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Fakultät Geoinformation

Drohnenbefliegung
Drohnenbefliegung

Geowissenschaftler arbeiten an den Nasca-Linien in Peru

Erstellt von Pressestelle |

Noch bis zum 13. März ist ein internationales Forschungsteam aus Peru, Deutschland und der Schweiz unterwegs auf einer Feldkampagne im Gebiet der Linien und Figuren um Nasca in Peru. Auch Geowissenschaftler der HTW Dresden beteiligen sich an dem Projekt.

Die Zeichnungen in der Wüste rund um die Städte Nasca und Palpa im Süden Perus gehen zurück auf die Nasca-Kultur, die ihre Blütezeit zwischen 200 v. Chr. und 650 n. Chr. erlebte. Seit 1994 steht sie als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.  Bereits seit 25 Jahren arbeiten Dr. Bernd Teichert, Professor für Photogrammetrie und Fernerkundung und Christiane Richter von der Fakultät Geoinformation an der HTW Dresden gemeinsam mit Generationen von Studentinnen und Studenten im sogenannten Nascaprojekt. Sie erfassen und katalogisieren die Linien und Figuren in der Wüste.

Bei der diesjährigen interdisziplinären Feldkampagne unter Leitung von Dr. Kerstin Hartsch (IPROconsult Dresden) werden mithilfe verschiedener geowissenschaftlicher Methoden der Zustand sowie die Veränderungen der von Zerstörung bedrohten Bodenzeichnungen erfasst. Neben geochemisch-mineralogischen Untersuchungen von Probenmaterial, geophysikalischen Geländemessungen und Verfahren zur Datierung der Linien steht auch eine Befliegung ausgewählter Gebiete mit UAV (Drohnen) zur Gewinnung von hochauflösenden multispektralen Aufnahmen auf dem Programm. Die Befliegung wird von Mitarbeitern der Grupo de Innovación Tecnológica (GIT) der Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) durchgeführt. Für die Vermessungsarbeiten zur Georeferenzierung sowohl der Befliegungsdaten als auch sämtlicher geowissenschaftlicher Untersuchungen ist Christiane Richter zuständig. Unterstützt wird sie hierbei von Studierenden der TU Clausthal der Pontificia Universidad Católica del Perú in Lima.

Alle Untersuchungen im Rahmen dieses Langzeitprojektes dienen dazu, Konzepte zu erarbeiten, wie das Weltkulturerbe der Linien und Figuren von Nasca auch unter den Bedingungen von weltweiten Klimaveränderungen erhalten werden kann. Die Arbeiten im nördlichen Teil der Atacama-Wüste mit Temperaturen bis über 40°C stellen sowohl für die Exkursionsteilnehmer als auch für die eingesetzte Messtechnik eine große Herausforderung dar. Die Messflächen dürfen nur wenige Personen mit Spezialschuhwerk betreten, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.

Kontakt

M.Sc. Christiane Richter

Verantwortliche Laboringenieurin

M.Sc. Christiane Richter