Summer School Computer- and Geoscience in Archaeology

Fakultät Informatik/Mathematik

Bild das ein digitales Geländemodell zeigt

2. Summer School "Computer and Geoscience in Archaeology" im September 2021

Vom 06. September bis zum 01. Oktober veranstaltete die HTW Dresden die zweite Summer-School "Computer and Geoscience in Archaeology". Die internationale virtuelle Summerschool wurde im Rahmen des Projektes "HAW.international" vom DAAD finanziert. Sie ist teil eines Projektes an der HTW Dresden und in Kooperation mit dem DAI und der Nationaluniversität der Mongolei mit dem Ziel einen internationalen Masterstudiengang zu angewandten Methoden und Technologien aus Informatik, Geoinformation und Fernerkundung in der Archäologie zu etablieren.

Weitere Informationen zum neuen Studiengang

Die virtuelle Summer School fand in diesem Jahr zum zweiten mal statt und deckte einige der Kernthemen des geplanten Studienganges ab. Die Veranstaltung bot Teilnehmer:innen aus den verschiedenen Feldern der Archäologie die Möglichkeit, Einblicke und Methodenkenntnisse und zu Anwendungen aus der Informatik und den Geowissenschaften in der Archäologie zu erhalten. Für die Summer School bewarben sich 141 Studierende aus 35 Ländern. Themen der Summer School waren unter anderem:

  • Geoinformationssysteme
  • Fernerkundung
  • Datenmodellierung und Datenbanken
  • Angewandte Statistik
  • Programmierung
  • Bildbasierte 3D-Rekonstruktion
  • 3D-Visualisierung archäologischer Rekonstruktionen
  • AR- und VR-Anwendungen in der Archäologie.

Ablaufplan der Summerschool

Im Verlauf der Summer School wurden im Wechsel Video-Vorlesungen und Live-Veranstaltungen angeboten. In jeder der vier Wochen erhielten die Teilnehmenden Materialien und Videos zum Selbststudium. Dazwischen fanden virtuelle Treffen mit den Dozenten statt, bei denen Fragen und Problemlösungen diskutiert werden. Während und nach der Summer School arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an eigenen Projekten, die sie im Dezember 2021 im Rahmen eines Abschluss-Kolloquiums präsentierten. Die Arbeiten reichten von der virtuellen Museumsführen, über die Entwicklung von Dokumentationsdatenbanken bis hin zu GIS-basierten Fundstellenmodellierungen. Die große Zahl von 143 internationalen Bewerbern für die Summer School unterstreicht den großen Bedarf für Ausbildungsangebote in diesem wichtigen Feld der modernen archäologischen Praxis.

Die Dozenten

Prof. Dr. Marco Block-Berlitz, Professor für Computergrafik, HTW Dresden

Prof. Dr. Martin Oczipka, Professor für Fernerkundung und Digitale Bildverarbeitung, HTW Dresden

Dr. Benjamin Ducke, Leiter Wissenschafts-IT, Deutsches Archäologisches Institut

Sebastian Hageneuer M.A., Archäoinformatiker, Universität Köln

Lukas Suthe B.A., Informatiker, HTW Dresden

Dr. Hendrik Rohland, Archäologe, HTW Dresden/Deutsches Archäologisches Institut

1. Summer School Computer- and Geoscience in Archaeology 2020

In der Zeit zwischen dem 31. August und dem 11. September haben Wissenschaftler_innen und Dozierende der HTW Dresden, des Deutschen Archäologischen Institutes und der Christian-Albrechts-Universität Kiel eine internationale virtuelle Summer School zum Thema “Computer- and Gesoscience in Archaeology” veranstaltet.

Die Veranstaltung wurde von Dr. Hendrik Rohland im Rahmen der Maßnahmen der Internationalisierungsstrategie der HTW organisiert. Das Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziert. Innerhalb des Projektes kooperieren die HTW, das DAI und die Nationaluniversität der Mongolei mit dem Ziel einen internationalen Masterstudiengang zu angewandten Methoden und Technologien aus Informatik, Geoinformation und Fernerkundung in der Archäologie zu etablieren. Die Idee für die Zusammenarbeit entstand während einer Forschungskooperation von HTW, DAI und NUM mit der Mongolischen Akademie der Wissenschaften. Die Wissenschaftler:innen arbeiteten gemeinsam an der Erforschung der beeindruckenden frühmittelalterlichen Stadtruine von Karabalgasun in der Mongolei und beschlossen, aus der fruchtbaren interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit ein ebensolches Lehrangebot zu entwicklen.

Weitere Informationen zum archäologischen Projekt in der Mongolei

Informationen zur 3D-Dokumentation in der Mongolei

Weitere Informationen zum neuen Studiengang

Programm der 1. Summerschool Computer and Geoscience in Archaeology

Als erster Schritt zur weiteren Entwicklung der Kooperation und um erste Lehrangebote zu Entwickeln wurden Exkursionen von Studierenden der HTW in die Mongolei zu den Feldforschungen des DAI und seiner Partner geplant. Umgekehrt sollten mongolische Studierende die Möglichkeit erhalten, Deutschland und die HTW zu besuchen. Leider machte die COVID-Pandemie Reisen zwischen den Partnerhochschulen unmöglich. Der DAAD bot stattdessen die Möglichkeit an, bereits bewilligte Reisemittel für virtuelle Veranstaltungen umzuwidmen.

Das Projektteam an der HTW (Prof. Dr. Marco-Block-Berlitz, Prof. Dr. Martin Oczipka, Dr. Hendrik Rohland) entschied, eine virtuelle Summer School anzubieten, die einige der Kernthemen des geplanten Studienganges abdecken sollte. Eines der Ziele des Projektes ist die Förderung des interdisziplinären Austauschs zwischen der Archäologie und den Informations- und Geowissenschaften. Deshalb wurde die Summer School in zwei parallele Kurse geteilt: Einer der Kurse bot Teilnehmer_innen aus den Informations- und Geowissenschaften eine Einführung in die praktischen und theoretischen Grundlagen der Archäologie. Im zweiten Kurs wurden Teilnehmer_innen aus den verschiedenen Feldern der Archäologie erste Einblicke in Methoden und Anwendungen aus der Informatik und den Geowissenschaften vermittelt. Nach einer Woche wurden beide Kurse zusammengelegt und die Teilnehmenden entdeckten verschiedene Anwendungen dieser Methoden in der Archäologie.

Während der Bewerbungsphase für die Summer School bewarben sich 69 Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen aus 23 Ländern. Die 25 zugelassenen Bewerber_innen kamen aus der Mongolei, der Türkei, Australien, Serbien, Rumänien, Frankreich, Ägypten und Deutschland. Das virtuelle Format der Veranstaltung erlaubte es, auch den anderen Bewerbern die aufgezeichneten Veranstaltungen und weitere Kursmaterialien zugänglich zu machen. Die große Zahl der Bewerbungen zeigt, dass es weltweit einen großen Bedarf für Aus- und Weiterbildung in der Anwendung naturwissenschaftlicher und digitaler Methoden in der Archäologie gibt.

Im Verlauf der zweiwöchigen Summer School verfolgten die Teilnehmer:innen aufgezeichnete Vorlesungen und Live-Konferenzen mit praktischen Übungen in den Themenfeldern: Forschungsdatenmanagement; Praxis, Methoden und Theorien der Archäologie; Geschichte und Themenfelder der Archäologie; Datenmodellierung und Datenbanken; Programmierung; 3D-Dokumentation; Fernerkundung und Geoinformationsysteme. Als Dozent_innen waren tätig: Dr. Christin Keller, DAI; Dr. Christina Franken, DAI; Jonathan Ethiér, CAU Kiel; Dr. Benjamin Ducke, DAI; Prof. Dr. Marco-Block Berlitz; Prof. Dr. Martin Oczipka; Michael Bommhardt-Richter und Dr. Hendrik Rohland (alle HTW). Frau Dipl.-Inf. Conny Coburger unterstützte die Summer School mit der Entwicklung einer virtuellen Umgebung für praktische Übungen in Programmierung und Datenbankentwicklung.

Die erfolgreiche Durchführung der Summer School gab dem Projektteam die Möglichkeit mit den Addressaten des geplanten Studienganges in Kontakt zu kommen und wertvolle Erfahrungen in der virtuellen Lehre in einem internationalen Umfeld zu sammeln. Die Teilnehmer:innen haben in einer anschließenden Evaluation bestätigendes Feedback und konstruktive Anregungen gegeben. Dies lässt das Team optimistisch auf die weitere Entwicklung des Studienganges gemeinsam mit den anderen Partnern blicken.