
Smart Co-Care Apartment - Verstetigung
| Dauer: | 01.01.2026 - 31.12.2027 |
| Finanzierung: | Europäischer Sozialfond (ESF) |
| Projektpartner: | Cultus gGmbH der Landeshauptstadt Dresden |
| Arbeitsgruppe KI: | Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Joachim Böhme, Nora Havel |
Projektbeschreibung
Mit dem Abschluss des vorausgehenden Förderprojektes Smart Co-Care Apartment 2019 konnte gezeigt werden, dass eine realitätsnahe AAL-Musterwohnung erfolgreich eingerichtet und technisch ausgestattet werden kann. In Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz der HTW Dresden und der Cultus gGmbH wurde eine Wohnumgebung geschaffen, in der zentrale Komponenten assistiver Technologien, digitaler Vernetzung und intelligenter Sensorsysteme exemplarisch integriert sind. Über den ursprünglichen Förderumfang hinaus ist es durch das besondere Engagement der Projektpartner gelungen, das Smart Co-Care Apartment bis zum heutigen Stand weiterzuentwickeln und als praxisnahes Demonstrations- und Erprobungsraum nutzbar zu machen.
Im Folgeprojekt soll nun das erarbeitete Konzept gezielt weitergeführt und ausgebaut werden. Das bestehende Smart Co-Care Apartment soll verstetigt und als dauerhafte Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsplattform etabliert werden, um innovative Unterstützungs-, Betreuungs- und Pflegekonzepte umsetzen zu können. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen folgende Ziele:
Entwicklung und Erprobung innovativer Betreuungs- und Pflegekonzepte
Das SCCA wird als Schnittstelle zwischen häuslichem Wohnen, betreutem Wohnen und stationärer Pflege weiterentwickelt, um eine innovative sozial-gesellschaftliche Dienstleistung zu ermöglichen.. Durch multimodales Long-Term-Monitoring werden valide Informationen zum Zustand der Bewohnenden gewonnen und daraus Handlungsempfehlungen für Bewohnende, deren Angehörige sowie Pflege- und Betreuungskräfte abgeleitet. Perspektivisch soll das SCCA in die pflegerische und pflegewissenschaftliche Ausbildung einbezogen werden.
Forschungs- und Entwicklungsziel
Durch die Kombination langfristig erhobener Monitoring-Daten mit der fachlichen Einschätzung pflegerischer Fachkräfte wird ein detailliertes Bild des physischen und kognitiven Zustands der Bewohnenden erzeugt. Darauf aufbauend wird untersucht, ob und durch welche Assistenzsysteme des SCCA in Verbindung mit Pflege- und Betreuungsmaßnahmen ein Verbleib in der eigenen Häuslichkeit unterstützt werden kann.
Sozial-gesellschaftliches Ziel
Das SCCA wird als Showroom etabliert, der die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Assistenzsysteme in Kombination mit Pflege und Betreuung transparent darstellt. Gleichzeitig soll es als Transfer- und Impulsplattform wirken, um Wissen in die Öffentlichkeit zu tragen und weitere soziale Träger zur Entwicklung vergleichbarer Angebote zu motivieren.
M.Sc. Nora Havel
- A 317
- +49 351 462 3534

3D Visualisierung / Digital Twin des Smart Co-Care Apartments








Bilder aus dem Smart Co-Care Apartment in Dresden Bühlau







Pflegefachschülerinnen und -schüler besuchen Smart Co-Care Apartment der HTW Dresden
Wie können digitale Assistenzsysteme Pflegekräfte entlasten und Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Antworten darauf erhielten die angehenden Pflegefachkräfte der Pflegefachschule Leipzig bei ihrem Besuch im Smart Co-Care Apartment der HTW Dresden. Nach einer theoretischen Einführung zu Ambient Assisted Living im Unterricht konnten sie innovative Technologien direkt vor Ort erproben und deren Potenziale für die Pflegepraxis und das Wohnen im Alter entdecken.
Assistenzsysteme im Alltag erleben
Bei einer Führung durch das Living Lab wurden verschiedene Technologien vorgestellt, die Menschen im Alltag unterstützen können. Dazu zählen unter anderem vielfältige Möglichkeiten der barrierefreien Wohnraumgestaltung, intelligente Lichtsteuerungen mit automatischer Nachtbeleuchtung und individuell anpassbaren Lichtszenen, Sensorsysteme zur Sturzerkennung sowie zur Erfassung von Schlaf- und Wachrhythmen mittels sensorgestützem Bett. Anhand eines digitalen Bilderrahmens wurde außerdem gezeigt, wie persönliche Erinnerungen, Fotos und Nachrichten in den Alltag integriert werden können. Außerdem wurde der Roboter temi präsentiert, dessen Einsatzmöglichkeiten künftig auch in der Therapie von Demenz liegen sollen.
Einblicke in Forschung und Zukunft der Pflege
Neben diesen Anwendungen erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der HTW Dresden. Vorgestellt wurde unter anderem HILDE, ein haptisches Interface für lebendige digitale Erfahrungen, das die Kommunikation über Distanz um den Tastsinn erweitert und so neue Formen des sozialen Austauschs ermöglicht. Besonderes Interesse weckte zudem eine Augmented-Reality-Anwendung für Pflegekräfte, die anschauliche Visualisierungen von Sensordaten der Wohnung bietet und damit eine intuitive Interpretation der Informationen im Pflegealltag unterstützt.
Der Austausch verdeutlichte, wie digitale Assistenzsysteme Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig die Selbstständigkeit von Menschen mit Unterstützungsbedarf fördern können. Zugleich erhielten die Forschenden wertvolle Einblicke in die Perspektive angehender Pflegefachkräfte und wichtige Impulse für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der vorgestellten Technologien. Das Smart Co-Care Apartment bietet hierfür eine praxisnahe Umgebung, in der aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse erlebbar gemacht werden und unterschiedliche Zielgruppen Einblicke in die Möglichkeiten zukunftsfähiger Wohn- und Pflegekonzepte erhalten.
Weitere Informationen
Weitere Dokumente/ Antragsformulare finden Sie hier: https://www.htw-dresden.de/hochschule/fakultaeten/info-math/kuenstliche-intelligenz-kognitive-robotik/projekte/aal-living-lab-1







