Mikroplastik

Fakultät Bauingenieurwesen

VEMIWA - Vorkommen und Verhalten von Mikroplastik in sächsischen Gewässern

ESF-Nachwuchsforschergruppe

Kooperation der Fakultäten Bauingenieurwesen (Prof. Grischek), Landwirtschaft/Umwelt/Chemie (Prof. Harre, Prof. Socher) und Elektrotechnik (Prof. Bauer)

Sachsen ist als Bundesland mit mehreren grenzüberschreitenden Gewässern und als Transitland für den PKW- und LKW-Verkehr (Reifenabrieb) besonders von Mikroplastik betroffen. Ziel des Vorhabens ist die Untersuchung des Vorkommens und Verhaltens von Mikroplastik in sächsischen Gewässern. Dies schließt die Untersuchung der Sohlsedimente von Grenzflüssen wie der Elbe und Neiße sowie des Transports der Partikel im Gewässer ein. Für die Quantifizierung und Charakterisierung von Mikroplastik werden eine Methode der Probenaufbereitung unter Nutzung der elektrostatischen Sortierung weiterentwickelt und eine kalorimetrische Analysenmethode für den Praxiseinsatz angepasst und kalibriert. Auf der Grundlage der anschließenden Bearbeitung einer ausreichenden Zahl von Sedimentproben sowie tribochemischen Laborversuchen erfolgen die Bilanzierung des Stofftransports und die Bewertung des Verhaltens. Vier NachwuchsforscherInnen werden zur Promotion geführt. Zur Überführung der Methode wird eng mit der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft kooperiert über die Erarbeitung einer Probenahme-, Probenaufbereitungs- und Analysenvorschrift bis hin zu Schulungen und sachsenweiten Weiterbildungen. Über eine Projekt-Website, Schülerexperimente und eine Wanderausstellung soll eine Öffentlichkeitswirkung insbesondere für die Zielgruppe junger Studierender, Absolventen und junger Ingenieure in der Praxis erreicht werden.