• Prof. Andreas Franze: „Meine Professur ist mehr als ein Job“

    15.09.2022
    Pressestelle 30 Jahre

    Andreas Franze ist seit März 2019 Professor für Baumechanik und Baudynamik an unserer Hochschule. Er engagiert sich neben seiner Lehre vor allem für die Persönlichkeits- und Bewusstseinsbildung. Neben Weiterbildungen zur achtsamkeitsbasierten Didaktik bietet er auch verschiedene Workshop-Formate für Achtsamkeitsübungen für alle Hochschulmitglieder an. In einer seiner Vorlesungen kann es schon mal sein, dass er seine Studierenden mit einer Meditation in den Feierabend schickt. Zum diesjährigen Hochschultag konnten Interessierte alles über die Gestaltung eines achtsameren Lebens erfahren. Im aktuellen Interview verrät er, was ihn mit der HTW Dresden verbindet und warum sein Job mehr als ein Beruf ist. Was verbindet Sie mit der HTW Dresden? Auf meiner Ernennungsurkunde steht das Wort „Berufung“ und so lebe ich auch meine Tätigkeit als Professor. Es erfüllt mich sehr oft mit großer Freude, Studierende bei ihrem Lernprozess zu begleiten und ihre Entwicklung zu verfolgen. Daneben genieße ich auch die vielen Momente an der Hochschule, in denen ich selbst Lernender sein darf. Hinzu kommen die außerordentlich freundlichen Kolleginnen und Kollegen an der Fakultät, die mich sehr wohlwollend aufgenommen haben und mit denen der Arbeitsalltag sehr angenehm ist. Welches Erlebnis hat Sie besonders geprägt? Als ich noch in meinem ersten halben Jahr an der HTW Dresden gebeten wurde, am Tag der Lehre einen der Hauptvorträge zu halten. Dieses Vertrauen bestärkte mich darin, meine Lehre selbstbewusst weiterzuentwickeln. Beschreiben Sie die Hochschule in drei Worten anwendungsnah, familiär, progressiv Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Hochschule? Ich wünsche mir eine Zukunft, die uns dazu ermutigt immer wieder neue Perspektiven einzunehmen. Sehr schön wäre hierfür eine Atmosphäre der ganzheitlichen Bildung, die gemäß des Dreiklangs Kopf–Herz–Hand dazu ermutigt gute Ideen mitfühlend umzusetzen. Gibt es einen Ort auf dem Campus, der Sie besonders inspiriert und den Sie zum Energie tanken empfehlen können? Ich mag drei Orte besonders: Am Café Listig zieht mich neben dem Kulinarischen das Überraschungsmoment an. Auch ungeplant findet sich hier immer jemand für ein interessantes Gespräch. In der Bibliothek schätze ich die Stille und wenn ich etwas Natur sehen möchte, dann spaziere ich gern in den Beutlerpark. Die Frage erinnert mich daran, dass ich gern an unserer Hochschule zukünftig solche Orte der Begegnung und des Rückzugs hervorheben oder schaffen möchte. Weitere Porträts sind auf unserer Jubiläumsseite veröffentlicht: www.htw-dresden.de/30jahre

    Andreas Franze im Meditationssitz vor dem Hauptgebäude der
    Kalina Zheynova
  • Lunch meets IIoT - der Industrial IoT Lunch 2022

    14.09.2022
    Industrie 4.0 Modellfabrik

    Nach 2 Jahren Corona-Pause konnte die Arbeitsgruppe Smart Production Systems gestern wieder ihre Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zu einem Erfahrungsaustausch begrüßen. Beim Industial IoT Lunch gab es viele spannende Gespräche zu den Ergebnissen aus gerade abgeschlossenen Projekten, den neuen Projekten rund um Themen wie GAIA-X, OpenSourceHardware und VIBN sowie sehr gute Ideen für künftige Kooperationen. Vielen Dank an unsere Gäste. Die Arbeitsgruppe, rund um Prof. Reichelt, freut sich bereits darauf, mit ihnen gemeinsam an den Innovationen für die Fabrik der Zukunft forschen und arbeiten zu können.

    Herzlich Willkommen zum Industrial IoT Lunch
  • Die Gefahr erkennen: Angewandte Forschung unterstützt beim Hochwasserschutz

    12.09.2022
    Bauingenieurwesen Forschung

    Die Hochwasserschutzfibel informiert über das Thema Hochwasser und Starkregen und damit verbundenen baulichen Risiken. Sie zeigt Strategien und Möglichkeiten zur Vorsorge im Hochwasserfall auf. Diese werden ergänzt um Hinweise über die Hochwasserbeständigkeit von Baustoffen. Damit wendet sich die Publikation insbesondere an Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer. Die gebündelten Informationen aus Forschung und Anwendung sollen diese dabei unterstützen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und Vorsorgemaßnahmen ableiten zu können. Doch nicht nur Bürgerinnen und Bürger ziehen Erkenntnisse zur wirksamen Hochwasservorsorge daraus. Weil es keine normativen Regeln für „hochwasserangepasste Bauen“ gibt, wird die Fibel auch von vielen Fachbehörden eingesetzt und ist damit eine der meistgenutzten Publikationen des Bundes. Forschende der HTW Dresden wirken bereits seit der 5. Auflage an der Weiterentwicklung der Hochwasserschutzfibel mit. Mit der im März 2015 erschienenen Publikation wird der inhaltliche Fokus stark auf das Thema Bauvorsorge und Objektschutz gesetzt. Seit dieser Auflage verantworten Dr. Sebastian Golz und Professor Thomas Naumann der Fakultät Bauingenieurwesen alle Inhalte mit bautechnischem Bezug. Sie lassen sowohl Erfahrungen aus zurückliegenden Hochwasserereignissen als auch Erkenntnisse aus aktuellen Forschungsvorhaben mit einfließen. So werden Forschungsergebnisse aus Projekten wie der ESF-Nachwuchsforschungsgruppe IRIS (Bewertung und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Ingenieurbauwerken gegen Naturgefahren) und dem Hochwasservorsorgeausweis direkt an die Anwenderinnen und Anwender weitergegeben. Insbesondere im Teil B, „Hinweise zur Bauvorsorge“, werden diese als Maßnahmen zum Schutz vor eindringendem Hochwasser vorgestellt, die zur Widerstandsfähigkeit eines Gebäudes beitragen. „Starkregen und extreme Wetterereignisse werden uns im mitteleuropäischen Raum weiter beschäftigen.“ bestätigt Dr. Sebastian Golz, Gruppenleiter der Nachwuchsforschergruppe IRIS. „Ich freue mich, dass unsere Forschungsergebnisse und damit verbundene Erkenntnisse mit der Hochwasserschutzbibel direkt an die interessierte Gesellschaft weitergegeben werden und damit bereits in der Bauplanung Hochwasserschutz mitgedacht werden kann.“ Die aktuelle 9. Auflage der Hochwasserschutzfibel ist digital auf der Website des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen verfügbar. Druckfrische Exemplare erhalten Sie bei Dr. Golz.

    Hochwasserschutzschild in Dresden
    Freistaat Sachsen
  • Neues Forschungsprojekt verbindet Design und Medizintechnik

    12.09.2022
    Design Forschung Pressestelle

    Skoliose ist eine weit verbreitete krankheitsbedingte Deformation der Wirbelsäule, die insbesondere Kinder und – wenn sie unbehandelt bleibt – auch Erwachsene in ihrem täglichen Leben stark beeinträchtigt. Das interdisziplinäre Forschungsteam MBrace untersucht Ansätze, um die Skoliose-Korsett-Therapie für Kinder angenehmer zu gestalten. Die Behandlungsqualität und der Tragekomfort der jungen Patientinnen und Patienten sollen entscheidend verbessert und damit Beeinträchtigungen im späteren Leben frühzeitig optimal entgegengewirkt werden. Neuartige Materialien, neue Herstellungs- und Anpassungsprozesse basierend auf Machine Learning (ML) Algorithmen und ein modernes Design sollen das Bild von Skoliose-Korsetten maßgeblich verändern. Mehr Akzeptanz durch gutes Design An der Professur Produktentwurf an der HTW Dresden wird die Entwicklung des Designs und die designtechnische Optimierung der Orthesen verantwortet. Auf der Grundlage der neuen Materialansätze sowie der analysierten patientenspezifischen Daten soll das Korsettdesign erarbeitet werden. Neben ästhetischen Gesichtspunkten spielen dabei soziokulturelle Aspekte eine wichtige Rolle: „Wir wollen ein Design entwickeln, das die Korsette entstigmatisiert und die Akzeptanz dieser medizinischen Hilfsmittel fördert“, so Professor Peter Laabs, der das Teilprojekt an der HTW Dresden leitet. Zum Designteam gehören ebenfalls Jonas Duteloff, André Kabella und Paul Schlieben. Sie alle haben an der HTW Dresden Design studiert. Die Koordination des Verbundprojektes MBrace liegt am Institut für Biomedizinische Technik der TU Dresden. Weitere Projektpartner sind das Leibniz Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF), die Jan Kochanowski Universität Kielce - School of Medicine (Polen), die Non-Profit-Organisation Sirris (Belgien) sowie das Unternehmen Isomatex SA (Belgien). Gefördert wird das Projekt im Rahmen einer Ausschreibung des von der EU geförderten Netzwerkes M-ERA-Net. Als Partner des Netzwerkes fördert das SMWK positiv evaluierte Projekte als nationale Förderorganisation über die Richtlinie EuProNet. Die Projektförderung für die HTW Dresden beläuft sich auf 270.000 €. Die Gesamtzuwendung des Projektes beträgt rund 2 Millionen Euro und läuft über drei Jahre. Weiteres gemeinsames Projekt von IPF und HTW Dresden Initiator des Projektes ist Dr. Axel Spickenheuer, der am IPF das Forschungscluster für Integrative Simulation und die Arbeitsgruppe für Komplexe Strukturkomponenten leitet. Seit vergangenem Jahr ist der Ingenieur Honorarprofessor an der Fakultät Design. Bereits seit mehr als zehn Jahren gibt es eine enge Kooperation mit der Professur Produktentwurf. Aktuell arbeitet das Team seit einem Jahr an einem Forschungsprojekt für das japanische Unternehmen Mitsubishi Gas Chemical (MGC). Ziel ist die Entwicklung eines Demonstrators für ein Hybridgarn des Herstellers.

    Team MBrace vor dem IPF
  • Tag des Offenen Denkmals 2022

    09.09.2022
    Landbau / Umwelt / Chemie

    Unter dem Motto „Kulturspur. Ein Fall für den Denkmalschutz” gibt es am Tag des Offenen Denkmals am 11.9.2022 ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Auf dem St.-Pauli-Friedhof werden unter Beteiligung der HTW Dresden in Ausstellungen und Führungen die Friedhofsanlage mit Gebäuden und Grabmalen vorgestellt und Perspektiven für deren Erhaltung und Nutzung erörtert. Dokumentarfilme, eine Audioinstallation und Rundgänge zur Kindergrabanlage des Friedhofs und auf das benachbarte ehemalige Lagergelände erinnern an die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger im „Judenlager Hellerberge“ und an die Misshandlung von Zwangsarbeiterinnen und ihrer Neugeborenen im „Entbindungslager Kiesgrube“. Kooperationspartner sind das Kirchspiel Dresden-Neustadt und die Evangelisch-mennonitische Gemeinde, die Stiftung Sächsische Gedenkstätten, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden, die Ämter für Kultur- und Denkmalschutz, Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden, die HTW Dresden sowie die Kulturschaffenden Annika Dube-Wnęk, Daniel Ristau und das Autorenkollektiv audioscript. Prämiierte Beiträge des Ideenwettbewerbes „Gedenkareal Dresdner Norden“, den die Landeshauptstadt dieses Jahr durchgeführt hat, zeigen Visionen und Vorschläge zum Umgang mit wichtigen Gedenkorten. Studierende der HTW Dresden in den Studiengängen Geoinformation, Gartenbau, Landschaftsund Freiraumentwicklung sowie Umweltmonitoring erarbeiten in Projekt- und Abschlussarbeiten auch immer wieder Bestandsaufnahmen und Entwicklungskonzepte für Friedhöfe und Gedenkorte. Dazu gehören die Darstellung der Entwicklungsgeschichte, die Vermessung und von Bauwerken, Vegetation und Grabfeldstrukturen, die Erfassung der Bedeutung für Erholung und Artenschutz. Die Ergebnisse werden in digitalen Formaten zusammengeführt, die von Friedhofsträgern und kommunalen Ämtern genutzt werden können und für die Öffentlichkeitsarbeit aufbereitet. Mehrere Absolventinnen und Absolventen der HTW haben inzwischen verantwortliche berufliche Positionen im Friedhofswesen übernommen. „Die herausragende ökologische und kulturelle Bedeutung der Friedhöfe ebenso wie deren Nutzung als Teil der Grünen Infrastruktur Dresdens wird so mit der Förderung des historischen Bewusstseins unter Studierenden und in der Öffentlichkeit verknüpft. Friedhöfe und Gedenkorte spiegeln die kulturelle und künstlerische Entwicklung der Stadtgesellschaft, dokumentieren aber auch Unterdrückung, Krieg und Gewaltherrschaft. Als ‚Archive der Stadtgeschichte‘ verdienen sie größte Aufmerksamkeit“, sagt Professor Cornelius Scherzer, der zahlreiche Projekt- und Abschlussarbeiten Studierender begleitet hat. Weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm: Sonntag, 11.09.2022, 10 – 18 Uhr, St.-Pauli-Friedhof Hechtstraße 78, 01097 Dresden ÖPNV – Haltestelle: St.-Pauli-Friedhof https://programm.tag-des-offenen-denkmals.de/denkmal/st-pauli-friedhof-dresden Kontakt Fakultät Geoinformation: Dipl.-Ing. Bettina Bruschke E-Mail: bettina.bruschke@htw-dresden.de Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie: Prof. Cornelius Scherzer E-Mail: cornelius.scherzer@htw-dresden.de

    St. Pauli Friedhof Dresden
    Bettina Bruschke (HTW Dresden)
  • Mit Schach-Cobot zu Gast beim Offenen Regierungsviertel 2022

    09.09.2022
    Industrie 4.0 Modellfabrik

    Am Sonntag den 4.9. war unser kollaborativer Roboter Yumi gemeinsam mit uns, der Arbeitsgruppe Smart Production Systems , zu Gast beim "Offenen Regierungsviertel 2022". Zusammen mit den anderen sächsischen HAWs des SAXONY5 - SMART UNIVERSITY GRID konnten wir interessierten Bürgern aktuelle Ergebnisse aus der angewandten Forschung und Lehre präsentieren. Der Demonstrator aus der Fabrik der Zukunft der HTW Dresden war einer der Publikumsmagneten. Unser „Schachgenie“ bestritt über 20 Partien, aber auch ein Schach-Cobot kann nicht alle schlagen. Vor allem 2 Schüler stellten ihn vor eine nicht zu lösende Herausforderung. Getreu dem Motto "weiß beginnt, schwarz gewinnt", schlugen sie ihn in sehr spannenden Partien. Mit unserem Demo konnten wir dem Publikum die verschiedenen Technologien wie Bilderkennung, Automatisierung, Robotik für ein effizientes Zusammenspiel von Mensch und Technik anschaulich demonstrieren. Wir hatten viele interessante Gespräche rund um die Entwicklung der Wirtschaft, die politische Förderung des Fortschritts, Investitionen, Wissenstransfer, soziale Bedeutung sowie die Rolle des Menschen in einem sozio-technischen System. Nun muss unser Cobot wieder zurück in die Fabrik der Zukunft der HTW Dresden. Dort werden die ForscherInnen an der HTW Dresden ihn in den nächsten Monaten um weitere wichtige Funktionen erweitern, so dass Mensch und Roboter in Zukunft einfach und intuitiv in der Fabrik der Zukunft Hand in Hand zusammenarbeiten.

    kollaborativer Roboter Yumi spielt Schach beim offenen Regierungsviertel
    Copyright: SMWK, Ben Gierig
  • Open Access-Austausch in Dresden

    07.09.2022
    Bibliothek Forschung Pressestelle

    Drei Tage lang kamen 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Bibliotheken in Dresden zusammen, um Good Practices in der Umsetzung von Open Access kennenzulernen und mit Vertreter*innen von SLUB, HTW Dresden und dem Projekt open-access.network zu diskutieren. Die Präsenzveranstaltung bot für die Teilnehmenden aus acht verschiedenen Bundesländern und der Schweiz die Gelegenheit zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Kombination verschiedener Insitutionsgrößen Das von SLUB und HTW Dresden ausgestaltete Programm zeigte die umfangreichen Facetten der Open-Access-Aktivitäten. Begrüßt wurden die Gäste von Katrin Stump (Generaldirektorin der SLUB), Petra-Sibylle Stenzel (Leiterin der Bibliothek der HTW Dresden) und Dr. Karolin Bove (Abteilungsleiterin Bestandsentwicklung, SLUB). Im Anschluss gaben die Kolleg*innen aus der SLUB sowohl einen Einblick in ihre Zweitveröffentlichungspraxis und den Qucosa-Dokumentenserver als auch in ihre umfassenden Finanzierungs- und Monitoring-Aktivitäten für Open-Acces-Zeitschriften und -Bücher. Dabei wurde der selbstbewusste und gleichzeitig reflektierte sowie zukunftsgerichtete Umgang mit Open Access an der SLUB deutlich. Zusammen mit den Teilnehmenden wurden außerdem Anforderungen an Diamond Open Access ohne Publikationsgebühren gesammelt. Die HTW Dresden hat gezeigt, dass Open Access nicht nur von großen Einrichtungen erfolgreich umgesetzt werden kann, sondern auch für Institutionen mit weniger Ressourcen relevant ist. Neben einer Führung durch das eindrucksvolle Bibliotheksgebäude fand dort eine Podiumsdiskussion mit Forschenden der Hochschule statt. Die Professoren Gunther Göbel, Dietrich Kammer und Jürgen Anke schilderten ihre Erfahrungen und Sichtweisen und stellten sich den Fragen der Open-Access-Professionals. Am dritten Tag der Staff Week stand ein Workshop zu Open-Access-Strategien im Mittelpunkt. In einem interaktiven Wechselspiel aus Input und Gruppenarbeit erarbeiteten alle Teilnehmenden gemeinsam das Grundgerüst einer zielgerichteten Open-Access-Strategie. Dabei wurde zunächst eine Analyse des Marktumfelds von Open Access aus Sichtweise verschiedener Akteure durchgeführt. Anschließend wurden Visionen und Ziele festgelegt und grundlegende Richtungen für die Open-Access-Arbeit vorgegeben. Danach wurden konkrete Maßnahmen gesammelt, die auf diese vorher überlegten Ziele einzahlen. All diese Überlegungen können als Grundlage für das Aufsetzen einer eigenen Open-Access-Strategie dienen und bieten somit den Gruppenmitgliedern einen hilfreichen Ausgangspunkt für ihre eigenen Aktivitäten. Präsenz im Mittelpunkt Die Open Access Staff Week in Dresden war die nunmehr dritte Staff Week des Projekts open-access.network, die vom Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz veranstaltet wurde. Es war jedoch die erste, die in Präsenz stattgefunden hat. Die Interaktion im physischen Raum wirkte sich sehr positiv auf die Gruppendynamik aus und zielte darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen zu stärken. Fragen zur nächsten Staff Week oder allgemein zu diesem Format können an open-access.network(at)uni-konstanz.de gestellt werden. Über open-access.network Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt open-access.network vernetzt vorhandene Initiativen und aktiviert den Austausch innerhalb der Wissenschaft zu Open Access. Frei zugängliche Materialien, Fortbildungs- und Schulungsangebote qualifizieren Akteure sowie Multiplikator*innen in Wissenschaft und Bibliotheken weiter und vermitteln Kompetenzen zu praktischen, organisatorischen und rechtlichen Fragestellungen. Das Verbundprojekt wird geleitet durch das Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz. Weitere Informationen: https://open-access.network/

    Gruppenfoto vor der HTW Dresden Bibliothek
    open-access.network
  • Internationale Summerschool zur Grundwasseranreicherung

    06.09.2022
    Bauingenieurwesen Pressestelle

    Aufgrund des Klimawandels kommt es immer häufiger zu lang anhaltenden Trockenperioden, die eine Neubildung von Grundwasser beeinträchtigen. Die Grundwasseranreicherung ist neben dem Bedarfsmanagement eine wichtige Maßnahme, um den Wasserbedarf zu decken und die Wasserqualität sicherzustellen. Die gesteuerte Anreicherung von Grundwasserleitern (engl. Managed Aquifer Recharge – MAR) ist die gezielte Zuführung von Wasser in Grundwasserleiter zur späteren Wiedergewinnung. Dazu gehören Methoden wie Uferfiltration, Bachbettwehre, Infiltrationsteiche und Injektionsbrunnen. Genutzt werden natürliche Wasserquellen aus aufbereitetem städtischen Regenwasser oder Abwässer. Kurse zu Prozessen der künstlichen Wasseranreicherung Die zweiwöchige Sommerschule umfasst Kurse zu verschiedenen Methoden der Grundwasseraufbereitung wie z. B.: Standortauswahl und Design von Uferfiltratfassungen, numerische Grundwassermodellierung, hydraulische und hydrogeochemische Methoden, Entfernung von Mikroorganismen und organischen Spurenstoffen, Vorschriften und Risikobewertung sowie Labor- und Feldexperimente zur Simulation von MAR-Prozessen an der HTW Dresden und der TU Dresden. Außerdem verschaffen sich die Teilnehmenden bei zwei Fachexkursionen zu den Wasserwerken Torgau und Dresden-Hosterwitz einen Überblick über die aktuelle Situation. Die Welt zu Gast an der HTW Dresden In diesem Jahr tauschen sich Masterstudierende, Doktoranden, Professor*innen, Lehrende und Spezialisten aus insgesamt 14 Ländern über die zukünftige Wasserversorgung bei uns an der Hochschule aus. Die Teilnehmenden kommen u. a. aus Belgien, Kamerun, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ägypten, Deutschland, Ungarn, Indien, Iran, Italien, Marokko, Pakistan und Vietnam. Die Sommerschule wird wissenschaftlich und fachlich von Dozentinnen und Dozenten des Instituts für Grundwassermanagement und Instituts für Wasserchemie, der Nachwuchsforschungsgruppe INOWAS der TU Dresden sowie dem Technologiezentrum Wasser Dresden unterstützt. Gefördert wird die internationale Sommerschule vom DAAD im Rahmen des Projektes "HAW.international" Future. East.

    Die Teilnehmenden der diesjährigen Summerschool als Gruppe vor dem Hauptgebäude der Hochschule fotografiert.
  • Zahlen und Fakten der HTW Dresden

    05.09.2022
    Forschung Pressestelle

    In diesem Format berichten wir einmal im Jahr kurz und bündig über aktuelle Entwicklungen des vergangenen Jahres. Neben zentralen Kennzahlen finden Sie wichtige Ereignisse und Erfolge aus den Bereichen Lehre, Studium, Forschung und Verwaltung. Die Broschüre kann über die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder über die Forschungskommunikation im Prorektorat Forschung und Transfer bezogen werden. Hier finden Sie die Broschüre als barrierearme PDF. Die Redaktion wünscht eine interessante Lektüre.

    Blick auf ein Gewächshausdach der HTW Dresden
  • Das technische Referendariat als berufliche Option nach dem Studium

    05.09.2022
    Geoinformation

    Auch im Bereich Geodäsie, Geoinformation und Vermessung herrscht ein Mangel an Fachkräften. Dieser Mangel geht einher mit einem hohen Altersdurchschnitt der aktuellen Fachkräfte. In den nächsten Jahren wird sich die Lage daher eher verschärfen, womit sich gerade auch in den Führungsebenen sehr gute berufliche Chancen ergeben. Sowohl die private Wirtschaft als auch die öffentliche Verwaltung benötigt gut ausgebildete Führungskräfte. Für Studierende sind die Berufsaussichten also mehr als gut. Nach wie vor ist die fachliche Voraussetzung für die freiberufliche Tätigkeit als Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) oder eine Führungsposition im höheren Dienst des öffentlichen Dienstes eine staatliche Zusatzausbildung nach dem Studium - das Referendariat. Zumeist wird das Referendariat mit Lehrern oder Juristen verbunden, aber es gibt auch technische Referendare, die zum technischen Assessor ausgebildet werden. Voraussetzung für den Einstieg in das technische Referendariat ist ein Master-Abschluss im Bereich Geodäsie, Geoinformation, Vermessung o.ä. Näheres dazu findet sich unter: BMDV - Das technische Referendariat (bmvi.de) Nach einem zweijährigen Referendariat steht die Prüfung zum technischen Assessor an. Mit der Erlangung dieser Qualifikation ist der Einstieg in den höheren Dienst im öffentlichen Dienst oder die Bestellung zum freiberuflich tätigen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur möglich. Da in diesem interessanten Bereich Führungskräfte benötigt werden, möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass das Referendariat eine gute berufliche Option ist. Stellen im Öffentlichen Dienst und interessante Einstiegsmöglichkeiten als freiberuflicher ÖbVI sind garantiert. Siehe Anhang: Übersicht über das Referendariat in den Bundesländern Für Rückfragen steht Ihnen auch gerne der BDVI (info@bdvi.de) zur Verfügung.

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