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Wissenschaft zum Anfassen und Ausprobieren
05.03.2024Forschung PressestelleÜber 50 Wissenschaftseinrichtungen aus allen Regionen Sachsens geben einen Einblick in ihre Arbeit. Exponate zum Anfassen und Ausprobieren, Workshops mit Forschenden, Shows und Sciene Slams machen Wissenschaft anschaulich erlebbar. Auch Forschende der HTWD zeigen ihre Projekte. Beiträge der HTWD Mikroplastik Woher kommt Mikroplastik? Woher wissen wir, dass Mikroplastik in einer Umweltprobe vorhanden ist? Woher wissen wir, dass es sich um Mikroplastik handelt? Wie kommt es, dass Mikroplastik auch in Gegenden der Welt zu finden ist, in denen keine Menschen leben? Und warum ist das alles eigentlich wichtig? Diese und viele weitere Fragen beantworten die Nachwuchsforscher*innen des „SEMUWA" Projekts. Sie zeigen verschiedene Exponate und Versuche zum Ausprobieren und Mitmachen: zum Beispiel einen Reifen im Miniaturformat, der verdeutlicht, wie durch Reifenabrieb Mikroplastik entsteht, oder eine Modellwassersäule, in der die Bewegung fluoreszierender Mikroplastikpartikel sichtbar gemacht wird. Weitere Informationen: https://www.htw-dresden.de/luc/forschung/mikroplastik Digitale Identitäten Das Projekt ID-Ideal präsentiert gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern seine Ergebnisse zur Entwicklung von Anwendungen im Kontext sicherer digitaler Identitäten. Anhand von Demonstratoren zeigen sie auf Touchdisplays verschiedene Anwendungsszenarien in den Bereichen Digitales Bürgerbegehren, Sozialpass, E-Commerce, ÖPNV und Bibliothekswesen. Mit dem eigenen Smartphone können die Nutzung von Wallet (digitaler Brieftasche) und überprüfbaren digitalen Nachweisen ausprobiert werden. Erklärtes Ziel des Projektes ist es, Sachsen zur Vorreiterregion des Trustnets zu machen. Das Trustnet ist eine gesellschaftliche Innovation, die mit einer Vielzahl von Produkt-, Service-, Prozess- und Geschäftsmodell-Innovationen einhergeht. Was genau das bedeutet, kann mit den Forschenden diskutiert werden. Weitere Informationen: https://www.htw-dresden.de/hochschule/fakultaeten/info-math/forschung/digitale-dienstleistungssysteme/projekte/id-ideal Starkregentool Dr. Sebastian Golz das 3D-Starkregenportal vor. Entwickelt wurde es vom Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden zusammen mit der HTWD. In diesem webbasierten Portal können sich Hauseigentümer über ihre standort- und gebäudebezogenen Risiken durch Starkregen informieren bzw. vorwarnen lassen. Darüber hinaus erhalten die Hauseigentümer über das Portal konkrete Empfehlungen, welche spezifischen baulichen Vorsorgemaßnahmen sie ergreifen können, um zukünftige Überflutungsschäden zu mindern bzw. zu vermeiden. Interessenten können das Portal selbst nutzen und beispielsweise zu einer gewählten Adresse navigieren, um sich über die dortigen Starkregenrisiken und Vorsorgeoptionen zu informieren. Weitere Informationen: https://wawur.virtualcitymap.de/#/ Show – Das Gebäude der Physik wird aufgebaut Dr. Grit Kalies, Professorin für Physikalische Chemie erläutert die Grundlagen der Physik. Stein auf Stein baut sie das Gebäude der Physik – gespickt mit unterhaltsamen Fakten und Historie. Digital auf einer Leinwand entsteht das Gebäude der Physik. Die einzelnen Steine erläutert die Professorin anhand von unterhaltsamen Geschichten. Workshop – Entropie und Zeit In dem Workshop gibt Prof. Grit Kalies Einblick in die alte und neue Welt der Thermodynamik. In der Thermodynamik gibt es die Zeit. In der Physik gibt es die Raumzeit und keine Zeit. Die Professorin geht dieser Frage nach. Weitere Informationen Öffnungszeiten: Freitag, 8. März 2024, 12 bis 22 Uhr (Exponate-Welt bis 18 Uhr); Samstag, 9. März 2024, 10 bis 18 Uhr Das Festival ist ohne Anmeldung kostenfrei zugänglich. Gesamtprogramm: www.spin2030.de/wissenschaftsfestival Mehr zu SPIN 2030 Mit der Kampagne »SPIN2030. Wissenschaftsland Sachsen« möchte das sächsische Wissenschaftsministerium die Vielfalt, Exzellenz und Attraktivität des Forschungsstandortes Sachsen einem breiten Publikum nahebringen. Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen), die Berufsakademie Sachsen und außeruniversitäre Einrichtungen wie die Institute der Fraunhofer- und der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, verschiedene Helmholtz-Zentren und viele andere landesfinanzierte Forschungseinrichtungen aus dem gesamten Bundesland beteiligen sich daran.

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Passionsrelief – Colmnitzer Altarfiguren
05.03.2024GeoinformationDie gotische Schnitzkunst stellt den Kreuzweg Jesu dar. Sie besteht aus Lindenholz und ist so kostbar, dass sie für den 3D-Objektscan mit Stoffhandschuhen angefasst und nach der Bearbeitung sofort wieder verstaut wurde. Diese wertvollen Figuren sollen der Kirchgemeinde Klingenberg wieder zur Verfügung gestellt werden und zwar als Duplikat. Dafür wurde eine Kooperation ins Leben gerufen die aus der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Klingenberg-Kreischa, der HTW Dresden, dem Landesamt für Archäologie und der HfBK Dresden besteht. Die Aufgabe ist es die Originale zu digitalisieren, zu vervielfältigen und die Optik des Originals auf die Kopien zu übertragen. Das Landesamt für Archäologie besitzt einen hochauflösenden Objektscanner mit dem die Schnitzereien unter Einhaltung aller sicherheitstechnischen und konservatorischen Rahmenbedingungen ein digitales Abbild bekommen. Dieses Abbild ist eine Punktwolke, die mit entsprechender Software zu einem Netz gerechnet wird. Das 3D Modell entsteht. An der Fakultät Geoinformation werden die 3D Modelle für den 3D-Druck vorbereitet. Da der Druckraum des Lasersintherdruckers nur 20/25/30cm misst und die 4 Figurengruppen je ca. 40 cm hoch, 40 cm breit und 4 cm tief sind, müssen die 3D Modelle geschnitten werden. Das heißt Kopf ab für Jesus und alle Figuren des Passionsweges. Der Hals ist die schmalste Stelle jeder Figur und bei der Zusammensetzung der Figuren die Unscheinbarste. Der Druck erfolgt im Lasersintherverfahren, das heißt schichtweises Verschmelzen von Kunststoffpulver (Polyamid) mittels eines CO 2 - Lasers. Durch die Belichtung des Pulvers mit dem Laserstrahl wird der Werkstoff kurzzeitig oberhalb des Schmelzpunktes bei 170°C erhitzt und angeschmolzen. Der Festkörper ergibt sich durch Erhitzen und Abkühlen. Jede Schicht wird so belichtet, dass sie mit der darunterliegenden, bereits verfestigten Schicht, verbunden wird. So entstehen schichtweise 3D Bauteile. Eine Schicht ist 0,1mm hoch, der Baufortschritt beträgt bis zu 20mm Höhe in der Stunde. Die Druckzeit liegt bei ca. 15 Stunden und genauso lange muss der Druck auch auskühlen sonst verdrehen (curlen) sich die Bauteile und passen am Ende nicht mehr zusammen. Die geduckten Bauteile werden anschließend gereinigt und gesandstrahlt. Gut verpackt geht die Reise weiter an die Hochschule für Bildende Künste Dresden. Dort erhalten sie eine Lindenholzoptik, genau wie das Original. Projektbeteiligte Auftraggeberin Ev.-Luth. Kirchgemeinde Klingenberg-Kreischa Eigentümer der Figuren Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg Ausführende Landesamt für Archäologie Sachsen Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden Hochschule für Bildende Künste Dresden

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DASt-Kolloquium 2024
05.03.2024BauingenieurwesenDas diesjährige 24. DASt-Kolloquium fand am 05. und 06. März statt, organisiert von der Technischen Universität München. Unter den zahlreichenden spannenden Vorträgen berichtete auch Dipl.-Ing. (FH) Karina Happel über unsere Forschungsarbeit im Teilvorhaben Ermüdungssicherheit und Restnutzungsdauer unter dem Titel „Zur Beurteilung der Restnutzungsdauer stählerner Tragstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen“ im Rahmen des o.g. Verbundforschungsvorhabens.

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Chinesische Delegation informiert sich über praxisnahe Ausbildung in der Wasserwirtschaft
04.03.2024Landbau / Umwelt / Chemie PressestelleBesonderes Interesse galt den Unterschieden zwischen der Lehre an Fachhochschulen und an Universitäten. Nach einem Überblick über die wasserwirtschaftlichen Lehrinhalte in den Studiengängen Bauingenieurwesen und Infrastrukturmanagement, Praktika und Abschlussarbeiten mit Praxispartnern wurde viel über den Status der Hochschulen und deren Forschungsmöglichkeiten diskutiert. Anschließend berichtete Jiaxing Ding in Chinesisch von ihren Erfahrungen als HTWD-Absolventin des Studiengangs Environmental Engineering und über ihr kooperatives Promotionsvorhaben im Rahmen der ESF-Nachwuchsforschergruppe SEMUWA zur Entfernung von Mikroplastik bei der Uferfiltration. Zum Abschluss erhielten die Gäste Einblick in die fast fertiggestellten Laborräume im neuen Lehr- und Laborgebäude und in die Versuchsanlagen zur Gleisentwässerung. „Die chinesische Delegation fand bemerkenswert, dass die Landesregierung mit den neuen Laboren die praxisnahe Ausbildung von Ingenieuren an der HTWD fördert und deren Attraktivität erhöht“, so Dr. Thomas Grischek, Professor für Wasserwesen an der HTWD. Organisiert wurde der Besuch von der TÜV Rheinland Akademie.

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Ausgezeichnete Nachwuchsforschung gesucht
04.03.2024ForschungBereits zum neunten Mal erhalten junge Forscher und Forscherinnen die Möglichkeit am Wettbewerb um den Nachwuchsforschungspreis an der HTWD teilzunehmen. Gesucht sind Promovierende der HTWD bzw. frisch Promovierte des letzten Jahres (Stichtag 1. Juni 2023). Das Thema oder der Status der Arbeit sind dabei nicht so entscheidend, es zählt vielmehr, mit welchem Engagement und Innovationskraft das Thema verfolgt wurde und wie es präsentiert wird. Bonuspunkte werden in der ersten Bewertungsstufe für Nachhaltigkeitsaspekte des Forschungsinhalts vergeben. In der zweiten Stufe gibt es Pluspunkte für gute Wissenschaftskommunikation. Dabei dürfen während der Präsentation zum Nachwuchsforschungssymposium alle Register gezogen werden: ob Exponate, Videos, Tanzeinlagen oder ungewöhnliche Schaubilder. Alles darf, nichts muss. Hauptsache ist es, dass der Forschungsinhalt auch einem themenfernen Publikum verständlich gemacht wird. Im zweistufigen Verfahren werden die Skizzen durch die Senatskommission Forschung bewertet. Die Bewerbung ist einfach: ein kurzes Abstract und eine Präsentation. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird im Rahmen des Dies Academicus am 5. Juni 2024 bekanntgegeben und geehrt. Die Dotierung für den 1. Platz beträgt 1.000 Euro: der zweite Platz erhält 500 Euro, der dritte Platz 250 Euro. Es lohnt sich!

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Flink, präzise, suverän.... Richard testet Fechten!
01.03.2024Sport und GesundheitDer Fechtsport war bereits bei den ersten neuzeitlichen Olympischen Spielen dabei und ist damit wohl einer der ältesten Sportarten im Programm des DHSZ. Einer der schnellsten und taktischsten noch dazu. Gefochten wird entweder mit dem Degen, Florett oder Säbel. Campusreporter Richard hat sich mutig dem Kampf gestellt und in der neusten Folge von »Richard testet …« den Einstiegskurs Degenfechten des DHSZ besucht. © TUD 2024 Datenschutzrichtlinie Das Format »Richard testet…« erlaubt einen Einblick in den Alltag der Studierenden – über das bloße Studium an der TU Dresden hinaus. So werden auch Sportgruppen, Aktivitäten außerhalb der Vorlesungen oder Hochschulgruppen ausprobiert und getestet. Von der Redaktion bis zur Produktion betreuen Studierende der TU Dresden das Format. Weitere Videos von Studierenden gibt es auf dem YouTube Kanal https://www.youtube.com/c/tudprobieren

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'EXIST Women' fördert gründungsaffine Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit
28.02.2024GründungIm Rahmen der neuen Förderrichtlinie des BMWK, gehört die HTWD zu den 110 Hochschulen deutschlandweit, die EXIST Women-Stipendien an ihrem Standort vergeben konnten. Das Programm zielt drauf ab, die Anzahl an Gründerinnen in Startups weiter zu stärken und die individuellen Karrieren von innovativen Frauen zu fördern. Frauen zur Gründung bestärken EXIST Women richtet sich speziell an gründungsinteressierte Frauen mit dem Ziel, sie frühzeitig an die Themen Gründung und berufliche Selbstständigkeit heranzuführen. Es unterstützt sie ganz konkret bei den ersten Schritten, unternehmerisch tätig zu werden. Dazu gehören Themen wie Ideenfindung und -weiterentwicklung, Netzwerken sowie Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. Innerhalb des Programms können die Teilnehmerinnen drei Monate lang ein Stipendium zwischen 1.000 und 3.000 Euro beziehen, sowie Sachmittel in Höhe von 2.000 Euro, die dem Gründungsvorhaben dienen. Die Stipendiatinnen können die Beratungs- und Qualifizierungsangebote der Gründungsschmiede in Anspruch nehmen, erhalten Zugang zum breiten Gründungsnetzwerk und arbeiten mit einer erfahrenen Mentorin zusammen. Studentinnen, Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen welcome! Die zehn Stipendiatinnen der HTWD sind mit Gründungsideen aus den unterschiedlichsten Bereichen in das Programm gestartet. Sie befinden sich teils noch im Studium oder haben ihren Abschluss bereits geschafft. Auch Wissenschaftlerinnen und Frauen mit abgeschlossener Berufsausbildung können an EXIST Women teilnehmen. Informationen über eine mögliche weitere Förderrunde werden ab Herbst 2024 bekannt gegeben. „EXIST Women hat mich besonders durch den expliziten Fokus auf gründungsmutige Frauen angesprochen“, sagt Stipendiatin Natascha Konschina. „In dem Programm finde ich gute Rahmenbedingungen, um mich meinem Unternehmungsvorhaben umfassender zu widmen. Dabei erweisen sich insbesondere das Netzwerk und die entstehenden Kontakte als hilfreich und weiterführend für mich.“ Patricia Müller, ebenfalls Stipendiatin der ersten Generation sagt: „Die Idee mein Fachwissen und meine Berufserfahrungen in einer ingenieurökologischen Freiberuflichkeit im Nebenerwerb zu verwirklichen, hatte ich schon länger im Kopf. Das Stipendium von EXIST Women bietet mir nun die Möglichkeit, meine Ideen und Pläne durch eine finanzielle Unterstützung in die Tat umzusetzen und mich durch verschiedene Veranstaltungen und Networking sowohl beruflich als auch persönlich weiterzuentwickeln.“ Weitere Informationen zum Stipendienprogramm EXIST Women gibt es unter www.exist.de . Ansprechpartnerin für EXIST Women an der HTWD ist die Gründungsschmiede: gruendung@htw-dresden.de

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Mit Vegetationstechnik zur klimaresilienten Schwammstadt
27.02.2024Forschung Landbau / Umwelt / Chemie Pressestelle
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Wasserprojekte in MENA-Region zur Bewältigung von Wasserknappheit
23.02.2024Bauingenieurwesen PressestelleDie MENA-Region (Middle East and North Africa) steht weltweit vor einer der größten Herausforderungen bezüglich ihrer Wasserressourcen. Ein nachhaltiges Wassermanagement ist daher von entscheidender Bedeutung. Eine vielversprechende Lösung bietet die gesteuerte Grundwasseranreicherung "Managed Aquifer Recharge" (MAR), auch bekannt als Waterbanking und künstliche Anreicherung. Dabei wird gezielt Wasser in Grundwasserleiter infiltriert, um es später zurückzugewinnen oder den Grundwasserstand zu stabilisieren. Diese Technik, die Anlagen wie Uferfiltration (UF), Infiltrationsbecken, -teiche und -brunnen umfasst und natürliche Oberflächenwasserquellen, Regenwasser und aufbereitetes Abwasser nutzt, trägt zur Erhöhung der Grundwasserspeicherung bei. Außerdem kann die Wasserqualität verbessert und eine Versorgung bei Dürre sichergestellt werden. Verstärkte Zusammenarbeit in besonders trockenen Regionen Während MAR bereits in vielen Ländern der MENA-Region angewendet wird, ist die Nutzung der Uferfiltration bisher hauptsächlich auf Ägypten beschränkt. Um die wissenschaftlichen und technischen Herausforderungen im Zusammenhang mit MAR und UF auch in anderen Regionen anzugehen, kooperiert das Lehrgebiet Wasserwesen der HTWD seit 2021 mit Hochschulen und außeruniversitären Akteuren in Jordanien, Marokko, Libanon und Syrien im Rahmen der Forschungsprojekte MEWAC-FEMAR und MENAWAT. Die Forschenden untersuchen aktuell die Machbarkeit der Wasseranreichung an Standorten in Jordanien, Libanon und Syrien in Zusammenarbeit mit Partnern wie der Royal Scientific Society, der American University of Beirut und der University of Aleppo sowie deutschen Partnern wie dem Institut für Grundwasserwirtschaft an der TU Dresden und der Umweltbüro GmbH Vogtland. Gemeinsam haben sie einen neuen potenziellen Standort für eine Uferfiltratgewinnung am Zarqa River erkundet. Von September 2023 bis Januar 2024 wurden Wasserbeschaffenheits- und geohydraulische Felduntersuchungen durchgeführt. Dies führte zur Errichtung eines Messprofils, bestehend aus Grundwassermessstellen zur Beprobung und Beobachtung von Wasserständen, um die Reinigungsleistung der Uferfiltration zu bewerten. Förderung von Bildungs- und Forschungszusammenarbeit MENAWAT konzentriert sich darauf, die Bildungs- und Forschungszusammenarbeit im Bereich MAR und UF mit Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen in Jordanien und Marokko zu stärken. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert dieses Projekt im Rahmen der "Ta’ziz Partnerschaft – Wissenschaftskooperationen". Das Projekt begann mit einem Workshop in Amman im September 2023, organisiert von der German-Jordanian University (GJU) und der HTWD. Die Veranstaltung bot Einblicke in Wasserbeschaffenheit und Spurenstoffuntersuchungen in Jordanien sowie ein Fallbeispiel zu MAR aus Marokko. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Vor- und Nachteile von MAR sowie auf die Integration von Forschungsergebnissen in akademische Lehrpläne. In diesem Rahmen absolvierte Jakob Sieg, Student im fünften Semester des Diplomstudiengangs Bauingenieurwesen an der HTWD, ein dreimonatiges Forschungspraktikum an der GJU. In dieser Zeit führte der angehende Bauingenieur Feld- und Laboruntersuchungen zur Uferfiltration am Zarqa River durch, unterstützte ein jordanisches Brunnenbauunternehmen beim Bau von Grundwassermessstellen und sammelte wertvolle Erfahrungen zu Bohrverfahren. Durch MENAWAT wurde nicht nur die wissenschaftliche Kooperation zwischen jordanischen, marokkanischen und deutschen Hochschulen, Unternehmen und politischer Akteure intensiviert, sondern auch das interkulturelle Verständnis zwischen den Partnern vertieft. Internationale Hochschulzusammenarbeit stärkt Wasserressourcenmanagement im Nahen Osten Im November letztens Jahres fand an der Jordan University of Science and Technology (JUST) in Zusammenarbeit mit dem Water Diplomacy Center (WDC) ein Workshop zum Wassermanagement statt. 30 Graduierte und Doktoranden aus verschiedenen Ländern erweiterten ihre Kompetenzen in Geohydraulik, Wasserbeschaffenheit, Standorterkundung, Brunnenbau und Grundwassermodellierung. Die Teilnehmenden kamen nicht nur aus Jordanien und dem Jemen, sondern auch aus Spanien, Deutschland, Guatemala, Indien, Mexiko, Malaysia und Rumänien. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen wie der HTWD und der GJU förderte weitere Synergien zwischen den Projekten MEWAC-FEMAR und MENAWAT für langfristige Auswirkungen auf Lehre, Forschung und Hochschulmanagement.

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Alumni Story: Jessica Rietze (Produktgestaltung)
16.02.2024Design PressestelleSie studierte von 2007 bis 2014 Produktgestaltung (M.A.) an unserer Hochschule. Ihre Masterarbeit beschäftigte sich mit dem Thema „Gestaltung eines medizinischen Therapiegerätes zur Behandlung kindlicher Skoliose" und entstand in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Dresden. Hier war sie im Anschluss an die Masterarbeit in der Abteilung Medizintechnik als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Im Oktober 2016 zog sie mit ihrer Familie in ihre alte Heimat zurück und wechselte zur Hochschule Fulda, um dort als Lehrkraft für besondere Aufgaben (LfbA) am Fachbereich Angewandte Informatik, Studiengang Digitale Medien zu unterrichten. Von 2018 bis 2022 unterbrach sie ihre Lehrtätigkeit und unterstützte das an der HS Fulda angesiedelte Projekt „GetAll“ (Gesundheitstechnik für die Alltagsbewältigung) im Regionalen Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität (RIGL Fulda). Seit Januar 2023 arbeitet Jessica Rietze wieder in der Lehre der Hochschule. Sie haben Ihre Masterarbeit in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) geschrieben. Wie kam der Kontakt zustande? Die Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät Gestaltung schrieb damals eine Rundmail mit der Info zu Veranstaltungen für Studentinnen. Hier wies sie auf den "Wissenschaftscampus" hin, der vom Fraunhofer IWU Chemnitz eigentlich nur für Absolventinnen und Studentinnen ab dem vierten Fachsemester der Studienrichtungen Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Informatik angeboten wurde. Auf Nachfrage konnten aber auch interessierte Produktgestalter teilnehmen. So lernte ich in diesen vier Tagen zuerst das IWU Chemnitz kennen, bewarb mich dort für meine Masterarbeit und wurde von der Personalabteilung nach Dresden vermittelt. Was waren Ihre Aufgaben als Designerin am Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik? Gab es ein Lieblingsprojekt? Am Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik arbeitete ich in der Abteilung Medizintechnik. In Kooperation mit Medizinern und Herstellern von Medizinprodukten wurden Lösungsansätze für Problemstellungen aus dem klinischen Alltag erarbeitet. Zum Großteil handelte es sich um Implantate und Prothetik, teilweise ging es auch um medizinische Therapiegeräte oder chirurgische Instrumente. Meine Aufgaben waren dabei sehr vielschichtig. Zum einen spielte die Ergonomie und benutzerorientierte Gestaltung bei Entwicklungen in der Medizin eine wichtige Rolle mit dem Ziel, die Anwendung von Medizinprodukten leicht verständlich und sicher zu gestalten, um so Benutzungsfehler auf ein Minimum zu reduzieren. Weitere Arbeitsbereiche lagen in der Erprobung von Funktionsmustern und der Visualisierung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen. Auch die Gestaltung der Interaktion mit Messedemonstratoren fiel beispielsweise in meinen Aufgabenbereich. Welchen Ratschlag würden Sie Absolventinnen und Absolventen geben, die als Designer an einem Forschungsinstitut mit naturwissenschaftlicher oder technologischer Ausrichtung arbeiten möchten? Generell hat es sich als sehr sinnvoll und wichtig erwiesen, auch als Gestalter systematisch zu arbeiten und Designentscheidungen gegenüber anderen Disziplinen klar argumentieren zu können, um so den Mehrwert, der durch Design entsteht, deutlich zu machen. Denn leider haben viele Fachbereiche noch ein falsches oder verzerrtes Bild von der Arbeit eines Designers. Insbesondere muss man sich auf die interdisziplinäre Arbeit mit Ingenieur*innen einlassen, welche oft keine Notwendigkeit für Designarbeit sehen. Häufig sind die in Forschungsinstituten erarbeiteten Lösungen technisch hoch innovativ und sinnvoll einzusetzen, nur fehlt es an einer endnutzerorientierten Sichtweise auf das Produkt und an einer entsprechenden Umsetzung. Und genau hier setzt das Design an. Sie arbeiten inzwischen als Lehrkraft an der Hochschule Fulda. Was sind dort Ihre Aufgaben, wie kann man sich Ihren Arbeitsalltag vorstellen? Was gefällt Ihnen an dieser Tätigkeit besonders? Als Lehrkraft war ich bisher für die Module Kommunikationsdesign, Gestaltungsgrundlagen, Medientechnik und Usability Engineering zuständig. Ich konzipiere Lehrinhalte, probiere neue didaktische Methoden aus und versuche den praktischen Anteil meiner Vorlesungen weiter auszubauen und mit theoretischem Input zu verknüpfen. Hier fließen auch immer wieder Ideen aus meiner Studienzeit oder der Zeit am Fraunhofer IWU mit ein. Wie auch am IWU in Dresden arbeite ich an der HS Fulda mit Personen unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Oft liegt der Fokus der Studierenden auf der technischen Umsetzung und ich kann in meinen Vorlesungen, Seminaren und Übungen neue Impulse z. B. zum User-Centered-Design geben, die den Studierenden den Blick weiten sollen. Schön zu sehen ist die positive Entwicklung einiger Studierender im Laufe des Studiums. Vor allem im Wahlpflichtmodul Kommunikationsdesign sehe ich immer wieder große Fortschritte bei den gestalterischen Kompetenzen und kreative Abgaben, die die Studierenden auch später in der Arbeitswelt erfolgreich in ihren Bewerbungsunterlagen einsetzen. Was mir besonders gut gefällt, ist zudem die hohe Flexibilität, die es mir ermöglicht, Familie und Beruf gut miteinander zu vereinbaren. 2011 kam Ihre erste Tochter zur Welt. Wie gelang Ihnen der Spagat zwischen Studium und Familie? Um Familie und Studium unter einen Hut zu bekommen, musste ich einen Sonderstudienplan einreichen, der die Verteilung der Module auf mehrere Semester vorsah. So konnte ich mit Unterstützung meines Mannes, der zu dieser Zeit durch sein Studium glücklicherweise sehr flexibel war, die geforderten Leistungen für mein Masterstudium erbringen und mich gleichzeitig um meine Tochter kümmern. Auch die flexible Zeiteinteilung zur Leistungserbringung an der Fakultät Design kam mir damals sehr entgegen, da unsere Veranstaltungen meist zu Beginn des Semesters und später in Eigenverantwortung und Konsultationen stattfanden. Herausfordernd war es, in der Schwangerschaft und Stillzeit Tätigkeiten in der Werkstatt an Maschinen und mit bedenklichen Materialien durchzuführen. Trotzdem kann ich eine Elternschaft während des Studiums aufgrund der Flexibilität im Vergleich zum Arbeitsleben nur empfehlen. Was sollten Ihrer Meinung nach Studieninteressierte mitbringen, also was für Interessen sollten sie haben, wenn sie sich für den Bachelor bzw. Master Design an der HTWD einschreiben wollen? Wenn man im Bereich Gestaltung studieren möchte, sollte man Spaß an kreativen und vor allem eigenmotiviertem Arbeiten haben. Da für die Bewerbung eine Mappe mit gestalterischen Arbeiten eingereicht werden muss, ist es hilfreich, wenn man sich vor dem Studium schon mit diesen Themen auseinandergesetzt hat. Optimal ist ein Praktikum in einem Designbüro o. ä., um sich ein Bild von der vielfältigen und abwechslungsreichen Arbeit eines Gestalters machen zu können und um schon eigene kleinere Problemstellungen zu bearbeiten, die evtl. als Grundlage für die Bewerbungsmappe genutzt werden können. Wie sind Sie damals auf das Designstudium an der HTWD gekommen und was hat Ihnen besonders gut gefallen? Im Abitur habe ich die beiden Leistungskurse Physik und Kunst gewählt und wollte auch nach der Schule sowohl gestalterische als auch technische Themen verbinden. Nach langer Recherche schien mir der Studiengang Produktgestaltung am geeignetsten, um technisch-pragmatische und kreativ-ästhetische Lösungen für Problemstellungen zu konzipieren. Da gestalterischen Studiengängen meist ein mehrstufiger Eignungstest vorausgeht, bei dem nur eine relativ geringe Anzahl von Studierenden tatsächlich auch einen Studienplatz bekommt, habe ich mich zeitgleich bei fünf Hochschulen in Deutschland beworben. Darunter war auch die HTWD, deren Profil und Lage in Dresden mir sehr gefallen hat. Auch die familiäre Atmosphäre am Fachbereich und die vielseitigen Projekte haben mich damals überzeugt. Woran denken Sie am liebsten, wenn Sie sich an die Studienzeit in Dresden erinnern? Sehr gern denke ich an den Teamgeist der Studiengruppen zurück. Hier sind mir vor allem die vielen durchwachten Nächte in den Computerlaboren bzw. in der Modellbau-Werkstatt des Fachbereichs Design in Erinnerung. Vor Abgabe der Prüfungsleistungen am Ende des Semesters war die Arbeit an den Projekten, vor allem an den Prototypen noch mal sehr intensiv. Der gegenseitige Austausch und die Unterstützung meiner Mitstudierenden hat diese anstrengende Zeit zu einer schönen Erinnerung werden lassen. Generell sind mir die familiäre Atmosphäre und der kollegiale Austausch mit ProfessorInnen und MitarbeiterInnen des Fachbereiches Design in sehr guter Erinnerung.
