Versuchs- und Demonstrationsflächen

Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie

Versuchs- und Demonstrationsfeld

Das Versuchs- und Demonstrationsfeld der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie hat eine Größe von ca. 5 ha. Die Flächen befinden sich innerhalb eines großen Versuchsareals, das vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und vom Julius Kühn-Institut genutzt wird, in ca. 1,5 km Entfernung zum Hochschulcampus in Pillnitz, so dass die Studierenden das Versuchsfeld in kurzer Zeit zu Fuß erreichen können.
Das Feld ist in mehrere Bereiche aufgeteilt und unterschiedlichen Fachgebieten zugewiesen. Insgesamt handelt es sich um Versuchsflächen und Demonstrationsflächen für die Bereiche Obstbau, Gemüsebau, Baumschule, Agrarwirtschaft und Bodenkunde. Dadurch ergibt sich eine sehr vielfältige Nutzung dieser Fläche. 

  • Der größte Teil der Fläche wird von den Fachgebieten Landtechnik und Ökologischer Landbau (ca. 1,25 ha) für die Anlage von faktoriellen Feldversuchen und Demonstrationsparzellen genutzt.
  • Die Parzelle des Fachgebietes Technik in Gartenbau und Landwirtschaft dient in erster Linie zur Einsatzdemonstration der vorhandenen Maschinen und Geräte im Rahmen von Übungen. Studierende haben hier die Möglichkeit, die Technik im Einsatz zu erleben. Sie müssen z.T. selbst Maschinen bedienen und einstellen und erfahren dabei die Wechselwirkungen zwischen technischen, biologischen (Boden und Pflanze), ökonomischen und ökologischen Faktoren.
  • Auf der für den Gartenbau genutzten Fläche befindet sich eine Obstanlage und eine Genbank für Rosenarten. Weiterhin stehen Freiflächen für Versuche im Bereich Gemüsebau sowie Garten- und Landschaftsbau zur Verfügung.

Nutzung des Versuchsfeldes

Das Versuchsfeld wird für folgende Lehrveranstaltungen genutzt:

Agrarwirtschaft

  • Bodenkunde (u.a. Beurteilung eines Standortes anhand von Bodenprofilen)
  • Pflanzenbau I (u.a. Nutzpflanzenkunde)
  • Einführung in den ökologischen Landbau (u.a. Übungen zur Unkrautregulation)
  • Pflanzenschutz- und Pflanzenbau im ökologischen Landbau (u.a. Schaderregerdiagnose und -regulation)
  • Experimenteller Pflanzenbau (u.a. Anlage, Durchführung und Auswertung eines zweifaktoriellen Feldversuches)

Gartenbau

  • Bodenkunde (u.a. Beurteilung eines Standortes anhand von Bodenprofilen)
  • Einführung in den ökologischen Gartenbau (u.a. Übungen zur Unkrautregulation)
  • Obstbau (u.a. Übungen zum praktischen Obstbau - Schnitt, Bewässerung, Phänologie, Krankheiten und Schädlinge, Düngung im ökologischen Obstbau usw.)
  • Spezieller Obstbau im Master (Ernte und Reifeuntersuchungen an Apfel)
  • Spezielle Phytomedizin (Diagnose und Prognose von Schadorganismen im Obstbau)
  • Baumschule (u.a. Entnahme von Material für die Übung - Bewurzelungsversuche)
  • Verfahrensanalyse im ökologischen Gartenbau (u.a. Übung zu Managementoptionen im ökologischen Feldgemüsebau)
  • Experimenteller Pflanzenbau (u.a. Anlage, Durchführung und Auswertung eines zweifaktoriellen Feldversuches)

Umweltmonitoring / Landschaftsentwicklung

  • Umweltprojekt I: Wasser / Boden (u.a. Beurteilung eines Standortes anhand von Bodenprofilen)

Obstanlagen

Die 5000 m² große Fläche dient als Versuchs- und Demonstrationsfläche für das Fach "Obstbau" und teilweise "Baumschule".
Sie wurde größtenteils in 2005 und 2006 angelegt, überwiegend mit Studierenden im Rahmen der Übung Obstbau.
Die Anlage wird ökologisch bewirtschaftet mit extensiven Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Bodenbearbeitung erfolgt mit einem Hackgerät. Es sind unterschiedliche Unterpflanzungen und Bodenabdeckungen in der Anlage vorhanden (Sandwich-System). Es ist eine Tröpfchenbewässerung installiert.

Die Anlage besteht aus insgesamt neun Baumreihen. Reihe eins ist eine gemischte Reihe mit verschiedenen Obstarten. In Reihe neun stehen mehrere Sauerkirschensorten und Süßkirschensorten auf verschiedenen Unterlagen.
Die Reihen zwei bis acht sind mit Äpfeln bepflanzt. Es sind zwei unterschiedliche Aspekte berücksichtigt. Von drei Apfelsorten stehen insgesamt pro Sorte 96 Bäume auf einer Unterlage zur Verfügung. Hier besteht die Möglichkeit kleine Versuche mit Wiederholung in die Anlage zu legen.

Der zweite Teil der Anlage besteht aus einem Unterlagenversuch mit drei Sorten und vier Unterlagen, gepflanzt als Blockversuch in vierfacher Wiederholung mit jeweils vier Bäumen.
Ein Differentialsortiment zur Identifizierung von Rassen des Apfelschorfes steht ebenfalls in der Anlage.
Als Abgrenzung zur benachbarten Fläche des Julius-Kühn-Institutes befinden sich eine Heckenpflanzung mit verschiedenen Gehölzarten und Sorten einschließlich Wildobstarten.
Insgesamt kann die kleine Versuchsfläche vielfältig für die Übungen genutzt werden. Für das Fach Obstbau sind es beispielsweise Schnittübungen, Phänologie bei den Obstarten, Beobachtungen zu Fruchtentwicklung und Fruchtreife. Untersuchungen und Beobachtungen von Krankheiten und Schädlingen und die Anwendung von Prognosemethoden können durchgeführt werden. Im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Abdeckungen und Unterpflanzungen können beispielsweise Untersuchungen zu Unterdrückung des unerwünschten Beikrautbewuches, des Zuwachses oder zum Wasserverbrauch durchgeführt werden.
Die Reihe mit der Heckenpflanzung kann sowohl für die Übungen im Obstbau als auch für die Übung in der Baumschule (Gehölzbestimmung, Gewinnung von Vermehrungsmaterial) genutzt werden.

Prof. Dr. rer. nat. Petra Scheewe

Studiendekanin Produktionsgartenbau (M.Sc.)

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