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Was zeichnet die Arbeitswelt von morgen aus?
18.03.2022Industrie 4.0 ModellfabrikGestern war es soweit - die virtuelle Konferenz "Fabrik der Zukunft - IMPULSE für die Wertschöpfung von morgen" fand statt und konnte Gäste im dreistelligen Bereich begrüßen. Los ging es mit der spannenden Keynote "Visionen für die Fabrik der Zukunft" von Dr. Christian Koitzsch vom Bosch Halbleiterwerk in Dresden, welcher bereits einen guten Überblick über die Entwicklungen und bevorstehenden Herausforderungen sowohl im Bereich Technik als auch im Bereich Mitarbeitende in der zukünftigen Fertigung gab. Anschließend wurden in 3 Sessions mit jeweils 3 Vorträgen die treibenden Themen der Wertschöpfung von morgen intensiv beleuchtet und diskutiert. Dabei wurden sich verändernde Berufsbilder, der Roboter als barrierefreier Kollege und die unterstützende Anwendung von Assistenzsystemen erörtert. Weitere Themen waren Möglichkeiten der klimaneutralen und selbstorganisierten Fertigung, der Einsatz von KI sowie Daten zur Steuerung der Produktion unter Einschluss der gesamten Lieferkette. Besonders eindrucksvoll zeigte der Vortrag "Verpackung On Demand" von Kenneth Markert von der Onlinediscount24 eSales GmbH als Best Practise Beispiel, wie sehr innovative Lösungen eine Vielzahl bestehender Probleme lösen können. So führt das passgenaue Verpacken von Artikeln im e-Commerce Geschäft zu mehr Nachhaltigkeit in mehreren Bereichen. Zudem werden die Retourenquote sowie die Lagerkosten für Verpackungsmaterial spürbar gesenkt, was in deutlich effizientere Verpackungsprozesse mit weniger Personaleinsatz resultiert. Der Vortrag bettete sich hervorragend in die Inhalte der anderen Referenten mit forschungs- und anwendungsbezogenen Themen ein. Begleitet wurde die Konferenz von einem Rahmenprogramm mit virtuellen Ausstellungsständen, virtuellen Führungen und der Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und über aktuelle Berufseinstiegsmöglichkeiten bei den Ausstellern zu informieren. Das gemeinsame Fazit der Konferenzteilnehmenden: "Es war eine gelungene Veranstaltung, welche gerne im nächsten Jahr fortgeführt werden sollte" - dann hoffentlich auch wieder in Präsenz. Organisiert wurde die virtuelle Konferenz vom Co-Creation Lab "Fabrik der Zukunft" unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Reichelt. Das Co-Creation Lab ist Teil des Transferverbunds Saxony5 der fünf sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Dresden, Leipzig, Mittweida, Zittau/ Görlitz und Zwickau.

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André Kabella: „Die Entwicklung der Fakultät Design konnte ich von Anfang an miterleben.“
16.03.2022Design 30 JahreAndré Kabella lehrt an der Fakultät Design Computeranimation, Digitalvideo und Interaktion. Sein Weg an unserer Hochschule begann bereits mit seinem Design-Studium im Jahr 1994, damals noch im Fachbereich Gestaltung. Seit 2020 ist er Mitarbeiter in der Fakultät und begleitet Studierende bei ihren Projekten. Was verbindet Sie mit der HTW Dresden? Ich habe die Hochschule 1993 kennengelernt. Der damals neue Studiengang „Produktgestaltung“ des eben erst gegründeten Fachbereichs Gestaltung hat mich unglaublich fasziniert. Die Inhalte des Studiums und die projektorientierte Arbeitsweise waren genau das, was ich für mich gesucht hatte. Die Dynamik eines Aufbruchs war spürbar. Mein Studium hier begann ich 1994 und schloss es 1998 mit dem Diplom (FH) ab. Der darauffolgende Auslandsaufenthalt zum Masterstudium in England ließ mich den starken Kontrast zwischen internationalen Designvorstellungen und -ausbildungsstrategien erleben und die Möglichkeiten, die an der HTW Dresden geboten wurden, umso mehr schätzen. Seit 2000 arbeite ich auch an unserer Hochschule. Aus dem Fachbereich Gestaltung ist die Fakultät Design gewordenen; aus dem Diplomstudiengang Produktgestaltung entstanden die Studiengänge „Design: Produkt und Kommunikation“ (BA) und „Design: Products and Interactions“ (MA). Die Studierendenzahlen haben sich deutlich gesteigert. Die Fakultät ist gewachsen. Ich konnte diesen Prozess von fast Beginn an miterleben und mitgestalten. Welches Erlebnis hat Sie besonders geprägt? Im Studium gab es mehrere erhellende Momente. Mit Prof. Gerd Flohr z.B. diskutierten wir über Anordnung, Breite und den Verlauf der Trennfugen von Gehäuseteilen und Prof. Rainer Groh referierte über die Ästhetik von Schweißnähten. Unter anderem durch solche Einflüsse wurde mein ästhetisches Grundverständnis entwickelt. Die Kombination von sinnvoller Funktion, verständlicher Form, nachvollziehbarem Verhalten, technischer Genauigkeit und handwerklicher Qualität bis in das kleinste Detail, bilden seitdem die Grundlage meines Designverständnisses. Beschreiben Sie die Hochschule in drei Worten. „design – studieren – jetzt“ Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Hochschule? Bei zukünftigen Entscheidungen zur weiteren Entwicklung der HTW Dresden sollten Mut und Vision eine große Rolle spielen. Eine Hochschule hat gesellschaftliche Verantwortung, muss innovativer Vorreiter sein, Veränderung im positiven Sinn begreifen und vorantreiben, Experimente wagen. Welcher Ort auf dem Campus ist ihr Lieblingsplatz? Neben dem Interaction-Studio, welches ich hauptsächlich betreue, gibt es noch zwei weitere Orte auf dem Campus, die für mich etwas Besonderes bedeuten. Zum einen ist da der Rosengarten zwischen S-Gebäude und Bibliothek; ein idyllischer Ort für eine sommerliche Mittagspause im Schatten der Bäume. Der andere Platz, den ich erwähnen möchte, ist das seitliche Treppenhaus im S-Gebäude zwischen 1. und 2. Etage. Im Gegensatz zu den meisten anderen öffentlichen Verkehrsbereichen der Hochschule ist es sehr klein und verwinkelt; es scheint nicht so ganz zum Rest der Hochschularchitektur zu passen. Für mich wird es dadurch zu einem überraschenden Kleinod. Weitere Porträts werden in den kommenden Wochen auf unserer Jubiläumsseite veröffentlicht: www.htw-dresden.de/30jahre

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Wir machen mit! - Girls‘ Day 2022 an der HTW Dresden
15.03.2022MaschinenbauAm 28. April 2022 lädt die HTW Dresden herzlich Schülerinnen ab der 5. Klasse ein, an spannenden Führungen und Workshops aus den Themen Landbau/Umwelt, Informatik/Mathematik, Maschinenbau, Geoinformation und Chemieingenieurwesen teilzunehmen. Alle Veranstaltungen findet man sich über den Girls‘ Day-Radar, dort können sich interessierte Mädchen anmelden: Girls‘ Day Radar Besonders hingewiesen werden soll an dieser Stelle auf die interessanten und liebevoll vorbereiteten Angebote aus unserer Fakultät Maschinenbau : „Metallversteher“ Spannende Experimente in der Virtual Reality Einparken ganz leicht? Test von automatisierten Fahrfunktionen und Umfeldsensorik 3D-Druck Live Hier gibt es aktuell noch freie Plätze! Mittags wird außerdem allen Teilnehmerinnen ein kostenfreies Mittagessen in der Mensa Reichenbachstraße angeboten.

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Infos zum neuen Kurssystem
15.03.2022HochschulsportUm allen Studierenden und Beschäftigten mehr Flexibilität anbieten zu können, wird es ab dem Sommersemester 2022 kürzere Laufzeiten für die Sportkurse geben. Die ursprüngliche Semesterlaufzeit, angelehnt an die Vorlesungszeiten der TU Dresden, haben wir in 3 Blöcke eingeteilt. Damit wird es möglich, entsprechend den Studiensituationen und den Alltagsanforderungen den Sport besser ins Leben zu integrieren. Mehr zum neuen Kurssystem

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Wer kann bei uns mitmachen?
15.03.2022HochschulsportUnser Sportangebot steht allen Studierenden und Beschäftigten der dem DHSZ angeschlossenen Hochschulen zur Verfügung. Das sind: TU Dresden HTW Dresden Hochschule für Bildende Künste Dresden Hochschule für Musk Carl Maria von Weber Dresden BA Dresden FH Dresden Hochschule für Kirchenmusik Hier geht’s zu den aktuellen Sportangeboten . Die Sportangebote für das Sommersemester 2022 werden am 23. 03.2022 veröffentlicht.

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Mit Sport und Spaß Geld verdienen!
15.03.2022HochschulsportWerde Kursleiter:in im DHSZ! Möchtest Du… … Spaß bei der Arbeit? … Anderen etwas beibringen? … mit deiner Leidenschaft begeistern? … ein hochwertiges T-Shirt zur Verfügung gestellt bekommen? Wenn Du die Fragen mit einem „ja“ beantworten kannst, Sport und Fitness deine Passion sind und Du andere Menschen begeistern willst, aktiv und fit den Studienalltag anzugehen, dann bist Du bei uns genau richtig! Wir sind immer auf der Suche nach Kursleitenden, die mit uns den Dresdner Hochschulsport tatkräftig gestalten. Wie das geht, erfährst Du hier: Kursleiter:innen/Wir suchen.

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MANOS-Projektwoche an der Fakultät Maschinenbau
14.03.2022MaschinenbauDrei Schülergruppen der 7. und 8. Klassen des vertieften mathematisch-naturwissenschaftlichen Profils am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums (MANOS) führten in der ersten Märzwoche ihre wissenschaftliche Projektwoche an der Fakultät Maschinenbau durch. Dabei erforschten sie verschiedene Bedienkonzepte zur Beleuchtung in einer VR-Umgebung (Herr Dr.-Ing. Linh Tuan Mai), Smarthome-Systeme mit openHAB (Herr Dipl.-Ing. FH Florian Kunze) bzw. die Digitalisierung von LEGO-Steinen mit optischen Messsystemen (Herr Prof. Thomas Rosenbaum). Die Schüler führten die Projekte erfolgreich durch und nutzten die Gelegenheit, die HTW und deren Labore ausgiebig kennenzulernen. Vielleicht trifft man den einen oder anderen in einigen Jahren als Studenten wieder…

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Pflichtpraktikum erfolgreich absolviert
11.03.2022GründungInfos zum Praktikum an der Gründungsschmiede Pro Semester stehen Student:innen der HTW zwei Praktikumsplätze zur Verfügung. Während des Praktikums arbeitest du an deiner Gründungsidee und erstellst dazu einen umfassenden Businessplan (inkl. Finanzierungsplan, Chancen/Risiken Bewertung, Machbarkeitsstudie, Markt- und Wettbewerbsanalyse, Go-to Market- und Vertriebsstrategie). Außerdem unterstützt du die Gründungsschmiede bei ihren Aktivitäten. Die genauen Schwerpunkte sprichst du zu Beginn des Praktikums mit Prof. Sonntag ab. Am Ende des Praktikums präsentierst du deine Ergebnisse vor unseren Startup-Coaches. Die Gründungsschmiede bietet dir während deines Praktikums Gründungsberatung, Zugang zu gründungsspezifischen Workshops wie den Startup Basics und zum Netzwerk des regionalen Gründungsökosystems. Klingt spannend? Dann schau dir hier das Q&A mit Justus Iserhagen an! Bei Interesse melde dich bitte bei Prof. Ralph Sonntag .

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Angebote für Schülerinnen und Schüler
09.03.2022GeoinformationIn den Semesterferien fanden an unserer Fakultät wieder verschiedene Schülerveranstaltungen statt: Technikwoche, zwei Kurse der Volkshochschule „Die Welt vermessen“, und die Projektwoche des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums. Die Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 7 bis 12 waren motiviert, teilweise Schulferientage dafür zu nutzen, unser Fachgebiet praktisch kennenzulernen beim Umgang mit Geo-Daten, bei Vermessungsübungen sowie beim Erstellen von Karten und virtuellen 3D-Modellen. Somit konnten wir sie einerseits für die modernen Inhalte unseres Berufes begeistern und anderseits für das attraktive Studium an unserer Fakultät werben. In diesem Sinne finden die Schüleraktivitäten öffentliches Interesse, Wertschätzung bei Lehrerinnen und Lehrern sowie Anerkennung bei der Hochschulleitung. Diesmal waren Schülerinnen und Schüler besonders dankbar, dass sie wieder in unseren Laboren und auf dem HTW-Campus in Präsenz willkommen waren. Es ist zwar immer eine Bereicherung unserer Lehrtätigkeit, jedoch auch stets eine zusätzliche Belastung, weil es spezieller Vorbereitung und intensiver Betreuung der Schülerinnen und Schüler bedarf. Deshalb ein besonderes Dankeschön an Kathleen Schäfer, Fabian Ettelt, Udo Steinborn und Bettina Bruschke für ihre bewährte fachliche und pädagogische Arbeit! Außerdem vielen Dank an Dr. Christiane Geißler (Projektkoordination Studienerfolg der HTW) für die gesamte Werbung und Organisation der Schülerangebote. Wir wollen weiterhin mit unseren Erfahrungen versuchen, junge Menschen allgemein für die MINT-Fächer und speziell für die angewandten Geowissenschaften zu interessieren, und es würde uns freuen, künftig einige der Schülerinnen und Schüler als Studienanfänger bei uns begrüßen zu können.

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„Mich fasziniert die Zukunftsvision, dass Material programmierbar sein wird“
08.03.2022Design Forschung Lehre PressestelleSeit Oktober 2021 lehrt Joanna Dauner als Professorin für die Grundlagen der Gestaltung an der Fakultät Design. Joanna Dauner studierte Visuelle Kommunikation (BA) und New Media (MA) an der Universität der Künste Berlin (UdK). 2016 erhielt sie für ihre Installation „Sacrificium“, die digitale Enthaltsamkeit zum Thema machte, den ersten Preis des „App Art Award“ des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe. Seit 2016 arbeitete die Designerin als künstlerische Mitarbeiterin im Bereich Visuelle Kommunikation, Grundlagen Digitale Gestaltung und seit 2019 im Berlin Open Lab der UdK in dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt „Smart Displays for Smart Living“. Dort erforschte sie das Potential formverändernder Werkstoffe als interaktive Material-Schnittstelle und Informationsträger im Raum. Im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit leitete sie verschiedene Seminare u.a. zu den Themen Smart Materials und Interaktive Prototypen. Außerdem hielt sie Coding-Workshops für Schüler*innen und Schulleiter*innen. 2018 war Joanna Dauner Mentorin beim deutschlandweiten Schulprojekt „Make your School“ der Klaus-Tschira-Stiftung und Wissenschaft im Dialog. Hier entwickelten Schüler*innen in einem dreitägigen Intensiv-Coding-Workshop Prototypen ihrer Ideen, die ihren Schulalltag verbessern sollen. In ihrer Forschung beschäftigt sich die Designerin mit Smart Materials, insbesondere mit dielektrischen Elastomeren, die aktorische und sensorische Eigenschaften haben und für „Energy Harversting“, also für die Gewinnung von elektrischer Energie aus der Umgebung eingesetzt werden. Dieser Werkstoff wird als intelligent bezeichnet, da er auf seine Umwelt reagiert: Wenn das Material unter Hochspannung gesetzt wird, verformt es sich und kann als Aktor eingesetzt werden. Verformungen des Materials können wiederum gemessen werden, da sich durch Dehnung die Kapazität des elastischen Materials verändert. In der Industrie kommt dieses Material bisher kaum zum Einsatz, doch bietet es Gestalterinnen und Gestalter ein Experimentierfeld, um sich mit grundsätzlichen Fragen von programmierbaren Material und formverändernden Oberflächen auseinanderzusetzen. Sie haben zuerst eine journalistische Laufbahn eingeschlagen. Was hat Sie zum Design gebracht? Inwiefern hilft Ihnen der journalistische Blick in Ihrer Designarbeit? Zum Design kam ich durch Umwege und habe erst Mitte Zwanzig mit meinem Studium an der UdK begonnen. Doch schon in meiner Schulzeit war ich immer von einem hohen Gestaltungs- und Kommunikationswillen getrieben. Ich habe mich für unsere Schülerzeitung engagiert und zu dieser Zeit war mir der große Anteil des Kommunikationsdesigns an meiner Arbeit gar nicht bewusst. In meinem damaligen Umfeld gab es keine Designerinnen, die für mich Vorbild hätten sein können und ich habe ein kleinstädtisches, musisches Gymnasium im Allgäu besucht. Nach dem Abitur bin ich nach Berlin gezogen und bin durch die Welt gereist, damit hat sich meine Lebenswelt und die berufliche Perspektive über die Zeit radikal verändert. Meine journalistische Neugierde und Expertise in der Recherche helfen mir auf jeden Fall auch heute im Gestaltungsprozess. Ich glaube, das ist auch die Schnittmenge von Journalismus und Design – neugierig auf die Welt zu blicken und Fragen zu stellen. Was verbindet Design und Coding? Warum sollten Designer*innen coden können? Als Designer arbeiten wir hauptsächlich mit digitalen Werkzeugen. Programmier-Grundkenntnisse helfen uns dabei z.B. Arbeitsschritte zu automatisieren oder – und das finde ich den spannenden Aspekt– sie ermöglichen uns eigene Werkzeuge zu programmieren und Code als „Material“ zu begreifen. Je souveräner der Umgang mit „Code“ ist um so freier und unabhängiger sind wir von vorgefertigten Werkzeugen und Programmen, die unsere Kreativität und unseren Gestaltungsspielraum beeinflussen und auch einschränken können. Durch die Fähigkeit eigene, kleine Programme schreiben zu können, sind wir nicht nur Endverbraucher und Konsumenten z.B. etablierter Grafikprogramme, sondern auch Gestalter unserer eigenen Werkzeuge. Sie beschäftigten sich als Designerin auch intensiv mit Naturwissenschaften, insbesondere mit dem Thema Material. Was fasziniert sie daran? Genauso wie wir im besten Fall unsere Werkzeuge selbst gestalten können, so sollten wir auch das Material mit dem wir arbeiten mitgestalten! Mich fasziniert die Zukunftsvision, dass Material programmierbar sein wird und die Disziplin Design sehe ich aufgefordert, für diese neuen Materialien Anwendungsszenarien und Kontexte zu finden. Was möchten Sie in Ihrer Lehre den Studierenden vermitteln? Vor allem möchte ich die Studierenden dafür begeistern, eigenständig zu lernen und zu forschen und die Hochschule als Ort und Institution wahrzunehmen, die sie mitgestalten können.
