SfM (Structure from Motion). Aber es stand nicht nur Arbeit auf dem Programm. So gibt es in der Altstadt von Tayma am bereits in der Bibel erwähnten großen Brunnen ein kleines Tourismuszentrum. Hier finden regelmäßig schauspielerische Darbietungen statt, um den Touristen die Stadtgeschichte näherzubringen. Bei einem arabischen Kaffee konnte das Team somit auch etwas Kultur erleben, bevor es wieder zurück nach Hause ging.

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Exkursion zur Lehrveranstaltung Energietechnik
14.12.2023ElektrotechnikIm Rahmen der Lehrveranstaltung Elektroenergietechnik nahmen Studenten und Mitarbeiter der HTW Dresden am 11. Dezember 2023 an einer Exkursion teil. Wir besichtigten das Braunkohlekraftwerk Lippendorf . Ich danke herzlich der Fakultät Wirtschaftswissenschaften für ihre finanzielle Unterstützung.

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Grüner Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe – Studierende des Chemieingenieurwesens informieren sich über klimaneutrale Technologien
14.12.2023Landbau / Umwelt / Chemie Pressestelle StudiumDie Zukunft der chemischen Industrie und ihrer Abnehmerbranchen stand im Fokus einer besonderen Lehrveranstaltung an der HTW Dresden. Studierende des Bachelorstudiengangs Chemieingenieurwesen erhielten spannende Einblicke in die Entwicklung klimaneutraler Technologien. Valerij Teltevskij ist Absolvent des Studiengangs und arbeitet als Verfahrensingenieur bei der CAC ENGINEERING GmbH. Er diskutierte mit den Studierenden neue Ansätze, um durch den Einsatz von grünem Wasserstoff, klimaneutraler Technologien zur Methanolsynthese und im Besonderen die Herstellung CO 2 -neutraler synthetischer Kraftstoffe die zukünftige Versorgung vieler Industriebereiche auch ohne fossile Rohstoffe sicherstellen zu können. Die Veranstaltung ermöglichte es den Studierenden, theoretisches Wissen in praktische Einblicke zu transformieren. Praxisnah und zukunftsorientiert beschäftigten sie sich mit aktuellen Themen, die entscheidend für die Entwicklung nachhaltiger Technologien sind. Professorin Kathrin Harre betont die Relevanz dieser Zusammenarbeit: „Die Kooperation mit der CAC ENGINEERING GmbH eröffnet unseren Studierenden einzigartige Perspektiven, um aktuelle Herausforderungen im Bereich der klimaneutralen Technologien zu verstehen und innovative Lösungen zu einem Zeitpunkt in die Lehre einzubeziehen, in denen diese noch in keinem Lehrbuch detailliert dargestellt werden. Diese Zusammenarbeit stellt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis her, die für die Ausbildung unserer zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure von sehr großem Wert ist." Über den Studiengang Chemieingenieurwesen „Das Interesse der Studierenden und die spannende Diskussion zu den hochaktuellen Themen verdeutlichten, dass es der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie gelingt, mit einer exzellenten, praxisorientierten Ausbildung und zukunftsweisender Forschung zu Nachhaltigkeitsthemen die Interessen der Studierenden mit den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft zusammenzubringen und so exzellente berufliche Perspektiven zu eröffnen“, ist die Professorin für Technische Chemie überzeugt. Die Fakultät widmet sich in Lehre und Forschung auch der Ausbildung von zukünftigen Expertinnen und Experten im Bereich der chemisch-technischen und umweltbezogenen Studiengänge. Der Studiengang Chemieingenieurwesen ist mit einem engagierten Team und nachhaltigkeitsorientierten Projekten und Forschungszielen bestrebt, innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Branche wie Power-to-X- und Batterietechnologien frühzeitig in die Lehre einzubeziehen, um die Studierenden auf eine erfolgreiche berufliche Laufbahn vorzubereiten.

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HAW.International Future.East - Projektende und ein Blick in die Zukunft
13.12.2023Bauingenieurwesen Geoinformation International Landbau / Umwelt / Chemie Maschinenbau PressestelleAusgangspunkt waren erfolgreiche Einzelprojekte und Kooperationen, die im Forschungsbereich entstanden sind und großes Potential für eine projekt- und fakultätsübergreifende Erweiterung zugunsten der Studierenden hatten. Ausgerichtet auf strategische Ziel- und Rekrutierungsregionen der HTW Dresden, insbesondere Vietnam, Mongolei und Georgien, waren die Fakultäten Informatik/Mathematik (Prof. Block-Berlitz, Prof. Neugebauer, Prof. Klimova), Geoinformation (Prof. Oczipka) und Bauingenieurwesen (Prof. Grischek) bei der Entwicklung von neuen internationalen Angeboten beteiligt. Gemeinsam wurde an der Internationalisierung von Curricula und Lehrveranstaltungen, dem Ausbau von innovativen internationalen Programmen, sowie der Verankerung von internationalen Komponenten in Studienprogrammen gearbeitet. „Der zeitgleiche Start der Corona-Pandemie und die entsprechenden Einschränkungen in der Mobilität erforderten Änderungen und Anpassungen im Projekt, eröffneten aber gleichzeitig neue Perspektiven der digitalen Kooperation“, erläutert Juliane Terpe, Leiterin der Stabsstelle Internationales. Als fakultätsübergreifendes Projekt wirkte Future.East durchaus verbindend in die Hochschule: Es wurden Synergien mit anderen Fakultäten sowie mit Service-Einrichtungen der HTWD geschaffen, internationale Partnerschaften entwickelt und vertieft und erfolgreiche neue Projekte in den Fakultäten Maschinenbau (Prof. Stehr) und Landbau/Umwelt/Chemie (Prof. Harre, Prof. Cierjacks) aufgebaut. Insbesondere für Studierende wurden viele neue Angebote geschaffen. Angebote für Studierende Internationaler Masterstudiengang Computer and Geoscience in Archaeology in den Fakultäten Informatik/Mathematik und Geoinformation (in Entwicklung) Internationale Sommerschule Managed Aquifer Recharge im Bereich der Uferfiltration / Grundwasseranreicherung Englischsprachige Lehrveranstaltungen und digitale Lehrformate im Bereich der Medien- und Businessinformatik Möglichkeit eines Studienaufenthaltes in Vietnam, in der Mongolei und in Georgien Studienreisen (die Seite wird ständig aktualisiert) Neue Kooperationspartner für Studienaufenthalte: In der Mongolei National University of Mongolia German-Mongolian Institute for Resource and Technology In Georgien International Black Sea University Georgian Technical University In Vietnam Hanoi University of Science and Technology University of Transport and Communication Vietnamese-German University

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Öffnungszeiten der Labore zum Jahreswechsel
12.12.2023Informatik / MathematikZum Jahreswechsel 2023/2024 sind unsere Labore wie folgt geöffnet: 21./22.12.2023: 8.00 Uhr - 15.00 Uhr, 27.12.2023 - 3.1.2024: Geschlossen! Mit Beginn der Lehrveranstaltungen am 4.1.2024 sind die Labore wieder regulär 7.30 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet. Außerdem sind vom 20.1.2023 bis 10.2.2024 die Labore wieder samstags geöffnet.
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Anmeldung für Modul 1 des HDS-Zertifikates
11.12.2023LehreDerzeit können Sie sich beim Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS) für die Teilnahme an Modul 1* des Hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms bewerben. *Das Grundlagenmodul (Modul 1) bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit Kolleg:innen verschiedener Fachdisziplinen über die Lehre an Hochschulen auszutauschen. Hierbei erarbeiten Sie die Grundlagen hochschuldidaktischen Handelns, diskutieren diese bezogen auf spezifische Lehr-Lern-Situationen und verknüpfen sie mit theoretischen Modellen verschiedenster Disziplinen. Die Grundlagenkurse können entweder online oder in Präsenz absolviert werden. Hier geht es zu den Anmeldungen: Grundlagenmodul Ost (SoSe 2024), online : https://www.hd-sachsen.de/anmeldung/grundlagenmodul-ost-sose-2024 BASISKURS Ost (SoSe 2024), Präsenz in Dresden : https://www.hd-sachsen.de/anmeldung/basiskurs-dresden-sose-2024 Spezialisierungsmodul - Track Lehrinnovation (SoSe 2024): https://www.hd-sachsen.de/anmeldung/spezialisierungsmodul-track-lehrinnovation-sose-2024 Spezialisierungsmodul - Track SoTL (SoSe 2024): https://www.hd-sachsen.de/anmeldung/spezialisierungsmodul-track-sotl-sose-2024

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Studium Elektrotechnik - Karriereweg Entwicklungsingenieur
07.12.2023ElektrotechnikBert Lange, Henrik Tietze und Richard Kaubisch (v.l.n.r.) haben Elektrotechnik studiert und sich dann für eine Tätigkeit als Entwicklungsingenieur am HZDR entschieden.

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Alles beginnt mit einer guten Startup Idee
06.12.2023GründungDabei stand für die Teilnehmer:innen Teamwork im Vordergrund. Denn passende Ideen und Lösungsansätze für bestehende Probleme lassen sich viel besser gemeinsam finden und bearbeiten. Um das kreative Potenzial und die Arbeitsweise der anderen Teammitglieder kennenzulernen, starteten die Teilnehmenden zu Anfang mit einem kleinen Bauprojekt. Und es wurde schnell klar, dass dem Erfindungsreichtum der Teams keine Grenzen gesetzt war. Danach ging es an das Bearbeiten von Ideen, sowohl der eignen, mitgebrachten Ideen als auch neu erdachter Challenges. Zuerst wurden Problem Statements formuliert, mit Hilfe des Prototypings erste Lösungsansätze entwickelt und zum Schluss den anderen Teilnehmer:innen in einem Mini-Pitch präsentiert. Dabei werkelten die Teams an den vielfältigsten Ideen. Teil zwei des Workshops stand im Zeichen des Geschäftsmodells . Gemeinsam analysierten die Teilnehmer:innen ihre Lösungen und versuchten Antworten zu finden, die dann die Basis eines ersten Geschäftsmodells bilden: Wer sind unsere wichtigsten Kunden? Wie erreiche ich diese? Wer sind meine Geschäftspartner und auf welche geschäftlichen Aktivitäten muss ich mich fokussieren? Und was hat ein Geschäftsmodell eigentlich mit Herz und Verstand zu tun? Mit der über die Weihnachtstage gereiften Idee und dem bis dahin sicherlich fertigen Geschäftsmodell :D können die Teilnehmenden nun direkt weitergehen und den Spirit des neuen Jahres nutzen. Ende Januar liefert die Workshopreihe Startup Basics mit den Themenblöcken Finanzierung und Förderung, Gesellschaftsrecht und Gründungsformalien das nötige Basiswissen für eine Unternehmensgründung. Den nächsten Startup Idea Workshop gibt es ebenfalls bereits im Januar. Wir sind schon gespannt auf viele neue Ideen!

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Die HTWD als Gastgeber der SEACON Konferenz digital 2023
05.12.2023Industrie 4.0 ModellfabrikGemeinsam mit der SQL Projekt AG und der Carl Zeiss Digital Innovation GmbH veranstaltete die Arbeitsgruppe Smart Production Systems die vergangenen Tage den hybriden Stream der SEACON digital 2023. Austausch und Diskussionen von Angesicht zu Angesicht ergänzten in lockerer Atmosphäre die Vorträge der digitalen Konferenz. Unter anderem führten uns Stefan Vogt & Paul Patolla mit AAS und EDC, Hand in Hand ins Sagenland – Vom Shopfloor in die Cloud mit Gaia- X und Tobias Nebel versprühte mit Eclipse Sparkplug, Zündfunken für MQTT in der Industrie. Ein spürbarer Trend ging in Richtung Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Wie können wir in der Zukunft KI sinnvoll in unsere Arbeit integrieren und wie bauen wir Strukturen für die KI von morgen? Vor allem der Beitrag von Hendrik Lösch & Christina Ulonska mit dem Titel: “Normal oder mit Fleisch – Software in Zeiten der Krisen” zeigte auf, wo noch Potenzial steckt, Nachhaltigkeit besser zu denken und zu integrieren.

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Dresdner Leichtbauhocker im Vitra Design Museum
05.12.2023Design PressestelleSammlungsleiterin Susanne Graner nahm das Hightech-Exponat am 4. Dezember aus den Händen von Prof. Dr.-Ing. Axel Spickenheuer, Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF), und Prof. Peter Laabs, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD), entgegen. Der Carbonhocker vereint in sich das Potenzial einer Zusammenarbeit von Technik und Design: Eine neue Technologie wird vom Design aufgegriffen und in enger Kooperation mit dem technischen Partner ein Objekt entwickelt, das bestehende Ansätze in beiden Bereichen aufnimmt und exemplarisch weiterdenkt. Belastbares Leichtgewicht Technisch demonstriert der Hocker das Potenzial von Faserverbundwerkstoffen für extremen, ressourcenschonenden Leichtbau: Obwohl er nur ca. 700 g wiegt, kann er Lasten von ca. 200 kg tragen. Die hohe Belastbarkeit bei minimalem Materialeinsatz verdankt der Hocker der am IPF entwickelten Tailored Fiber Placement (TFP)-Technologie, bei der Kohlenstoffverstärkungsfasern konsequent belastungsgerecht eingesetzt werden. Die TPF-Technologie basiert darauf, dass mittels Finite-Elemente-Analyse (FEA) vorab optimale Ablagepfade für die Verstärkungsfasern berechnet werden können, die dann - auch mit Hilfe eines ebenfalls am IPF entwickelten Softwaretools - in einem Stickprozess zu bauteilspezifisch perfekt angepassten Faserpreformen umgesetzt werden können. Diese Preformen werden anschließend mit Kunststoffen wie Epoxidharz getränkt und zu Leichtbauteilen ausgehärtet (vgl. https://idw-online.de/de/news648709 und www.ipfdd.de/tfp-technologie ). Das TFP-Verfahren wird seit vielen Jahren industriell eingesetzt, z. B. für die Fertigung von Fensterrahmen für den AIRBUS A350. Design zur Veranschaulichung der Technologie Für die Entwicklung eines attraktiven Demonstratorbauteils im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes gingen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IPF um Prof. Axel Spickenheuer (Dr. Lars Bittrich, Dr. Kai Uhlig, Emanuel Richter und Nicole Schmidt) im Jahr 2011 eine Kooperation mit Prof. Peter Laabs von der Fakultät Design der HTWD (sowie den damaligen Studenten Joachim Stief, Frank Hahnewald und Benjamin Sporer) ein. Ziel war es, anhand eines für die Öffentlichkeit leicht verständlichen Demonstrators zu zeigen, welcher extreme Leichtbau mit der TFP-Technologie und neuen Simulationsmethoden möglich ist. „Zunächst einmal galt es, im Rahmen der Konzeption des Demonstrators, den passenden Anwendungskontext zu finden. Die Wahl fiel auf die Entwicklung eines kulturell gut etablierten Objektes, dessen ästhetische Wahrnehmung und Gebrauch außergewöhnlich sein sollten und welches dabei die vorgegebene Technologie im Sinne der Wissenschaftskommunikation zum Ausdruck bringen würde.“, erläutert Peter Laabs, Professor für Produktdesign an der HTWD. In seiner Grundkonzeption schließt der Hocker an gestalterische Entwicklungen des Leichtbaus an und greift auf das Gedankengut von Eiffel, Gaudi, Frei Otto, etc. – und natürlich auch den Eames – zurück und kombiniert diese mit den erforderlichen Anforderungen an Topologie und Parametrie. Die Entwicklung des Hockers erfolgte innerhalb eines mehrfach iterativen Entwicklungsprozesses zwischen Design und Technik. Im Ergebnis entstand eine Struktur aus Katenoiden und Stegen, die eine strukturoptimierte Gesamtform ergeben. Das Besondere an der Herstellung des Objektes ist, dass die dreidimensionale Form des Hockers aus einer flächigen Grundkonstruktion transformiert werden kann, ohne dass die strukturelle Qualität verloren geht. Die Ausstellung auf vielen Leichtbaumessen zeigte: „Alle, die den Hocker betrachtet und dann in die Hand genommen haben, waren überrascht über die Diskrepanz zwischen visuell eingeschätztem und tatsächlichem Gewicht sowie der erfahrbaren Belastbarkeit bei einer Sitzprobe.“, so Prof. Axel Spickenheuer vom IPF. Zusammenarbeit zwischen HTWD und IPF Der Leichtbauhocker „L1“ wurde neben zahlreichen Messeausstellungen bisher in Sonderausstellungen zum Thema Carbon im Deutschen Museum in München und Bonn, im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg sowie in den Technischen Sammlungen Dresden gezeigt und war im Rahmen einer mobilen Wissenschaftsausstellung von DRESDEN-concept in den europäischen Städten London, Wrocław und Prag zu sehen. Darüber hinaus wurde er 2017 in den Bestand des Deutschen Kunststoff Museums aufgenommen. Die mit dem Leichtbauhocker initiierte Zusammenarbeit beider Institutionen hat sich mit einer Vielzahl gemeinsamer Projekte sehr erfolgreich entwickelt. So verknüpft Prof. Axel Spickenheuer seit 2021 im Rahmen einer Honorarprofessur an der Fakultät Design der HTWD materialwissenschaftliche und verarbeitungstechnische Kompetenzen mit der Ausbildung angehender Produktdesigner*innen. Dies ist auch die Basis für die Entwicklung des Leichtbauhockers „L1“. Über das Vitra Design Museum Das Vitra Design Museum zählt zu den führenden Designmuseen weltweit. Es erforscht und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Designs und setzt diese in Beziehung zu Architektur, Kunst und Alltagskultur. Im Hauptgebäude von Frank Gehry präsentiert das Museum jährlich zwei große Wechselausstellungen. Parallel dazu, präsentiert das Vitra Schaudepot von Herzog & de Meuron circa 400 Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung und zählt damit zu den weltweit größten Dauerausstellungen und Forschungsstätten zum modernen Möbeldesign.
