Fakultät Informatik/Mathematik

Exemplarische Darstellung der konzeptionellen Feuerwehrausrüstung

P3S2 - Persönliches, Portables und Präventives Schutzsystem

Projektbeschreibung

Das Projekt „P3S2 - Persönliches, Portables und Präventives Schutzsystem“ adressiert die Vermeidung von schweren Unfällen insbesondere in Industrieumgebungen, durch die Erweiterung von klassischen persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) durch sensorische, aktorische und kommunikative Fähigkeiten.

Die Motivation entspringt dem Wissen, dass Unfälle häufig dadurch vermieden werden könnten, dass dem Träger zusätzliche Informationen und Warnungen bezgl. der Umgebungsbedingungen oder dem „Status“ seiner PSA auf Unversehrtheit direkt wiedergegeben werden und ein Zugriff auf technische Einrichtungen, bspw. das Öffnung von Ventilen, Zugang zu gefährlichen Bereichen etc., automatisch nur dann erfolgen kann, wenn die PSA vollständig und richtig angelegt ist.

Die grundlegenden Technologien sind aus Bereichen der automatisierten Produktion bekannt. Es werden interne und externe Informationen aggregiert, verarbeitet und im richtigen Kontext an die Systeme sowie den Mitarbeitenden weitergegeben. Die Herausforderungen in einer „smarten“ PSA liegen in folgenden Punkten:

  • Notwendige Miniaturisierung und absolute Reduzierung des Eigenenergiebedarfs bei gleichzeitiger Gewährleistung einer sehr hohen Robustheit und Stabilität aller Komponenten. Das betrifft sowohl die mechanischen, aber vor allem die elektrischen Eigenschaften (Stabile Einbettung in Stoffe, Coatings, EMV, ESD, Ex-Schutz).
  • Sehr hohe Anforderungen an die Datenintegrität und Datensicherheit bei gleichzeitig hohen Echtzeitanforderungen.
  • Intuitive, signifikante Rückmeldung von Gefahren. Hier wird multimodal auf audio-visuelle Ausgaben sowie auf den evolutionär bedingten Vorteil einer vibrotaktilen Feedbacks zurückgegriffen.

Die PSA wird damit „persönlich“ smart, kommuniziert präventiv mit infrastrukturellen Sicherheitssystemen und ist mit mobilen Sicherheitsknoten als Mess- und Datentransferpunkte auch in andere Bereiche (bspw. bei akuten technischen Störungen) portabel erweiterbar.

Kooperationspartner

BASF Schwarzheide

Die BASF Schwarzheide GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der BASF SE, welches mit ihrem Lausitzer Standort zum führenden Chemie-Unternehmen der Welt gehört. Mit ihrer Werkfeuerwehr sowie den zahlreichen Anwendungsfällen stellt sie die perfekten Rahmenbedingungen zur Erprobung unter realen Bedingungen dar.

Website: BASF Schwarzheide

 

Isotemp - Heinrich Vorndamme OHG

Die Firma Isotemp ist ein Hersteller von Schutzbekleidungen im Bereich Chemieschutzanzüge und Feuerwehrbekleidung. Die Firma zeichnet sich durch fundiertes Fachwissen sowie der Bestrebung aus, PSA neu zu denken.

Website: https://www.isotemp.de/

 

Grewus GmbH

Die Firma Grewus entwickelt und produziert innovative akustische Signalgeber und haptische Aktuatoren für alle Branchen und Applikationen. Diese finden sich in Fahrzeugen, Industrieanlagen, im Büro, im Haushalt oder in der Medizintechnik.

Webseite: https://www.grewus.de/

 

Informatics Systemhaus GmbH

Informatics ist ein deutschlandweit agierender Hersteller medizinischer Produkte und realisiert als Dienstleister im Gesundheitswesen Software- und IT-Projekte für medizinische Einrichtungen. Im Kundenauftrag werden hoch flexible und individuell passende Lösungen für Anforderungen aus verschiedenen Bereichen der modernen IT-Infrastruktur entwickelt, u.a. spezielle Systeme zur Analyse der Informationen aus bildgebenden Verfahren, Kommunikationslösungen, Planungs- und Verwaltungssysteme.

Website: Informatics Systemhaus GmbH

Eckdaten

Projektleitung Prof. Dr. Georg Freitag
Teilprojektleitung Prof. Dr. Dirk Reichelt
Mitarbeitende Jimmy Orawetz
Laufzeit 09.2023 – 08.2026