• Von Abstandsmessungen in Menschenansammlungen bis zu einem zusätzlichen Augenpaar: Das sind HAWtechs Super Scientists!

    29.01.2021
    Pressestelle

    „Womit kann die Austrocknung der Hände durch häufiges Desin-fizieren in Pandemiezeiten minimiert werden?“ – „Wie misst man kostengünstig die Luft-qualität in geschlossenen Räumen?“ – „Was könnte Sehbehinderte dabei unterstützen, den Mindestabstand zu anderen leichter einzuhalten?“ – „Welches System ist geeignet, um die Abstandsmessung bei Menschenansammlungen zu überprüfen und gleichzeitig zu steuern?“ Diese und weitere Fragen stellen sich technikbegeisterte Jugendliche in ihrem Alltag, der seit Monaten von Home-Schooling und Social Distancing geprägt ist. „Die Vielfältigkeit der Ideen und das hohe Niveau, wie diese in die Praxis umgesetzt wer-den, sind beeindruckend. Es ist eine große Freude zu sehen, welchen Erfindungsreichtum die Mädchen und Jungen gezeigt haben, trotz der pandemischen Herausforderungen und erschwerten Lernbedingungen. Ich hoffe, dass die innovativen Projekte viele inspirieren und motivieren, um unseren Nachwuchs beim selbstständigen Experimentieren und for-schendem Lernen weiter zu unterstützen.“ sagt Professor Ralph Stengler, Jurymitglied, Präsident der Hochschule Darmstadt sowie Sprecher der HAWtech. Zum ersten Mal hat die HAWtech im September 2020 zu einem Wettbewerb in fünf Bundesländern aufgerufen. Der Wettbewerb richtete sich an Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren. Mitmachen konnten alle, die mit einer smarten MINT-Idee unsere Welt besser machen möchten. Die Begutachtung der Projekte erfolgte teilweise digital über Video-/ Bilddokumentationen oder als Prototypen einzeln vor Ort in den Räumlichkeiten der Hochschule Darmstadt. Aus allen eingereichten Projekten wählte die vierköpfige Jury Preisträger*innen in folgenden sechs Kategorien aus: Professionalität: Verbundprojekt „System zur Ultraschall-Abstandsmessung in Men-schenansammlungen“ bestehend aus zwei Teilprojekten: „Entwicklung einer mobilen Sensoreinheit“ von Emilie Borrmann, Katharina Endres & Jana Schlotmann sowie die „Ent-wicklung der Betriebs- und Simulationssoftware“ von Lisa Brinkmann, Paul Kallis & Kevin Stricker. Ziel des Systems ist durch die Nutzung der mobilen Sensoreinheit den Abstand zu Menschen in Ansammlungen zu messen und daneben die Messdaten unmittelbar auszuwerten, um sie bei der Steuerung von Veranstaltungen zu nutzen. Mit diesem Systemkann die Durchführung von Events zukünftig unterstützt und damit auch zum Infektions-schutz beigetragen werden. Die Jury hebt das ausgezeichnete Konzept und die herausra-gende Umsetzung beider Teilprojekte im Verbund hervor. Das System weist eine hohe Relevanz auf, gerade für die Veranstaltungsbranche und darüber hinaus. Innovation: „Abstandsauge für Sehbehinderte“ von Lalin Doran. Konzipiert und umge-setzt ist das Projekt als ein zusätzliches „Auge“ für sehbehinderte Menschen, ähnlich zu einem Abstandswarner. Der Ultraschallsensor misst einen Abstand von 40 cm zu anderen Personen, bei zu dichtem Aufeinandertreffen ertönt ein warnendes Signal. Mit dem Abstandsauge können Menschen mit Sehbeeinträchtigungen vor einem zu nahen Kontakt zuverlässig gewarnt und damit geschützt werden. Dieses innovative Projekt begeistert die Jury sowohl durch die sehr gute technische Umsetzung als auch durch den inklusiven Gedanken bei der Entwicklung der Idee. Mechatronik: „Low-Budget Luftqualitätssensor für bessere Luft in Schulen“ von Paul Goldschmidt. Die Messung guter Luftqualität und niedriger Aerosolbelastung ist in Pan-demiezeiten zentral, insbesondere für effektives Lüften in Schulen oder auch Büroräu-men. Die Luftqualitätsmessstation überzeugt die Jury aufgrund des eigenständigen Nach-baus bestehender Sensoren (von der Platine bis zum Gehäuse) als Open Source Device sowie der nachprüfbaren Wirksamkeit für einen äußerst niedrigen Produktpreis von unter zehn Euro in der Herstellung. Dies sowie die sofortige Einsetzbarkeit zeigen den über-durchschnittlichen Nutzen dieses Produkts. Nachhaltigkeit: „Desinfizierende Handcreme“ von Sophie Eisermann & Pauline Regenold. Der Nutzen der Handcreme liegt in der Spende an Feuchtigkeit bei gleichzeitiger Desinfi-zierung der Hände. Die Inhaltsstoffe bestehen aus umweltfreundlichen Komponenten, da-neben setzt das Gesamtkonzept auf Nachhaltigkeit, von der Herstellung bis zur Vermark-tung. Die Jury hebt das DIY-Prinzip des Projekts hervor, da die Zusammenstellung der Handcreme eigenständig Zuhause erfolgt. Auf diese Weise bekommt man auch einen ge-nauen Eindruck von den Inhaltsstoffen und kann die Zusammensetzung individuell gestalten. Zudem wird der Anreiz durch die Creme von der Jury gelobt, zum Desinfizieren der Hände zu animieren. Design: „Functional Chair“ von Leonard Oehl. Als außergewöhnlicher Sessel für entspann-tes Home-Schooling konzipiert und gebaut, erfüllt er viele Funktionen, die beim Arbeiten von Zuhause nützlich sind, u.a. verstellbarer Tisch und Fußteil. Zudem bietet der Sessel neben Steckdosenanschlüssen auch diverse Fächer für elektronisches Equipment sowie eine elektronische Ladestation für eine Smartwatch. Die Jury unterstreicht die Originalität und hohe Qualität der Umsetzung bei diesem mit Technik versehenen Möbelstück. Technik im Alltag: „Mask Button“ von Lea Feiler & Elena Steimer. Damit der Mund-Nasen-Schutz angemessen aufbewahrt werden kann und nicht an Orten wie z.B. Taschen oder Autofußräumen zu suchen ist, wurde der Mask Button, eine praktische Hülle mit Spule, konzipiert und mit Hilfe biologischer Kunststoffe hergestellt. Diese Aufbewahrung für den in unserm Alltag so wichtig gewordenen Mund-Nasen-Schutz hat die Jury überzeugt, ge-rade weil die sehr gute Umsetzung mit Hilfe eines 3D-Druckers erfolgt ist. Zudem vergab die Jury zwei weitere Preise, den HAWtech Gesamtpreis, gestiftet durch das Darmstädter Energieunternehmen ENTEGA AG, und den Sonderpreis für ein innova-tives Mädchenprojekt: HAWtech Gesamtpreis: „Entwicklung der Betriebs- und Simulationssoftware“ als Teil des Verbundprojekts „System zur Ultraschall-Abstandsmessung in Menschenansammlungen“ von Lisa Brinkmann, Paul Kallis & Kevin Stricker und „Abstandsauge für Sehbehinderte“ von Lalin Doran Sonderpreis: „Entwicklung einer mobilen Sensoreinheit“ als Teil des Verbundprojekts „System zur Ultraschall-Abstandsmessung in Menschenansammlungen“ von Emilie Borrmann, Katharina Endres & Jana Schlotmann Der HAWtech Gesamtpreis wird an zwei Projekte vergeben. „Beide zeigen eine breite Aus-einandersetzung mit technischen als auch sozialen Aspekten bei der Abstandsmessung und Einhaltung von Mindestabständen, auch unter Berücksichtigung von benachteiligten Gruppen. Sie weisen beide einen hohen bis sehr hohen Komplexitätsgrad bei der Umset-zung der Idee auf. Es handelt sich bei beiden um außergewöhnliche Projekte mit einem großen gesellschaftlichen Mehrwert, der direkt erkenn- und einsetzbar ist“, so die Begrün-dung der Jury. Alle prämierten Projekte erhalten jeweils 200 Euro, der HAWtech Preis sowie der Sonder-preis für Mädchen sind mit weiteren 200 Euro dotiert. Prof. Stengler gratuliert im Namen der Jury allen Preisträger*innen zu ihren zukunftsweisenden Projekten und dankt dane-ben auch allen nicht ausgezeichneten Teilnehmenden für ihre originellen Wettbewerbs-beiträge. Er betont: „Der Wettbewerb bestätigt uns darin, das Interesse an MINT-Themen frühzeitig zu erkennen und zu fördern, um mit der Entfaltung des Potentials junger Men-schen langfristig zur Stärkung der Innovationsfähigkeit in den Regionen beizutragen.“ Über die HAWtech „Starke Regionen, starke Hochschulen - Interessen verbinden“. Unter dieser Leitidee ha-ben 2009 sechs im Bereich der Ingenieurwissenschaften führende Hochschulen die bundesweite "HochschulAllianz für Angewandte Wissenschaften" (HAWtech) gegründet. Mitglieder dieser Allianz sind die FH Aachen, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Hochschule Darmstadt, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Hochschule Esslingen und die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft.

    Screenshot der Preisträgerinnen und Preisträger
  • Neue Ausschreibungsrunde für Digital Fellowships gestartet

    22.01.2021
    Lehre

    Bereits zum dritten Mal werden im Rahmen des Kooperationsprojektes „Digitale Hochschulbildung in Sachsen“ Unterstützungsmittel für Digital Fellows vergeben. Alle Personen, die in der grundständigen Lehre an einer sächsischen Hochschule tätig sind (Lehrende, Studierende, Laboringenieure und Lehrbeauftragte) und innovative didaktische Konzepte mit digitalen Medien umsetzen möchten, können sich ab sofort um ein Digital Fellowship bewerben. Es werden für den Zeitraum vom 01.07.21 bis zum 31.12.21 jeweils max. 12.000 € für ein Einzelfellowship oder 25.000 € für ein Tandemfellowship vergeben. Alle Informationen zum Ablauf sowie die Ausschreibungs- und Antragsunterlagen finden Sie unter https://bildungsportal.sachsen.de/digital-fellows . Reichen Sie Ihren Antrag bitte bis zum 31.03.2021 über service.lehre@htw-dresden.de ein. Wenn Sie Fragen zur Ausschreibung haben, oder sich zu den Rahmenbedingungen der Bewerbung informieren möchten, nutzen Sie gern die geplanten Informationsveranstaltungen am 28.01.2021 15:00-16:00 Uhr (Link zum Big Blue Button) oder am 24.02.2021 10:00-11:00 Uhr (Link zum Big Blue Button) . Eine Anmeldung zu den Informationsveranstaltungen ist nicht erforderlich. Die angegebenen Online-Räume stehen 15 min vor Veranstaltungsbeginn zur Verfügung. Bei Fragen zum Ablauf und zur Antragstellung können Sie sich gern an service.lehre@htw-dresden.de wenden.

    Digital Fellowship beantragen
  • Studieren und arbeiten in den USA? Unsere Partnerhochschule stellt sich vor!

    21.01.2021
    International

    Die Veranstaltung richtet sich an HTW-Studierende, die an einem Auslandssemester an der NAU in den USA interessiert sind. Angelina Palumbo, Director of Education Abroad und Maria Seewaldt, Incoming Exchange Coordinator an der NAU, werden allgemein über den Austauschprozess, über die Unterkunftsmöglichkeiten und den NAU-Campus berichten. Weiterhin werden die Teilnehmer Zeit haben, Fragen über ihre bevorstehende Zeit im Ausland in Flagstaff, Arizona, zu stellen. Wann und Wo? Am 3. Februar 2021 16.30 bis 17.30 Uhr. Die Veranstaltung findet auf der Plattform Zoom statt. Im Rahmen der International Career Week finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die unter anderem über Möglichkeiten zum Praktikum in den USA informieren.

    Landschaft Arizona
    Gautier-Salles, Unsplash
  • KISS-MINT Live

    21.01.2021
    Industrie 4.0 Modellfabrik Informatik / Mathematik Pressestelle

    Ganztagsangebote, Vereinsleben, Makerspaces – alles befindet sich derzeit im Lockdown. Um den Kindern in dieser Zeit dennoch Impulse für eigene Projekte und die Möglichkeit des Austausches und gemeinsamen Erlebens zu geben, hat sich das Projektteam von KISS-MINT ein besonders Angebot überlegt: Jeden zweiten Freitag um 17.30 Uhr können sich Jugendliche im Alter von 12-15 Jahren auf dem BigBlueButton-Kanal der HTW Dresden für eine Stunde mit den Machern von KISS-MINT treffen. „Wir wollen unsere Bastel- und Projektideen mit dem Calliope-Mini vorstellen. Viel wichtiger ist uns aber, den Kindern eine Bühne zu schaffen, wo sie ihre eigenen Exponate und Ideen vorstellen und uns um Rat fragen können.“, sagt Robert Ringel, Projektmitarbeiter und einer der kreativen Köpfe hinter KISS-MINT. Der Termin findet erstmals am 29. Januar um 17.30 Uhr statt. Eine Fortsetzung ist dann jeweils Freitag in der geraden Kalenderwoche zur gleichen Zeit geplant. Es sind keine Vorkenntnisse oder spezifische Technik notwendig. „Neben dem Calliope wollen wir auch andere Lernumgebungen wie den Arduino oder Lego EV3 vorstellen. Genauso wichtig ist es uns, mit den Kindern gemeinsam zu erarbeiten, wie wir beim Experimentieren vorgehen und was getan werden kann, wenn Experimente misslingen oder technische Probleme auftreten.“, erläutert Robert Ringel. Und natürlich wird es auch immer wieder Einblicke in Labore und Angebote der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden geben. Alle Informationen dazu gibt es unter dem Stichwort "KISS-MINT live" auf folgender Webseite: https://www.htw-dresden.de/kiss-mint Über KISS-MINT KISS-MINT steht für: Kreativ Interessieren, Spielerisch Sensibilisieren für MINT. Das Projekt wird von der TÜV-Süd Stiftung, SAP und dem Freistaat Sachsen gefördert. Es hat zum Ziel, Kinder in der Frühphase der beruflichen Orientierung in schulischen und außerschulischen Formaten spielerisch-kreativ für MINT zu sensibilisieren. Dafür haben der Elektrotechniker Robin Lutz und der Informatiker Martin Schmidt auf der Basis des Calliope-Mini zahlreiche Experimente entwickelt. Diese kommen sowohl im Regelunterricht als auch in Ganztagsangeboten zum Einsatz. Beide Formate wurden bereits im Gymnasium und an der Oberschule erprobt. Darüber hinaus bieten die Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Schule und Bildung regelmäßig Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an.

    Elektronische Kleingeräte
  • Gute Resonanz zum ersten Hochschulinformationstag digital an der HTW Dresden

    20.01.2021
    Pressestelle Studium

    Über die Website informierten sich rund 1300 Besucherinnen und Besucher über die Studienmöglichkeiten. Die Studieninteressierten konnten Online-Vorlesungen folgen und in Live-Chats mit Studierenden und Professor*innen ins Gespräch kommen. Außerdem gab es Vorträge zu den verschiedenen Studiengängen sowie Workshops und Praktika zum Mitmachen. Besonders nachgefragt waren die Live-Rundgänge durch die Labore, Werkstätten, Seminarräume und Gewächshäuser an den beiden Standorten in Dresden und Pillnitz. Dem allgemeinen Informationsvortrag der Studienberatung zu Studienwahl und Bewerbung folgten rund 60 Schüler*innen. „Im Nachgang waren wir noch per Chat, aber auch mit Ton und Video rege im Austausch.“, so Studienberaterin Mira Höfler. „Auch in der anschließenden Telefonsprechzeit haben wir zahlreiche individuelle Beratungen durchgeführt. Die Verunsicherung bei den Studieninteressierten aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist groß. Durch die direkte Beratung konnten wir jedoch viele der Fragen klären.“, so Höfler. Die nächste Möglichkeit die Hochschule kennenzulernen wird es voraussichtlich im Juni geben. Wir werden dazu rechtzeitig informieren. Bis dahin bietet die Seite www.htw-dresden.de/meinstudium2021 Orientierung und gibt Antworten auf wichtige Fragen zur Bewerbung. Mehr Eindrücke vom HIT digital finden Sie in unserem Bildarchiv .

    virtueller Rundgang
    HTW Dresden/ Peter Sebb
  • Datenbank "Statista" mit neuen Inhalten

    20.01.2021
    Bibliothek

    Das deutschsprachige Spektrum von "Statista" wurde um englische, spanische sowie französische Daten und Fakten erweitert. Zudem finden Sie Trends aus 170 Branchen in 50 Ländern und über 1 Mio. Fakten im Direktzugriff.

    statista Datenbank
  • Virtuelle internationale Weiterbildungen im Ausland

    19.01.2021
    International

    Wie wäre eine Weiterbildung in Schweden oder in Israel ohne eine lange Reise? Die Corona-Krise bietet auch neue Chancen. Sie können sich jetzt bequem und sicher vom heimischen Arbeitsplatz aus weiterbilden. Sie können weltweite Angebote nutzen und gleichzeitig viel Reisezeit sparen. Bauen Sie interkulturelle Fähigkeiten, Sprachkenntnisse oder Sozialkompetenzen per virtueller Sitzung auf. Im internen Bereich der Webseite finden Sie spannende berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Formate sind sehr unterschiedlich. Mal findet die Weiterbildung während der Mittagspause statt, mal sind es ein Tag oder 2 Tage. Die Formate sind meist kostenfrei. Für weitere Informationen und Beratungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

    Laptop am Schreibtisch
    Glenn Carstens-Peters, Unsplash
  • Neue Lernräume unterstützen neue Lehrformate

    18.01.2021
    Lehre Pressestelle Studium Transfer

    Projektbasierte Lehrformate, kollaboratives Arbeiten und der Einsatz digitaler Medien bestimmen immer stärker die Lehre. Die neuen Lehr- und Lernformate brauchen auch neue Lernräume. Die Arbeitsgruppe Lernraum, die aus Lehrenden und Studierenden der HTW Dresden besteht, hat sich genau dies zum Ziel gesetzt. „An der Hochschule gibt es zwar ausreichend Einzelarbeitsplätze, zum Beispiel in der Bibliothek oder unserem PAB, es fehlen aber Räume für die selbstorganisierte Gruppenarbeit. Hierbei steht der Austausch mit Kommiliton*innen sowie das kreative Arbeiten im Vordergrund.“, so Professor Georg Freitag, der als Mitglied der AG Lernraum bereits auf Erfahrungen bei der Einrichtung des Raums Z 801 zurückgreifen konnte. Deshalb entwickelten die Mitglieder der Gruppe gemeinsam mit Experten für Lernraumgestaltung Konzepte für die Ausstattung von unterschiedlichen Räumen. Es sollten Räume geschaffen werden, die flexibel und für verschiedene Szenarien genutzt werden können. Studierende und Lehrende sollen sich die Räume so herrichten, wie es ihren Bedarfen entspricht. Auf diese Weise wurde der Raum in der 9. Etage des Z-Gebäudes eingerichtet: Es gibt Sitzgruppen für Gruppenarbeit sowie portable Whiteboards. Mit wenig Umbauaufwand kann der Raum zukünftig auch als Veranstaltungsfläche genutzt werden. Dafür wird noch die entsprechende Technik installiert und die Beleuchtung angepasst. Die beiden Seminarräume S 219 und S 331 verfügen ab sofort über bewegliche Tische, Hocker und Stühle, die sich verschiedenartig kombinieren lassen. Sie können zu Einzelarbeitsplätzen gestellt oder zu abgeschlossenen Lernräumen für Gruppen zusammengestellt werden. „Wir freuen uns sehr über die ersten Erfolge unserer Arbeitsgruppe“, sagt Jana Halgasch, Koordinatorin Digitalisierung in der Lehre und Hochschuldidaktik. „Das Projekt hat gezeigt, dass die Weiterentwicklung von Lehrräumen eine strategische und ständige Aufgabe der Hochschule ist, die nur gelingen kann, wenn Lehrende, Studierende, Bauverantwortliche und IT-Verantwortliche gemeinsam wirken. Diese Arbeit möchten wir gerne fortsetzen.“ Den Bedarf sieht auch die Prorektorin für Lehre und Studium, Professorin Anne-Katrin Haubold: „Lehrformate, die stärker das Handeln der Studierenden fokussieren, verbessern die Qualität der Lehre und erhöhen den Erkenntnisgewinn. Nebenbei werden auch noch wichtige Schlüsselkompetenzen, wie die Fähigkeit zur Zusammenarbeit in Teams, gebildet. Mit Blick auf die immer komplexer werdenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Arbeitswelten ist gerade das projektorientierte Lernen für unserer Studierenden interessant. Wir möchten diese Ansätze weiter fördern.“

    Blick in das neu eingerichtete Foyer in der 9. Etage
    HTW Dresden/ Peter Sebb
  • Virtuelle Werkschau Design

    14.01.2021
    Design Pressestelle

    Die WWWerkschau versammelt ausgewählte Arbeiten aus dem Sommersemester 2020. Zu sehen sind Ergebnisse aus den Studiengängen "Design: Produkt und Kommunikation" und "Produktdesign". Über die Fakultät Die Fakultät Design hat ihre langjährige Expertise im Industriedesign um Schwerpunkte im Kommunikations- und Interfacedesign erweitert. Der neue 7-semestrigen Bachelor-Studiengang »Design: Produkt und Kommunikation« mit anschließendem Master-Studiengang ist ausgerichtet auf die Entwicklung von hybriden Produkten und Apps, bei denen physische, interaktive und kulturelle Dimensionen des Designs von Beginn an zusammengedacht werden. Das Studium bietet viel Raum zum Experimentieren und zur Entfaltung eigener Themen. Gearbeitet wird in kleinen Gruppen, persönlich, projektbasiert und praxisnah.

    Werkschau Design
  • Online-Praktikum mit Präsenzerfahrung

    13.01.2021
    Lehre Maschinenbau Pressestelle

    Die Lehrveranstaltung „Computermesstechnik" lebt besonders von einem großen Praktikumsanteil. Da Praktika in Präsenz aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht möglich sind, überlegten sich Professor Gunther Naumann und Laboringenieur Patrick Otto eine Möglichkeit, um den Studierenden die Inhalte dennoch anschaulich zu vermitteln. Sie entwickelten einen "Messtechnikkoffer" und bauten diesen in dreizehnfacher Ausführung auf. Wir haben bei Gunther Naumann nachgefragt, wie er auf die Idee gekommen ist und wie das Ganze praktisch umgesetzt wird. Was genau verbirgt sich hinter dem „Messtechnikkoffer“? Diese Idee haben wir zusammen im Team entwickelt. Der Grundansatz war: Wir lassen im „Corona-Semester“ kein Praktikum unter den Tisch fallen. Mit dem „Messtechnikkoffer“ kann ich gemeinsam mit zwölf Studierenden das Computermesstechnik-Praktikum online, aber mit quasi doch wie in Präsenz durchführen. Wie haben Sie das Online-Praktikum vorbereitet? In der Vorlesung und dem dazugehörigen Praktikum erlernen die Studierenden die Grundlagen der Computermesstechnik und den Umgang mit der Software LabView. Die Software liegt uns an der HTW Dresden in Form einer Campuslizenz mit der "Student-Install-Option" vor. Deshalb ist es für jeden Studierenden möglich LabView auf dem eigenen Rechner zu Hause zu installieren. Vor dem Online-Praktikum wurden noch zwei online-Einführungskurse zu LabView angeboten. Wie läuft das Praktikum ab? Die „Messtechnikkoffer“ werden für 14 Tage an eine Praktikumsgruppe mit max. 12 Studierenden übergeben.In dieser Zeit finden zwei begleitende online-Lehrveranstaltungen statt. Die Studierenden haben dafür die Hardware in Form des "Messtechnikkoffers" zu Hause. Über eine Videokonferenz programmieren und diskutieren die Studierenden dann gemeinsam mit mir. Wir führen dabei insgesamt vier Grundlagenversuche durch und arbeiten uns tiefer in LabView ein. Die verbleibende Zeit kann für das Selbststudium sowie die Programmierung und Umsetzung eigener Projekte genutzt werden. Nach 14 Tagen werden die "Messtechnikkoffer" kontaktlos an die nächste Gruppe übergeben. Über das Semester verteilt können wir auf diese Weise ca. 60 Studierenden ihr Computermesstechnik-Praktikum anbieten. Wie ist Ihr Fazit? Den Messtechnikkoffer zu entwickeln und dreizehnmal aufzubauen war sehr aufwendig und dauerte fast drei Monate. Doch der Aufwand hat sich gelohnt und die Hochschule hat uns mit entsprechenden Sondermitteln dazu unterstützt. Finanziert wurde das Projekt aus dem Fonds der Online-Lehre der HTW Dresden.

    Professor Naumann mit dem Messkoffer

HTWD in den Medien

Medienspiegel HTW Dresden (intern)