Promotionsförderung

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Promotionsförderung

Die HTW Dresden unterstützt Promotionsinteressierte bei der Finanzierung ihres kooperativen Promotionsvorhabens. Aktuelle Ausschreibungen sind im Folgenden aufgeführt. 

ESF PLUS Promotionsstipendien

Ziel und Art der Förderung

Ziel der Förderung ist die Ausschöpfung der individuellen Bildungspotenziale von akademischen Fachkräften, insbesondere von Frauen, durch die Erweiterung ihrer Kompetenzen im Hinblick auf eine stabile, grüne, nachhaltige und digitale Wirtschaft im Freistaat Sachsen. Akademische Fachkräfte sollen durch die Qualifikation im Rahmen einer Promotion verbesserte Einstiegschancen in die sächsische Wissenschaft und Wirtschaft erlangen. Die Ausschöpfung der Bildungspotenziale von Frauen wird sowohl durch gezielte Ansprache als auch durch Etablierung von Vorhaben in Fachbereichen mit höheren Frauenanteilen erreicht. Gefördert werden Gesamtvorhaben zur Qualifizierung akademischer Nachwuchskräfte durch Forschungsarbeit im Rahmen von Promotionen - hier gilt auch das kooperative Modell. 

Folgende Promotionsformen sind förderfähig:

  • Industriepromotionen, die ein gemeinsames Interesse des Industriepartners mit Sitz im Freistaat Sachsen und der HTW Dresden aufweisen.
  • Landesinnovationspromotionen, die Themen erforschen, die in besonderem Interesse des Freistaates Sachsen liegen und Auswirkungen auf den sächsischen Arbeitsmarkt erwarten lassen.
  • Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere, die der Fortsetzung der Promotion nach familienbedingter Unterbrechung der wissenschaftlichen Tätigkeit dienen. Familienbedingte Unterbrechungen im Sinne der Richtlinie sind Unterbrechungen von mind. sechs Monaten zur Wahrnehmung der Elternzeit sowie zur Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger.
  • Kombination von Industriepromotion und Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere, sofern entsprechende Nachweise zur Einhaltung der Zuwendungsvoraussetzungen jeweils beider Promotionsformen vorliegen.

Art und Umfang der Förderung

Dauer der Förderung: Die Promovierenden werden bis zur Einreichung der Promotionsschrift bis zu einer Dauer von vier Jahren gefördert. Auf Antrag kann die Förderung bis zu einem Jahr verlängert werden.

Umfang der Förderung: 

  • Industriepromotionen: monatliches Grundstipendium in Höhe von 850,00 €zzgl. der Mitfinanzierung durch die beteiligten Dritten (mind. 850,00 EUR pro Monat) und ggf. monatlicher Kinderzuschlag von 100,00 € je unterhaltsberechtigtes Kind
  • Landesinnovationspromotionen: monatliches Grundstipendium in Höhe von 1.700,00 € und ggf. monatlicher Kinderzuschlag von 100,00 € je unterhaltsberechtigtes Kind
  • Promotionsvorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere: monatliches Grundstipendium in Höhe von 1.700,00 € und ggf. monatlicher Kinderzuschlag von 100,00 € je unterhaltsberechtigtes Kind
  • Kombination von Industriepromotion und Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere: monatliches Grundstipendium in Höhe von 850,00 € und ggf. monatlicher Kinderzuschlag von 100,00 € je unterhaltsberechtigtes Kind

Förderstart: Frühester Förderbeginn: 1. Juni 2023 // Spätester Förderbeginn: 1. September 2023 (Das Promotionsvorhaben soll zwischen dem 1. Juni und dem 1. September 2023 beginnen.)

 

Antrag und Bewerbung

Interessensbekundung

Eine Interessensbekundung zur Einreichung einer kooperativen Promotionsvorhabensidee an der HTW Dresden mit geplantem Förderstart zwischen dem 01.06.2023 und dem 01.09.2023 ist bis spätestens 30.11.2022 per E-Mail an Sophie Tietze zu richten. 

Für einen vollständigen Antrag werden folgende Unterlagen benötigt:

  • SAB Antragsdeckblatt (Bitte beachten: als Stichtag ist anzugeben: 20.01.2023)
  • Tabellarischer Lebenslauf inkl. Publikationsliste, bisheriger Lehrtätigkeiten und Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs
  • Kopie des letzten Hochschulzeugnisses 
  • Skizze zum Forschungsvorhaben (max. 5 Seiten, gemäß Vorlage) inkl. Arbeits- und Zeitplan
  • Begründung zur besonderen Förderwürdigkeit und Relevanz des Forschungsthemas (max. 1.500 Zeichen)
  • bei Landesinnovationspromotionen & Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere: Stellungnahme seitens des*der (potentiellen) Hochschullehrer*in zum besonderen Interesse des Freistaat Sachsens am Forschungsthema und zu den zu erwartenden Auswirkungen auf den sächsischen Arbeitsmarkt
  • bei Industriepromotionen: Absichtsbekundung der Mitfinanzierung der beteiligten Dritten (mindestens 850 EUR/Monat) 
  • für Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere: Nachweise der familienbedingten Unterbrechung (Geburtsurkunde, Elterngeldbescheid)
  • ggf. Aussagen zur familiären Situation:
    • Kopie der Geburtsurkunde vorhandener Kinder
    • Kopie des Kindergeldbescheides (bei Anspruch auf Kindergeld) oder Bescheinigung des Einwohnermeldeamtes, dass Kind(er) mit Antragsteller*in in häuslicher Gemeinschaft lebt/leben (wenn kein Anspruch auf Kindergeld aufgrund der Staatsbürgerschaft besteht)
    • Nachweis über besondere Mehrbelastung (z.B. durch zu pflegende Familienmitglieder)

Die Antragsunterlagen sind ausschließlich in deutscher Sprache oder mit vereidigter Übersetzung in deutscher Sprache einzureichen. 

Der vollständige Antrag ist ausschließlich fristgerecht bis zum 02.01.2023 als eine digitale PDF-Datei unter der E-Mail-Adresse forschung(at)htw-dresden.de einzureichen. Bitte beachten Sie: Das SAB-Antragsdeckblatt ist zusätzlich im Original (in Papierform!) mit allen Unterschriften und Stempeln beim Prorektorat Forschung und Transfer der HTW Dresden, zu Händen Sophie Tietze, einzureichen. 

 

FAQ

Antragsberechtigt sind:

  • Promotionsinteressierte mit FH-Abschluss aller Fachbereiche der HTW Dresden, sofern das Promotionsthema den genannten Kriterien entspricht und eine kooperative Universität vorhanden ist
  • Promovierende der HTW Dresden, wenn die Förderung der Fortsetzung der wissenschaftlichen Tätigkeit nach familienbedingter Unterbrechung (mindestens sechs Monate) dient

Nicht antragsberechtigt sind:

  • Personen, die bereits mindestens drei Jahre als Nachwuchsforschende in einer mit Mitteln aus dem ESF/ESF Plus geförderten Nachwuchsforscher-, Nachwuchsforschungs- bzw. REACT-Forschungsgruppe vorbeschäftigt waren. Dies gilt nicht für SHK/WHK-Tätigkeiten in einer der o.g. Forschergruppen.
  • Personen, die bereits eine anderweitige Promotionsförderung erhielten (Promotionsstipendien von Begabtenförderungswerken, Stiftungen, Landesförderprogramme, DAAD, usw.). Dies gilt nicht, wenn sie die Bedingungen für Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere erfüllen.
  • bei Landesinnovationspromotionen: Personen, die bereits mit ihrem Promotionsvorhaben begonnen haben. (Unbedingt zu beachten: Die Annahme als Doktorand*in an der entsprechenden Fakultät gilt dabei als offizieller Start der Promotion. Bei Antragstellung darf demnach noch keine Annahme an der Fakultät erfolgt sein).

Es werden insbesondere Promotionsvorhaben gewürdigt, die

  • praxisorientierte oder interdisziplinäre Forschung betreiben,
  • den Kompetenzerwerb im Bereich des europäischen Grünen Deals umfassen,
  • den Kompetenzerwerb im Bereich der Digitalisierung umfassen,
  • im MINT- oder KI-Bereich von Frauen realisiert werden.

Bereits mit dem Tag des Zuganges des formgebundenen Antrages bei der SAB darf förderunschädlich mit dem Vorhaben begonnen werden. Das Risiko einer Antragsablehnung trägt der/die Antragstellende.  Wir empfehlen die Rückmeldung durch das Prorektorat Forschung, ob Ihr Antrag an die SAB weitergeleitet wurde oder Ihr Antrag nicht berücksichtigt werden konnte, abzuwarten.

Für einen vollständigen Antrag werden folgende Unterlagen benötigt:

  • SAB Antragsdeckblatt 
  • Tabellarischer Lebenslauf inkl. Publikationsliste, bisheriger Lehrtätigkeiten und Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs
  • Kopie des letzten Hochschulzeugnisses 
  • Skizze zum Forschungsvorhaben (max. 5 Seiten, gemäß Vorlage) inkl. Arbeits- und Zeitplan
  • Begründung zur besonderen Förderwürdigkeit und Relevanz des Forschungsthemas (max. 1.500 Zeichen)
  • bei Landesinnovationspromotionen & Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere: Stellungnahme seitens des*der (potentiellen) Hochschullehrer*in zum besonderen Interesse des Freistaat Sachsens am Forschungsthema und zu den zu erwartenden Auswirkungen auf den sächsischen Arbeitsmarkt
  • bei Industriepromotionen: Absichtsbekundung der Mitfinanzierung der beteiligten Dritten (mindestens 850 EUR/Monat) 
  • für Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere: Nachweise der familienbedingten Unterbrechung (Geburtsurkunde, Elterngeldbescheid)
  • ggf. Aussagen zur familiären Situation:
    • Kopie der Geburtsurkunde vorhandener Kinder
    • Kopie des Kindergeldbescheides (bei Anspruch auf Kindergeld) oder Bescheinigung des Einwohnermeldeamtes, dass Kind(er) mit Antragsteller*in in häuslicher Gemeinschaft lebt/leben (wenn kein Anspruch auf Kindergeld aufgrund der Staatsbürgerschaft besteht)
    • Nachweis über besondere Mehrbelastung (z.B. durch zu pflegende Familienmitglieder)

Die Auswahl der Geförderten für ein ESF PLUS-Promotionsstipendium erfolgt in einem zweistufigen Auswahlverfahren. Die Priorisierung der eingereichten Förderanträge als auch die Einreichung bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) werden durch das Prorektorat Forschung und Transfer der HTW Dresden vorgenommen. Nach erfolgter Evaluierung durch die SAB und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) betreut die Zentrale Projektadministration (ZPA) geförderte Promotionen nachfolgend administrativ.

Die ESF PLUS-Promotionsstipendien sind leistungsbasierte Förderungen und werden in einem kompetitiven Auswahlverfahren vergeben. Zu den Auswahlkriterien zählen:

  • Qualifikation des*der Antragstellenden (akademische Leistungen, Publikationen, Preise/Auszeichnungen)
  • Qualität der gutachterlichen Stellungnahme
  • geschlechterparitätische Beteiligung
  • Vollständigkeit und fristgerechtes Einreichen der Antragsunterlagen

Ein Rechtsanspruch auf Gewährung eines ESF PLUS-Promotionsstipendiums besteht nicht.

Bitte beachten Sie: Im Auswahlverfahren werden die in der Ausschreibung genannten Vorhaben besonders gewürdigt. Das Forschungsvorhaben sollte ausreichend begründet und verständlich dargelegt, die Projektskizze strukturiert aufgebaut und die Arbeitsschritte zur Zielerreichung nachvollziehbar dargestellt werden, siehe SAB-Leitfaden.

ESF-Promotionsgeförderte müssen i.d.R. alle sechs Monate ab Förderbeginn einen Zwischenbericht bei der ZPA einreichen. Bei Beteiligungen durch Kooperationspartner*innen ist dieser durch die Partner*innen mitzuzeichnen. Nähere Informationen entnehmen Geförderte bitte dem entsprechenden Förderbescheid.
Der Fördergeber ist berechtigt, die Förderung in Höhe einer Monatspauschale zu kürzen, wenn die von dem*der Geförderten zu erbringenden Qualifizierungsleistungen nicht erbracht werden.
Innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Bewilligungszeitraums ist dem Fördergeber ein Verwendungsnachweis einzureichen. Der Fördergeber ist berechtigt, die letzte Förderrate (Schlussrate) einzubehalten und diese erst nach Prüfung des Verwendungsnachweises auszuzahlen.

Die Promovierenden sind angehalten neben der Arbeit an der Promotion ihre individuellen Potentiale sowie ihre Kenntnisse zum Gleichstellungswissen auszubauen. Eine Teilnahme am Qualifizierungsbereich Gleichstellung ist daher verpflichtend. Darüber hinaus ist in einem der Qualifizierungsbereiche Lehre, soziale Kompetenzen und Projektmanagement eine Leistung zu erbringen. Im Qualifizierungsbereich Lehre soll der Umfang für Lehrtätigkeitsstunden zwei Semesterwochenstunden nicht überschreiten.

Weitere Informationen werden im Falle einer Förderung mitgeteilt.

Ja, Nebentätigkeiten sind im Förderzeitraum bis maximal zehn Stunden pro Woche zulässig, wenn die Erwerbstätigkeit den Fortschritt des Promotionsvorhabens nicht beeinträchtigt.

Nein, die ESF PLUS-Promotionsstipendien sind nicht sozialversicherungspflichtig, da diese gemäß § 3 Nr. 44 Einkommenssteuergesetz (EStG) steuerfrei sind. Die Förderung begründet kein Arbeitsverhältnis und stellt somit kein Entgelt im Sinne des § 14 SGB IV dar. Folglich unterliegt die Förderung nicht der Sozialversicherungspflicht. Für alle erforderlichen Sach- und Personenversicherungen ist der*die Geförderte persönlich verantwortlich. Beihilfen in Krankheitsfällen, Beiträge zur Sozialversicherung usw. können nicht gewährt werden. 

Nein, da die Stipendien kein Arbeitsverhältnis begründen, sind ESF PLUS-Promotionsgeförderte über die HTW Dresden auch nicht krankenversichert. Der Abschluss einer ausreichenden Krankenversicherung ist grundsätzlich vorgeschrieben, d.h. Geförderte müssen sich selber krankenversichern und die Versicherungskosten hierfür tragen. Promotionsstipendiat*innen zählen nicht zur Gruppe der Studierenden im Sinne des Sozialgesetzbuchs, sodass für sie nicht die Möglichkeit besteht, sich zu dem günstigen Tarif der studentischen Krankenversicherung zu versichern. Wir empfehlen Promotionsstipendiat*innen daher, die Angebote verschiedener Krankenkassen zu vergleichen, da die Beiträge stark variieren können.
Auch beinhalten die Stipendien keine Unfall- und Haftpflichtversicherung. Der Abschluss einer Unfall- und Haftpflichtversicherung wird dringend empfohlen.

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